Pilgern: Packliste für den Jakobsweg-PDF

Camino Kalender (1)Für deinen Traum vom Jakobsweg brauchst du neben Mut auch die richtige Ausrüstung und Packliste zum Pilgern. In meinen über 3 Monaten Reisen und weit mehr als 1.000 gelaufenen Kilometern beim Pilgern hat sich folgende Packliste für den Jakobsweg für mich als ideal herauskristallisiert. Wenn ich im Folgenden auf einzelne, spezielle Packstücke verweise, dann weil ich sie aus eigener Erfahrung oder der von Mitreisenden empfehlen kann.

Mit dieser Packliste für den Jakobsweg bist du beim Pilgern für jedes Wetter gerüstet, hast das Wesentliche bei dir und bist zudem auch noch leicht unterwegs – mein Rucksack wiegt inzwischen kaum mehr als 7 oder 8 Kilogramm (inkl. Verpflegung und dank platzsparender Ordnung durch Zip-Beutel) – und deiner sollte es auch nicht tun. Besonders Pilger-Anfänger neigen dazu, viel zu viel mitzunehmen. Sieh das Vorbereiten mit der Packliste für den Jakobsweg auch als Gelegenheit, dich einmal bewusst zu fragen (& mutig zu entscheiden!):

  • Was brauche ich wirklich unterwegs?
  • Auf was könnte ich vielleicht mal verzichten?

Es kann eine ungemein guttuende Erfahrung sein, zu merken, dass man mit ganz wenig materiellen Dingen  wunderbar auskommt und einem nichts fehlt! Und wenn, dann kann man dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch in Spanien auf dem Jakobsweg erwerben. Am Ende dieses Artikels kannst du dir die Packliste für den Jakobsweg auch als PDF  zum Ausdrucken &Abhaken herunterladen (mit Detailänderungen für Sommer & Winter).


-> Hier gibt es zudem eine eigene Packliste für Radpilger.

-> Hier gibt es eine spezielle Packliste für Frauen auf dem Jakobsweg.


Doch zurück zur allgemeinen Packliste für den Jakobsweg! Die mit einem *-gekennzeichneten Packstücke sind optional bzw. Luxus. Hier darfst du selbst entscheiden zwischen Luxus oder Verzicht. Doch bedenke: Du trägst den Rucksack mit deinem Gepäck einen Großteil des Tages auf deinem Rücken. Weniger kann hier also mehr sein, denn ich habe gemerkt: Sobald der Rucksack 2 Kilo mehr als üblicherweise wiegt (weil ich noch das ein oder andere mitnehmen will), hört der Spaß für mich sofort auf. Diese 2 Kilo Unterschied machen sich bei mir sofort bemerkbar.

Als Faustregel für deine persönliche Packliste zum Pilgern auf dem Jakobsweg gilt: Das Gewicht des gepackten Rucksacks sollte nicht mehr als 10 % des Körpergewichts betragen. Nun viel Spaß beim Ausrüsten & packen!

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Kleidung & Co

Globetrotter

Hygiene & Gesundheit

Technische Ausrüstung

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  • Handy + Ladekabel + Powerbank (gegen Steckdosenüberbelegung in Herbergen)
  • Mp3-Player + Batterien + Kopfhörer
  • *Kamera + Ladekabel (Empfehlung diese oder diese, falls dein Handy keine guten Fotos macht oder du mehr Anspruch hast)
  • *Stativ
  • *USB-Stromadapter
  • *Kindle Ebook-Reader + Ladekabel (zum Lesen abends in der Herberge, falls du in der Nebensaison pilgerst oder gerne mal für dich bist, siehe dazu auch den Extra-Artikel)
  • *Waage (vorab zum Packen)
  • *spanische SIM-Card (kannst du dort noch kaufen)(ggf. auch Aufbewahrungsschutz)
  • *Taschenlampe bzw. Stirnlampe (zum Pilgern bei Dunkelheit & nachts in der Herberge, Tipp hier diese superleicht & genügt)

Geld & Papiere

  • Portemonnaie
  • Personalausweis
  • Pilgerausweis (zur Not vor Ort zu bekommen)
  • Flugtickets
  • EC-Karte
  • Krankenversicherungskarte
  • Notfall-Rufnummern der Bank & Krankenkasse/Auslandsreisekrankenversicherung (z.B. bei der Hanse-Merkur)
  • Rufnummern + Adressen Freunde
  • Bargeld (besonders ratsam, falls du keine Kreditkarte hast, da Geldabheben dich dann jedes Mal kostet)
  • Kreditkarte (Meine Empfehlung: DKB-Kreditkarte – ideal zum Reisen, da weltweit gebührenfreies Abheben)

Der Rest

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Zum Ausdrucken & Abhaken als PDF-Download: Pilgern-Packliste für den Jakobsweg kostenlos herunterladen & über Neuigkeiten informiert bleiben:

41 Gedanken zu „Pilgern: Packliste für den Jakobsweg-PDF

  1. Gute Packliste.
    Nach meiner Erfahrung auf den Jakobswegen würde ich die Sicherheitsnadeln nicht als optional einstufen, sondern als wichtiges Utensil. Wiegen fast nichts, nehmen keinen Platz weg und können soooo extrem wichtig sein. Das weiß mensch dann aber erst, wenn sie wirklich gebraucht werden. 🙂

    • Ich habe zwar jeweils eine Sicherheitsnadel in meinem Reise-Nähset, habe diese aber unterwegs noch nie gebraucht (das Nähset hingegen schon!). Ich verwende viel lieber die Klemmverschlüsse für angebrochene Packungen. Sie eigenen sich,
      – um angebrochene Verpackungen (z.B. Studentenfutter, Dürrobst) sicher zu verschliessen
      – um Wäsche zum Trocknen an der Wäscheleine oder am Rucksack zu befestigen
      Nur beides gleichzeitig geht nicht. 😉

    • Das stimmt. Ich hab mir dann welche bei anderen Pilgern geborgt, vor Ort herumliegende gesucht oder improvisiert. Aber kann nicht schaden, selbst welche mitzunehmen 🙂

  2. Hallo Christoph, zum Thema Wäscheleine: Es gibt welche aus Gummi, bei denen man keine Klammern braucht. Echt praktisch und spart wieder ein paar Gramm. Ich laufe die Via de la Plata – sehr heiss und lange Etappen. Da ist Gewich ein wichtiges Thema.

    • Ich verwende als Wäscheleine rund 7m der 1.25mm Z-Line (http://zpacks.com/accessories/spectra_cord.shtml). Mit 1g pro Meter (7g für die Wäscheleine) und einer Bruchlast um 90kg ist die unschlagbar leicht und stark. Ich habe sie seit Jahren fix in meinem Rucksack dabei. Sie lässt sich auch sehr gut knoten. Ich nutze nur bei Aufkommen von Wind „Wäscheklammern“ (die Klammern zum Verschliessen angebrochener Packungen), man könnte aber auch einfach für jedes Wäschestück einen sich selbst zuziehenden Knoten in die Schnur knoten und damit die Wäsche sicher befestigen.

  3. Hallo Christoph, würde gerne hören welchen Sprachführer du nennen würdest. bin 69 Jahre alt, und verfüge sein einem monat über ein smartphon. ist es auch denk bar, dass es entspr. Apps gäbe. wäre für Tipps dankbar.
    Atleia
    Roland

    • Hi Roland, mit entsprechenden Apps kenn ich mich nicht so aus, ich versuche Technik auf ein Minimum zu reduzieren unterwegs. Ich empfehle den Langenscheid Sprachführer, da ist laut Beschreibung inzwischen auch der eBook-Download inklusive. Sprich, du könntest es auch auf deinem Kindle oder Handy mit App lesen ohne das gedruckte Buch. LG Christoph

      • Hi,

        ich nutze hierfür die App Dict.cc hier kann man sich die gewünschten Wörterbücher einfach auf’s Handy laden und hat diese dann auch offline verfügbar. War schon einige Male sehr praktisch, aber man hängt halt (auch) am Akku…

        Ich hoffe, das hilft…

  4. Hallo Christoph, ich werde den Küstenweg in einem Monat starten. Kannst du mir noch bezüglich Auslandskrankenversicherung einen Tipp geben? Liebe Grüße und vielen Dank!

  5. Hallo Christoph,
    ich plane für nächsten Mai meine erste Pilgerreise auf dem Caminho Portugues.
    Aktuell bin ich auf der Suche nach meinem idealen Rucksack für die 235 km 🙂
    (oder später auch noch weitere Pilgerreisen, mal sehen ;-))
    Welche Größe kannst du empfehlen? Viele Grüße, Catharina

    • Hi Catharina, 40 l sind sicher ein guter Mittelwert. Meiner hat 70 l Fassungsvermögen, aber soviel brauchst du definitiv nicht. Der Vorteil von 40 l oder weniger ist, dass du gar nicht erst die Chance hast, viel zu viel Sachen mitzunehmen.. 🙂 lg Christoph

      • Hi Christoph, danke für deine Antwort. Ich hatte heute im Trekking-Laden einen Deuter mit 38 Liter auf dem Rücken und war begeistert. Der wirds dann wohl auch 🙂 LG Catharina

  6. Hi, wir sind gerade zurück vom Camino Francés. Hier ein paar aktuelle Anmerkungen zum Thema Gewicht.
    1. Wozu Wäscheklammern, wenn man Sicherhetsnadeln dabei hat?
    2. Rucksack – Es gibt hervorragende Rucksäcke, aber die aus dem Globetrotter-Standardangebot wiegen meistens auch relativ viel. Wir haben von http://http://www.trekking-lite-store.com/ (deutscher Händler für Ultra-lite-trekking) den Üla CDT (ca 40 l, wirklich nur 640g Gewicht). Ja, der hat nur ein großes Fach, eine Vorder- und zwei Seitentaschen. Ja, der hat keine „Rückenbelüftung“ (funktioniert die bei anderen Rucksäcken?). Aber bei „dem bisschen Kram“, dann vielleicht noch in drei, vier leichten Packsäcken (bitte keine Plastiktüten, die rascheln) verstaut, ist das Ein- und Auspacken selbst im Dunkeln kein Problem.
    3. Eigentlich braucht man auf dem Camino kein Handy, aber es gehört eben mittlerweile doch dazu. Aber wozu braucht man dann einen MP3-Player, einen Kindle-Reader? Das kann das Handy doch auch. Eine Kamera alternativ zum Handy ist nur empfehlenswert, wenn man Wert auf wirklich bessere Fotoeigenschaften legt und wenn man die an seiner Kamera auch bedienen kann, sonst tut´s das Handy eben hier auch. Wichtiger ist die Powerbank (nicht zu groß!), da es in den Herbergen häufig Steckdosenmangel gibt.

    • Hi Gero,
      danke für deine Erfahrungen!
      Ja, den Store, den du beschreibst, hab ich kürzlich auch entdeckt und mir notiert für den nächsten Rucksack. Die Preise sind was höher, aber wenn der Rucksack dafür nur halb so schwer ist, ist es das definitiv wert, zumindest für Outdoor-Freunde, die öfters unterwegs sind. Das seh ich auch so.
      Zum Thema Elektronik: Da hast du natürlich Recht. Wer ein Iphone o.ä. besitzt, kann sich Mp3-Player oder Kindle natürlich sparen, da es integriert ist. Dafür hast du aber halt auch Internet und solche „Verlockungen“ ständig um dich.
      Wer noch (oder bewusst) mit einem „alten Knochen“ von Handy unterwegs ist, um vll. bewusst auf Internet und die ganzen Ablenkungen zu verzichten, kann aber schon erwägen, einen Kindle oder Mp3-Player zusätzlich mitzunehmen, finde ich. Ist natürlich alles Geschmackssache.
      Ich bin bislang ohne Powerbank ausgekommen (auch da ich gern in der Nebensaison und auf Nebenwegen unterwegs bin, wo Steckdosenmangel zum Glück noch nicht zur Tagesordnung gehört :-)).
      Lg, Christoph

    • Ich persönlich würde einen solchen Rucksack, vorausgesetzt ich kennen meine Grösse und weiss, dass er passt, direkt aus den USA kommen lassen. Mit meinem Gorilla von GossamerGear habe ich das so gemacht und der hat mich inzwischen auf über 2’500km Caminos und Wanderungen begleitet. Die Leute von ULA sind übrigens mit Tarptent verlinkt: Dort gibt es hochwertige und sehr leichte abgespeckte Zelte, die für die Fernwanderungen in den USA sehr beliebt sind. Einfach, falls jemand mit dem Zelt auf den Jakobsweg gehen möchte. Die Tarptents haben durchaus auch Camino-Erfahrung: http://www.tarptent.com/gallery.html (runterscrollen oder nach „Spain“ suchen).

  7. Pingback: Jakobsweg Vorbereitung: Packen als mentaler Prozess | Jakobsweg-Küstenweg

  8. Hallo Christoph,

    die Packliste hört sich gut an! Ich möchte ab April den Küstenweg gehen und bin noch etwas unsicher, wieviel bzw eher, wie lang meine Kleidung sein muss. Die typischen Packlisten beinhalten ja meist zwei Tshirts…aber ich gehe mal davon aus, das ich eher in langärmlig und Zwiebelschicht unterwegs sein werde… (>_<)
    Wie kalt/warm war es auf deinem Küstenweg im März, hast du da überhaupt jemals ein Tshirt getragen? Sonst beschränke ich mich glaube ich doch eher auf Longsleeves plus Fleece und Softshell…

    Wie ist deine Erfahrung? Und hat es sehr viel geregnet?
    Danke fürs "Erfahrung teilen"!

    • Hi Lena. Das kann schnell wechseln an der Küsten. Beim Laufen kann es warm werden und Tshirt-Wetter. Früh morgens oder abends kann es richtig frisch und windig werden. Daher nimm vll. 2 tshirts plus longsleeve. dazu hatte ich ein bis zwei fleecejacken. zwiebellook ist immer hilfreich. ich hatte glück mit dem wetter und regen, aber ja, kann schon vorkommen. also auch fokus auf gute regenkleidung! lg ,christoph

    • Ich trage als unterste Schicht ohnehin immer ein T-Shirt (Kunstfaser / Merino), somit habe ich immer T-Shirts dabei. Wenn du noch etwas Gewicht sparen möchtest: Eine Softshell ist im Vergleich zur Wärmeleistung, die sie bietet, meist eher schwer. Viele Leute kombinieren deshalb eine Primaloft-/Coreloft-Jacke mit einer leichten (aber dichten!) Regenjacke. Ist es warm: Regenjacke direkt über das Longsleeve oder das T-Shirt, ist es eher kalt, Primaloft-Jacke unter der Regenjacke tragen. Ich war im Dezember 2014 auf dem Camino Francés. Es war bis -4°C kalt (León). Zum Wandern hatte ich meine Coreloft-Jacke aber nie an, da wäre mir zu warm geworden; so habe ich sie nur in den Pausen und am Abend genutzt, bei ungeheizten Unterkünften auch mal nachts. ZUm Wandern habe ich meist getragen: Kunstfaser-T-Shirt, Merino-T-Shirt, Merino-Longsleeve und Regenjacke, bei starkem Regen zusätzlich noch den Regenponcho über alles drüber, auch zum Schutz des Rucksacks. Wenn du deine Softshell-Jacke gerne trägst, so nimm sie ruhig mit. Eine gute Softshell transportiert mehr Feuchtigkeit nach aussen als die meisten Primaloft-Jacken, die aus recht dichtem Stoff gearbeitet sind. Du musst ja letztlich deine ideale Kleidungs-Kombination finden. Ich wollte dir vor allem etwas die Angst vor dem Frieren bei Bewegung nehmen. In den Pausen kann es dann aber schon mal recht kalt werden. Wenn du weisst, dass du schnell frierst, dann nimm besser ausreichend warme Kleidung mit. Im Notfall kannst du etwas nach Hause schicken oder natürlich auch etwas unterwegs zukaufen.

  9. Hallo lieber Christoph! Ich werde im September meine erste Pilgerreise nach Santiago antreten und soweit habe ich alles besorgt und gekauft. Allerdings habe ich noch keine Treckingstöcke. Brauche ich welche ? Und wenn ja welche sind zu empfehlen?

    Liebe Grüße Nadja

    • Viele Menschen finden Trekkingstöcke nützlich, weil sie den Körper entlasten (respektive einen Teil der Last von den Beinen direkt auf den Oberkörper verlagern, weil sie die Arme beschäftigen, weil sie den Geh-Rhythmus unterstützen, weil sie beim Überqueren von Bächen respektive bei schwierigen, glitschigen Wegpassagen dabei helfen, das Gleichgewicht nicht zu verlieren, weil sie einem in den Aufstiegen zusätzlichen Schub verleihen und in den Abstiegen die Knie entlasten sollen. Viele empfehlen aber auch, die Stücke nicht immer zu nutzen, sondern sie zwischendurch auch mal „wegzulegen“ (respektive am Rucksack zu befestigen). Aus meiner Sicht ist deshalb wichtig, leichte Stöcke zu haben (meine wiegen rund 280g das Paar, das ist extrem leicht!). Du kannst es aber auch mal ohne Stöcke versuchen. In allen etwas grösseren Ortschaften gibt es Trekkingstöcke für wenig Geld (€20-30) zu kaufen (die wiegen dann allerdings mehr: rund 500-600g das Paar).

      Buen Camino, Michael

      • Hallo Michael, hast du mir vielleicht auch noch einen guten Tip für leichte Trekkingstöcke? Ich denke auf den ersten 200 km machen sie durchaus Sinn. Die Komperdell C3 Carbon Power Lock Compact bekommt man schon für 75 €. Welche Stöcke wiegen nur 280 Gramm?
        Grüße Markus

      • Hallo Markus
        Kai Sackmann („Sacki“) hat dieses Wochenende die Fizan Compact empfohlen (Video ist auf YouTube zu finden). Die wiegen etwas um die 330g das Paar und sind relativ günstig. Die passen vermutlich auch gut IN den Rucksack, falls das für die Reise (z.B. Flugzeug) wichtig sein sollte.
        Meine sind zweiteilig und entsprechend ist das Packmass ungünstig. Auch muss man beim Mechanismus ein paar Tricks kennen: Er hält zwar sehr gut, aber manchmal lässt er sich nicht zudrehen. Wenn man das Prinzip verstanden hat, ist das Problem aber einfach zu lösen. Leider sind sie sehr teuer, zumal man sie in den USA bestellen muss. Es sind die LT4(S) von Gossamer Gear. Aber ohne die kleinen Tellerchen wiegen sie gerade mal 264g das Paar. Man merkt kaum etwas von ihnen und am Rucksack befestigt, belasten sie auch diesen kaum. Ich habe sie mir für den Jakobsweg geleistet und war inzwischen auch noch mit ihnen auf dem GR10 in den Pyrenäen. Dort hätte ich nicht ohne Stöcke unterwegs sein wollen, da das Gelände auch mal schwierig oder sogar streckenweise schlammig war. Auf dem Jakobsweg gibt es – je nach Wetter – auch mal schwierige Passagen, aber im Grossen und Ganzen ist der Hauptweg (Camino Francés) kein Problem.

  10. Hallo 🙂 wir laufen in ein paar Tagen los, und ich hab in deiner packliste gesehen dass du einen pacsafe empfiehlst, ist das wirklich so notwendig?

    • Hallo
      Ich bin auch schon auf zahlreichen Jakobswegen unterwegs gewesen und weiss nicht, was ein PacSafe ist. Du siehst, die Empfehlung relativiert sich. 😉
      Gruss
      Michael

      • Ich habe gerade herausgefunden, was ein PacSafe ist. Das kann sicher nützlich sein, allerdings folge ich diesbezüglich einer anderen Strategie. Ich wurde zuhause noch nie bestohlen, wenn ich unterwegs war. Also mache ich das auf einer Pilgerreise genau gleich. Ich lasse selbstverständlich meine Wertsachen nicht offen herumliegen, aber ansonsten verhalte ich mich genau wie zuhause auch, trage das Portemonnaie am gewohnten Ort, etc. So bin ich viel entspannter, als wenn ich zahlreiche ungewohnte Gegenstände zur Aufbewahrung meiner Wertsachen koordinieren muss. Dabei werde ich nur nervös und angespannt – und strahle diese Anspannung dann auch aus. Nein, da gehe ich das alles lieber ganz entspannt an und mache mir das Leben nicht unnötig schwer.

    • Ich habe übrigens auf über 2000km Jakobswegen noch nie bei irgendjemandem einen PacSafe gesehen. Deshalb wusste ich zuerst auch nicht, was das ist… 😉

  11. Pingback: Faszination Jakobsweg: Tipps für deine Reise - Reiseblog BRAVEBIRD

  12. Hallo Christoph,
    dein Blog ist sehr informativ und klärt unwissende Menschen super über alle möglichen Aspekte der Jakobswege auf und bündelt Informationen in einem wertvollen. Jedoch finde ich die Tatsache, dass es zwei verschiedene Packlisten gibt, eine für Männer und eine für Frauen, suspekt. Beim Vergleichen beider Packlisten fielen mir einige Unterschiede auf. Manche erscheinen sinnvoll zu sein, wie etwa unterschiedliche Unterwäsche und Hygieneartikel. Andere sind aber verwerflich, wie z.B. den Rasierer bei Frauen als „Muss“ zu kennzeichnen und bei den Männern mit Stern als „optional“ darzustellen. Auch benötigen Männer offensichtlich kein Deodorant und keine Haarbürste. Ebenfalls der Handspiegel ist auf der „Männerliste“ nicht vorzufinden. Gleichzeitig finden diese Gegenstände aber auch bei vielen Männern Verwendung.
    Es wäre schön, wenn dir auch mal überlegen würdest, was denn Menschen denken, die sich in keiner diesen beiden Kategorien wiederfinden. Welche Packliste sollen sie verwenden? Ist für sie der Rasierer optional oder ein Muss? Danke fürs Nachdenken.
    Liebe Grüße Alex

  13. Zwei kleine, aber sehr „erleichternde“ Tipps: Ich habe immer ein Stück Aleppo-Seife für Haut und Haar und einen superleichten Badeschwamm aus Nylon dabei. Die Seife ersetzt auch noch das Waschpulver. Es gibt auch eine super türkische Seife (Haci Sakir Lavanta). Die gibt es problemlos für wenig Geld in türkischen Supermärkten.

  14. Moin,
    ich habe auch vor, Mitte Mai bis Mitte Juni, den Jakobsweg zu laufen. Wie sieht es eigentlich mit den Schlafmöglichkeiten aus, kann man dort auch zelten und in der Natur schlafen ?

    • Hallo mmarkhardt. Auf dem Hauptweg (Camino Francés) halte ich das Zelten eher für problematisch. Es mag ganz selten die Möglichkeit geben, bei einer Herberge das Zelt aufzuschlagen, aber die Regel ist das nicht. Zudem sind rund 200’000 Pilger pro Jahr auf diesem Weg unterwegs. So ist auch das Schlafen in der Natur dort sicher nicht zu empfehlen. Die letzten Kilometer dieses Wegs sehen links und rechts des Wegs entsprechend auch ziemlich „verschissen“ aus. Auf dem Küstenweg (Camino del Norte) mag das fürs Zelten besser aussehen. Ich kann dann aber nur allen, die das tun, dringend empfehlen, absolut keinen Dreck zu hinterlassen und sich so dezent wie möglich in die Landschaft einzufügen. Andernfalls kann es leicht passieren, dass die Behörden mit der Zeit strenger kontrollieren und alles mehr regulieren als bisher. Bei bald 300’000 Pilgern, die pro Jahr in Santiago ankommen, kann man in den meisten Fällen kaum noch von unberührter Natur sprechen. Gruss, Michael

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