Auf dem Jakobsweg lesen

Ich schätze ein gutes Buch, und ich schätze es, wenn es ein gedrucktes ist.

Besonders, da ich bis vor wenigen Jahren selbst noch nebenbei in einer Buchhandlung gearbeitet habe.

Und ich weiß auch, wie wichtig es ist, die kleinen Buchläden zu unterstützen und dort Bücher kaufen zu gehen. Und was passiert, wenn man das nicht macht. Doch das ist ein anderes Thema…

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Was ich sagen möchte:

Als ich damals zu meiner ersten Reise auf dem Jakobsweg aufbrach, zählte dennoch ein Kindle-eBook-Reader zu den sorgfältig von mir ausgewählten Packstücken in meinem Rucksack.

Doch wie kommt es dazu, dass ein ehemaliger Buchhändler plötzlich seine Prinzipien über Bord wirft und zu den elektronischen Lesegeräten greift, die er vorher noch verdammt hat?

Nun, ich hatte auch meine Bedenken und hatte lange überlegt. Doch die Sache ist dann doch so eindeutig gewesen, dass es keine andere Möglichkeit gab – und das wird bei dir vielleicht auch so sein.

Denn: Ich hatte einige Bücher rausgesucht, die ich auf der mehrwöchigen Pilgerreise unbedingt lesen wollte. Zumal war ich in der Nebensaison auf einem Nebenweg unterwegs und rechnete daher nicht damit, dass ich mich jeden Abend mit Dutzenden anderen Pilgern unterhalten würde.

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Abgesehen davon, dass ich auch über eine introvertierte Ader verfüge, die es liebt, ab und an ein wenig für sich sein und in einem guten Buch schmökern zu können. Also hatte ich mir ausgemalt, abends nach dem geschafften Pilgertag schön gemütlich noch etwas in der Herberge im Bett zu lesen.

Das Problem war nur: Wie sollte ich in meinen ohnehin schon voller als geplanten Pilgerrucksack noch sieben Bücher verstauen? Und vor allem: Wie sollte ich das tragen, wo der Rucksack sich ja bereits ohne jegliche Bücher mindestens gewöhnungsbedürftig auf dem Rücken anfühlte?

Erkenntnis: Es geht nicht!

Es blieb nur eine Erkenntnis: Es geht nicht! Ich hätte vielleicht ein, maximal zwei Bücher mitnehmen können. Wobei selbst zwei Bücher schon zu viel waren, denn ich hatte ja auch noch den normalen Pilgerführer dabei. Selbst als Taschenbuch kamen pro Buch jeweils ein Fünftel Kilogramm mehr Gewicht dazu.

Ich musste also einsehen, dass es nicht ging. Nun hatte ich nur zwei Möglichkeiten: Entweder nur ein Buch mitnehmen und den Rest zu Hause lassen, oder es wagen und einen dieser eBook-Reader besorgen, auch wenn ich bislang kein Freund davon war.

Ich entschied mich für Zweiteres, und heute, fast zwei Jahre danach, kann ich sagen: Es war absolut die richtige Entscheidung. Zwar lese ich zu Hause nach wie vor gerne gedruckte Bücher.

Zu Hause gedrucktes Buch, unterwegs eBook

Doch was das Reisen und insbesondere das Pilgern betrifft, wo das Gewicht ja nochmal eine besondere Rolle spielt, da du den Rucksack ja täglich 8 Stunden auf dem Rücken hast; was das betrifft, führt für mich kein Weg mehr an einem eBook-Reader mehr vorbei.

Ich habe mich damals für den Kindle entschieden und bin damit absolut zufrieden.

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Diese Vorteile hat der Kindle meiner Meinung nach für das Pilgern:

  • Du kannst für das Gewicht von ca. einem Taschenbuch (200 Gramm) Dutzende Bücher (!) mitnehmen, die digital im Lesegerät gespeichert sind
  • Du hast eine Minitaschenlampe am Kindle (in der Basisversion), mit der du auch abends in der Herberge im Dunkeln ideal noch etwas lesen kannst (zumindest solange, bis der Herbergsvater oder die Herbergsmutter Schlafenszeit für alle verordnet)
  • Die meisten Bücher sind als eBook zudem deutlich günstiger als in der gedruckten Form
  • Du hast die Bücher in wenigen Sekunden nach der Bestellung schon lesebereit auf deinem Kindle, egal welcher Wochentag und welche Uhrzeit es ist
  • Du kannst Markierungen im Buch machen und wichtige Passagen für später speichern

Nach etwas Eingewöhnung habe ich mich entgegen meiner Erwartung doch recht schnell an das Lesegefühl gewöhnt und sogar Gefallen dran gefunden. Das hätte ich vorher nicht gedacht.

Zu Hause würde ich, wenn ich wählen kann, immer noch zum gedruckten Exemplar greifen. Doch für unterwegs beim Pilgern und Reisen wähle ich immer den Kindle – und würde ihn dir daher auch empfehlen, wenn du auf deiner Pilgerreise gerne lesen möchtest.

Es gibt den Kindle in verschiedenen Ausgaben, wobei du die günstigste schon für knapp über 50 € bekommst. Das reicht im Prinzip auch für den Anfang.

Der einzige Nachteil ist nur, dass du im Gegensatz zum teureren Modell für ca. 120 € keine integrierte Beleuchtung hast, sondern nur eine Taschenlampe, was manchmal etwas nerven kann.

Welche Kindle-Modelle gibt es?

In der folgenden Tabelle siehst du die verschiedenen Kindle-Modelle im Vergleich:

Kindle Vergleich

-> Das Basis-Modell bekommst du hier

-> Das fortgeschrittene Paperwhite-Modell bekommst du hier

-> Die Voyage-Variante bekommst du hier

Nicht vergessen: Lederhülle zum Schutz dazubestellen

Abschließend: Falls du dich, so wie ich auch, für einen Kindle entscheidest, bekomme ich beim Kauf über den Link oben eine kleine Provision. Für dich wird der Kindle dadurch nicht teurer und du unterstützt direkt diesen Blog. Also eine win-win-Situation für uns beide! 🙂 Ohne dies wäre es übrigens gar nicht möglich, diesen Blog am Leben zu halten und so viele Informationen für dich zu produzieren.

Falls du noch Fragen zum Thema hast, schreib’s gern in die Kommentare.

Übrigens: Einige Pilgerführer gibt es inzwischen ebenfalls als eBook-Version. Ob das sinnvoll ist, ist Geschmackssache. Ich selbst nehme den Pilgerführer immer noch als gedrucktes Buch mit auf meine Reisen, da es so einfach leichter ist, schnell mal vor und zurück zu blättern und etwas nachzuschauen oder eine Karte zu lesen. Aber das ist nur meine Meinung dazu.


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