Jakobsweg Packliste: Meine praxiserprobte, ultraleichte Pilger-Ausrüstung (+PDF)

Teile dies mit Freunden, die auch pilgern möchten:

Dies ist ein Foto, das ein Paar Wanderschuhe von der Jakobsweg-Packliste zeigt.JakobswegFür deinen Traum vom Jakobsweg brauchst du neben Mut auch die richtige Ausrüstung und Packliste zum Pilgern.

Ich war insgesamt über 4 Monate unterwegs und bin mehr als 1.500 Kilometer in Spanien, Portugal und Deutschland gepilgert. Dabei hat sich die untenstehende Packliste für den Jakobsweg für mich als ideal herauskristallisiert.

Möchtest du die Einleitung überspringen & direkt zur Packliste? Klicke hier!

Die folgenden drei Punkte sind mit die wichtigsten Packstücke. Du solltest ihnen Aufmerksamkeit widmen. Zu jedem gibt es noch einen Vertiefungsartikel:

Vorbemerkungen zur Packliste: Gewicht, Kosten, Struktur, Mentales

Leicht bis ultraleicht vom Gewicht her, günstig von den Kosten in der Anschaffung und dennoch qualitativ hochwertig: Die Ansprüche an eine Packliste sind hoch. Nicht umsonst ist sie daher auch der Kernpunkt deiner gesamten Jakobsweg-Vorbereitung.

Je nachdem, ob du im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter aufbrichst, variiert deine Packliste natürlich ein wenig. (Übrigens: Wenn du meinen kostenlosen Newsletter abonnierst,  bekommst du als Bonus die Packliste für den Jakobsweg auch als PDF  zum Ausdrucken & Abhaken zum herunterladen mit Detailänderungen für Sommer & Winter).

Die Prozess des Packens ist herausfordernd – loslassen ist angesagt

Wenn ich im Folgenden auf einzelne, spezielle Packstücke verweise, dann weil ich sie aus eigener Erfahrung oder der von Mitreisenden empfehlen kann.

Sobald ich meine Packliste verändere oder neue Ausrüstungsgegenstände getestet und für gut befunden habe, werde ich dies hier mit dir teilen. Die Packliste wurde zuletzt im Januar 2020 aktualisiert.

Über die Jahre immer leichter geworden – meine Camino-Packliste

Mit dieser Packliste bist du für den Jakobsweg 2020 und 2021 für jedes Wetter gerüstet, hast das Wesentliche bei dir und bist zudem auch noch leicht bis ultraleicht unterwegs – mein Rucksack wiegt inzwischen kaum mehr als 7 oder 8 Kilogramm (inkl. Verpflegung ) – und deiner sollte es auch nicht tun.

Besonders Pilger-Anfänger neigen dazu, viel zu viel mitzunehmen. Ich habe es auch getan, bis ich unter starken Nackenschmerzen schließlich unterwegs nochmal radikal aussortiert habe. Sieh das Vorbereiten mit der Packliste für den Jakobsweg auch als Gelegenheit, dich einmal bewusst zu fragen, was du wirklich brauchst (& mutig zu entscheiden, loszulassen!).

Es kann eine ungemein wohltuende Erfahrung sein, zu merken, dass man mit ganz wenig materiellen Dingen wunderbar auskommt und einem nichts fehlt! Und wenn, dann kann man dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch in Spanien auf dem Jakobsweg erwerben. Du bist nicht in der Wildnis.

Eine sorgfältig bearbeitete Packliste erleichtert die Reise.Doch zurück zur allgemeinen Packliste für den Jakobsweg! Die mit einem *-gekennzeichneten Packstücke sind optional bzw. Luxus.

Hier darfst du selbst entscheiden zwischen Luxus oder Verzicht. Doch bedenke: Du trägst den Rucksack mit deinem Gepäck einen Großteil des Tages auf deinem Rücken.

Weniger kann hier also mehr sein, denn ich habe gemerkt: Sobald der Rucksack 2 Kilo mehr als üblicherweise wiegt (weil ich noch das ein oder andere mitnehmen will), hört der Spaß für mich sofort auf. Diese 2 Kilo Unterschied machen sich bei mir sofort bemerkbar.

Hilfreiche Fragen für die Bearbeitung deiner Jakobsweg-Packliste

Zudem ist es natürlich auch eine Frage des Budgets und der Kosten:

  • Kann und will ich mir den ultraleichten Schlafsack für 300€ gönnen?
  • Den Ultraleicht-Rucksack Üla Ohm 2.0, den ich inzwischen nutze, für mehr als 200€?
  • Oder ist dies meine erste Pilgerreise und es reicht ein Schlafsack für 60-80€?
  • Weiß ich vielleicht noch gar nicht, ob ich später wieder pilgern werde und investiere vorerst in einen mittelleichten Rucksack?
  • Besitze ich vielleicht sogar noch einen?
  • Was brauche ich wirklich unterwegs?
  • Auf was könnte ich vielleicht mal verzichten?

Als Faustregel für deine persönliche Packliste zum Pilgern auf dem Jakobsweg gilt: Das Gewicht des gepackten Rucksacks sollte nicht mehr als 10 % des Körpergewichts betragen. Nun viel Spaß beim Ausrüsten & packen!


Jakobsweg Packliste für Frauen:

Im Wesentlichen unterscheidet sich die Jakobsweg Packliste für Frauen nicht groß von der Packliste für Männer. Natürlich gibt es bei der Funktionsunterwäsche Unterschiede und Frauen haben womöglich auch einen volleren Kulturbeutel dabei.

Doch die allermeisten Packstücke sind geschlechterneutral. Daher habe ich mich Anfang 2020 entschieden, die getrennten Packlisten zu einer gemeinsamen Packliste zusammenzuführen. Also nicht wundern, falls du die Frauen-Packliste vergeblich suchst.. 🙂

Übrigens: Hier noch ein Hinweis auf das 2019 erschienene eBook mit Interviews mit 15 alleingepilgerten Frauen:

Dieses Foto zeigt das Cover des eBooks Alleine als Frau auf den Jakobsweg

Frauen-spezifische Packstücke

Folgend ein paar ausgewählte Empfehlungen, die ich von Pilgerinnen bekommen habe:

Interessant ist an dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis: Es gibt speziell für Damen gemachte Trekking-Rucksäcke, die einen guten Ruf genießen, z.B. der Osprey Kyte 36 oder – etwas größer – der Kyte 46.

Nachhaltigkeit & Umweltschutz (auch für Männer)

Immer interessanter wird, glaube ich, auch das Thema Nachhaltigkeit, und in diesem Zusammenhang nachhaltige Hygieneprodukte.

(Das gilt natürlich für alle Menschen gleichermaßen, doch ich habe den Eindruck, dass Mädels hier oftmals die Vorreiter sind).

Hier zu ein paar Ideen dazu, die ich von Pilgerinnen aufgeschnappt habe (und als weiteren Lese-Tipp den schönen Artikel von Fräulein Draußen):

  • Bambus-Zahnbürste
  • Shampoo/Seife in fester Form in verpackungsfreien Supermärkten kaufen und im Döschen mitnehmen
  • Zum Klamotten-Waschen: Kernseife zum selber raspeln (1 EL pro Waschgang, auf dem Jakobsweg findest du ca. 2-3x/Woche eine Waschmaschine vor) oder am Stück (zur Vertiefung hier entlang)
  • Menstruationstasse als umweltfreundliche und praktische Alternative für Frauen

Sicherheit

Zum Thema Sicherheit auch noch ein paar Worte: Die meisten Pilgerinnen, die den Weg gelaufen sind, pflichten mir bei, wenn ich sage: Das Leben in der Großstadt ist mindestens genauso gefährlich wie der Jakobsweg.

Für die Beruhigung des Gewissens dennoch ein hilfreicher Begleiter kann der GPS-Satelliten-Notfall-Messenger Spot-Gen3 sein.

Er ermöglicht dir im Notfall – unabhängig vom Handyempfang – deinen Standort per GPS zu übermitteln und SOS zu senden. Echt cool ist auch die Funktion, voreingestellte „Alles okay bei mir“-Nachrichten per Tastendruck an ausgewählte Kontakte senden zu können.

Thema Diebstahlschutz: Hilfreich – allerdings eher für BackpackerInnen, die auch sonst viel in Hostels unterwegs sind, da auf dem Jakobsweg nicht wirklich notwendig – ist der Pacsafe. Er ermöglicht dir, deinen Rucksack plus Inhalt diebstahlsicher an festen Gegenständen anzuschließen. Tipp: Etwas größer kaufen als die Literzahl deines Rucksacks!


Meine Jakobsweg-Packliste

Doch nun zur eigentlichen Packliste.

Der Übersichtlichkeit halber ist die Packliste in 5 Schritte unterteilt:

  1. Kleidung & Co
  2. Hygiene & Gesundheit
  3. Technische Ausrüstung
  4. Wertsachen & Papiere
  5. Sonstiges

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Kleidung & Co (Schritt 1)

    • Wanderschuhe (½ bis 1 Nr. größer, da der Fuß beim Laufen tatsächlich größer wird) (ich selbst bin inzwischen von meinen schweren Wanderstiefeln auf die deutlich leichteren Salewa MS Wildfire S GTX umgestiegen; grundsätzlich sieht man auf dem Camino alle Arten von Wander-/Sportschuhen im Einsatz. Die Schuhe sollten vorab mindestens 2, 3 Mal eingelaufen werden und nicht zu eng sitzen bzw. geschnürt werden. Hirschtalgcreme zur Fußmassage morgens und abends hilft, Schuhe in den Pausen ausziehen ebenfalls. Falls du beim Wandern/Gehen/Joggen auch vor der Reise schon mal Schmerzen im Fuß verspürt hast, solltest du das einmal checken lassen und dir ggf. Einlagen verschreiben lassen (kann Wunder wirken, weiß ich aus eigener Erfahrung). Mehr zum Thema in meinem Überblicks-Artikel zu Wanderschuhen hier)

Meine Salewa Wanderschuhe

    • Rucksack (Empfehlung: Falls du häufiger wanderst & das Budget hast, kann ich dir nur den Ultraleicht-Rucksack Üla Ohm 2.0 ans Herz legen, den ich mir Ende 2018 gegönnt habe; erhältlich u.a. bei diesem Shop & dank einer Kooperation mit meinem Blog erhältst du ihn dort über meinen Link 4€ günstiger, ansonsten z.B. der Osprey Farpoint 40, oder einen guter Deuter; für mehr Hintergrundwissen und persönliche Empfehlungen siehe auch meinen Artikel zum Wanderrucksack hier)

Ula Ohm 2 0 Rucksack breit

    • Regenschutz für den Rucksack (zum Rucksack passende Literzahl!)
    • Schlafsack (mit dem Deuter +5 Orbit bin ich zufrieden, gibt es auch speziell für Frauen)
    • 2 zippbare Trekkinghosen (wovon du im Sommer eine ohne Beine mitnehmen kannst. Tipp: Meru als Hausmarke von Globetrotter bietet gute & dabei noch bezahlbare Trekkinghosen an)
    • 2-3 Funktionsshirts (kein weiß, wird dreckig, ich hab’s getestet ;))
    • ggf. Funktionsunterwäsche bei kälterer Jahreszeit (ich habe Hose, Shirt und Longsleeve von X-Bionic getestet und bin mega begeistert: Weist den Schweiß ab, wärmt zugleich)
    • Longsleeve
    • 2-3 Paar Wandersocken (wichtig!; viele Pilger schwören auf diese Socken (siehe Foto), getestet habe ich diese Wandersocken hier)

Wandersocken

  • 2-3 Funktionsunterhosen
  • Fleecepulli (100er oder 200er Fleece)
  • Regenjacke (wichtig!, Wassersäule nicht unter 5.000) oder Poncho oder ein Freihand-Regenschirm
  • Poncho (alternativ Gamaschen)
  • Reisehandtuch (Tipp: Cocoon, siehe dazu meinen Reisehandtuch-Test)
  • Sonnenschutz (Kappe oder Hut)
  • Flipflops (oder Crocs alternativ): Für die Dusch- und Waschräume in den Herbergen, und evtl. auch für den Stadtrundgang abends
  • *Leichte Turnschuhe/Wandersandalen: Für abends zum Stadtrundgang; die Füße freuen sich über die Abwechslung, dein Rücken wird argumentieren, dass du für die eine Stunde des Tages lieber nochmal in die stickigen Wanderschuhe oder deine Flipflops/Crocs springen anstatt ein Zweitpaar Schuhe mitschleppen solltest; du entscheidest :))
  • *Isomatte: eigentlich nur wichtig, falls du auf dem Jakobsweg zelten möchtest; aber: solltest du zur Hauptreisezeit auf einem der beliebtesten Jakobswege unterwegs sein, kann es vorkommen, dass alle Betten einer Unterkunft belegt sind und man auf dem Boden schlafen oder weiterziehen muss. Eine Isomatte kann die Nacht in so einem Fall – ähnlich wie beim Zelten – erheblich verschönern. Dennoch: Jedes Gramm zählt, ich habe meine daher bisher noch nicht auf den Jakobsweg mitgenommen. Wenn eine, dann nur eine wirklich leichte, denn du hast genug anderes zu tragen. Die wohl beste ist die 370 Gramm ultraleichte Therm-a-Rest NeoAir Xlite (siehe Foto).

Dies ist ein Foto, das eine ultraleichte Isomatte für den Jakobsweg nach Santiago zeigt.

  • *Zelt: Auf dem Jakobsweg zelten kommt vermutlich für die wenigsten in Frage. Hier muss man Vor- und Nachteile abwägen. Du hast deutlich mehr Gewicht dabei, hast dafür aber viel mehr innere Freiheit und Leichtigkeit. Durch das Zelt und die Isomatte hast du vermutlich 2 Kg mehr zu tragen. Dafür entgehst du stickigen Herbergen und der Angst, kein Bett mehr zu ergattern. Du kannst im Garten der Herbergen zelten und so dennoch am „Pilgerleben“ teilhaben, oder auch in der freien Natur.
  • *Badehose (falls du den Küstenweg in Spanien oder Portugal gehst)
  • *Nylonstrümpfe (manche tragen diese unter den Wandersocken, um Blasen zu verhindern. Für Experimentierfreudige & Pilger, die zu Blasen neigen)

Globetrotter

Hygiene & Gesundheit (Schritt 2)

Dies ist ein Foto, das Hygiene-Artikel für die Pilger-Packliste zeigt.

  • Ohropax Ohrenstöpsel (für alle, die bereits erfahren haben, dass es kaum was schlimmeres gibt, als eine Nacht wach zu liegen, weil der Zimmernachbar/die Zimmernachbarin schnarcht wie ein Bär/eine Bärin; kommt in den Schlafsälen der Pilgerherbergen leider vor…)
  • Trinkflasche: Entweder eine faltbare Trinkblase (z.B. diese BPA-freie) oder die schöne und leichte BPA-freie 720°DGREE-Trinkflasche aus Tritan, die ich selbst nutze (siehe Foto), gibt es u.a. in der Größe 1 Liter (nur 225 Gramm) sowie 0,65 Liter (185 Gramm); alternativ für Experimentierfreudige eine Trinkflasche mit Wasserfilter (die von LifeStraw wurde als „beste Erfindung des Jahres“ vom Time-Magazin prämiert; noch zur Info: Leitungwasser in Spanien trinke ich i.d.R., bei Brunnen kommt es drauf an, steht „agua potable“ darauf, so ist es trinkbar, bei „no potable“ dementsprechend nicht; übrigens trägt der Outdoor-Pilgerführer dankenswerterweise kleine Brunnen-Symbole in der Wegbeschreibung an gegebenen Stellen)

Dieses Foto zeigt eine bpa-freie Trinkflasche, die man mit auf den Jakobsweg nehmen kann.

  • (Reise-)Kamm
  • Rasierer
  • Taschentücher
  • Sonnencreme
  • Notfall-Apotheke: Tabletten gegen Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit
  • *Vitamin(brause)tabletten oder ein Vitamin-Komplex
  • *Magnesium-Sticks zur Entlastung der Muskeln
  • *Nagelpflegeset (alternativ nur Reisetaschenmesser)
  • *Verhütungsmittel

Technische Ausrüstung (Schritt 3)

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  • Smartphone + Ladekabel + Powerbank (gegen Steckdosenüberbelegung in Herbergen)
  • *(Kabellose) Kopfhörer (falls du beim Laufen oder abends in der Herberge mal Musik oder ein Hörbuch hören möchtest per Bluetooth über dein Smartphone) oder MP3-Player (falls du sowas noch nutzt 😉 diesen kabellosen MP3-Player nutze ich, Testvideo hier)
  • *USB-Adapter
  • *Kindle eBook-Reader + Ladekabel (für <200 Gramm Gewicht hast du so nicht nur ein Buch, sondern Hunderte im Gepäck…; zum Lesen abends in der Herberge, falls du in der Nebensaison pilgerst oder gerne mal für dich bist, siehe dazu auch den Extra-Artikel; übrigens kannst du dir inzwischen auch bereits viele Pilgerführer als eBook auf den Kindle laden, zur Vorbereitung schön, für während dem Pilgern, wo viel hin- und herblättern zur Tagesordnung gehört, ziehe ich allerdings immer noch die gedruckte Variante vor)
  • *Kofferwaage (beim Packen den Rucksack in die Waage einhängen und das Gewicht checken; eine Orientierung bietet „nicht mehr als 10% des Körpergewichts“-Regel; für Anfänger schwer erfüllbar oft, aber sollte langfristig das Ziel sein; beachte, dass du dabei ein „Set“ Kleidung schon anhast; beachte auch die Gepäckmaße der Airlines; wenn du per Flugzeug anreist, musst du deinen Rucksack vermutlich aufgeben, da zu groß für Handgepäck-Maße)

Dies ist ein Foto, das die Gewichtsmessung eines Pilgerrucksacks mithilfe einer Kofferwaage zeigt.

  • *spanische SIM-Card (kannst du dort noch kaufen, je nach Handytarif sinnvoll oder auch nicht mehr inzwischen)
  • *Taschenlampe bzw. Stirnlampe (Tipp hier diese superleicht) für morgens & abends in der Herberge oder beim Pilgern in der Dämmerung
  • *Kamera + Ladekabel (Empfehlung die Sony Alpha 6000 oder das Handy nutzen für Fotos, was bei vielen Smartphones inzwischen auch gute Fotos liefert und gewichtssparender ist; übrigens, wie du lernst, richtig tolle Fotos zu machen, kannst du im schönen Foto-Online-Kurs bei meinen Fotografie-Blogger-Kollegen Jenny und Basti lernen)

Fotografieren lernen

Wertsachen & Papiere (Schritt 4)

  • Schlüssel (vll. bei einem Nachbarn oder Freund/Freundin deponieren, sonst schleppst du sie wochenlang mit dir herum & hast immer Sorge, sie nicht zu verlieren)
  • Portemonnaie
  • Personalausweis (Tipp: schicke dir selbst per Email vor der Reise Kopien vom Personalausweis etc., so hast du etwas zum Vorzeigen für den Fall der Fälle, dass du dein Portemonnaie verlieren solltest; wird nicht passieren, gibt aber ein gutes Gefühl)
  • Pilgerausweis (bekommst du u.a. für wenige Euro hier, siehe auch meinen Artikel mit den 10 wichtigsten Fragen zum Pilgerausweis)
  • Flugtickets (für die Recherche & günstige Flugpreise nutze ich die Seite Skyscanner)
  • Krankenversicherungskarte
  • Notfall-Rufnummern der Bank & Krankenkasse/Auslandsreisekrankenversicherung (z.B. bei der Hanse-Merkur)
  • Rufnummern + Adressen von Freunden (vll. magst du ja eine Postkarte schreiben und dann fällt einem die Adresse wieder nicht ein… :), übrigens sehr cool: inzwischen gibt es Dienstleister, die personalisierte Postkarten anbieten, die du mit eigenen Fotos versehen kannst, google ggf. mal)
  • Bargeld (besonders ratsam, falls du keine Kreditkarte hast, da Geldabheben dich dann jedes Mal kostet; ich würde nicht mehr als 250€ in bar mitnehmen)
  • EC-Karte
  • Kreditkarte (Meine Empfehlung: die kostenlose DKB-Kreditkarte – ideal zum Reisen, da weltweit gebührenfreies Abheben)

Sonstiges (Schritt 5)

Gängige Jakobsweg-Reiseführer gehören auch auf die Packliste

  • *Sprachführer (an gedruckten Büchern kann ich dir aus eigener Erfahrung den Mini-Reisesprachführer Spanisch empfehlen, auch der kleine Pilgersprachführer von Raimund Joos erfreut sich unter Pilgern Beliebtheit; alternativ gibt es inzwischen auch nützliche Apps als Gewicht-Sparmaßnahme anstelle von gedruckten Büchern, wie z.B. das bekannte Babbel, für eine Vertiefung ins Thema Spanisch für den Jakobsweg hier entlang; kurzgesagt: Spanisch ist hilfreich, insbesondere in der Provinz, du kommst aber auch mit Englisch durch, insbesondere in Städten und bei jüngeren Menschen; ich würde dir dennoch empfehlen, zumindest ein paar Happen Spanisch zu lernen; der portugiesische Jakobsweg läuft übrigens ca. zur Hälfte durch Spanien, zudem ist das Portugiesische dem Spanischen nicht unähnlich, weshalb du hier nicht gleich zwei neue Sprachen lernen musst :))

Spanisch sprechen erleichtert das Leben auf dem Jakobsweg

  • Tagebuch & Stift (für mich ein ganz wichtiges Packstück, um Erlebtes aufzuschreiben oder zu reflektieren)
  • Jakobsmuschel (als Symbol & Erkennungszeichen am Rucksack, falls sie dir zu schwer ist, es gibt auch kleine Anstecknadeln mit einem gelben Pfeil hier)
  • Sonnenbrille + Etui und ggf. Lesebrille
  • *Trekkingstöcke/Wanderstöcke (Ein beliebtes Diskussionsthema 🙂 meine Erfahrung und Meinung dazu: Es ist Geschmackssache, ich finde sie sind definitiv kein Muss, sondern ein „kann“; auf bergigeren Wegen wie dem nordspanischen Küstenweg oder Camino Primitivo definitiv eher ein wichtiger Gegenstand auf der Packliste als auf flacheren Jakobswegen wie dem Camino Portugues, du musst Vor- und Nachteile abwägen und bestenfalls selbst ausprobieren, was für dich das Stimmige ist, eine Auswahl von Trekkingstöcken findest du hier)

Dies ist ein Foto, das Trekkingstöcke zeigt.

  • Thermobecher (definitiv nur für Kaffee- &/oder Tee-„Freaks“, da ein paar Hundert Gramm mehr Gewicht im Gepäck dadurch; ich habe meinen geliebten Emsa-Thermobecher noch nicht in Spanien, aber bereits auf Tageswanderungen und mehrtägigen Wanderungen in Deutschland genutzt; es ist für mich einfach Genuss, in der Natur Pause zu machen und zu verweilen mit einem Kaffee, es gibt aber auch genug Bars auf dem Jakobsweg, sodass dies definitiv ein optionales Packstück ist)
  • Einige Zipplocktüten oder Zipplocktüten oder Mesh-Beutel zur Sortierung im Rucksack und als Schutz der Packstücke vor Nässe durch Regen, möglichst raschelfrei (du machst dir sonst keine Freunde frühmorgens oder spätabends in der Herberge), nutze vll. einen der Beutel auch für schmutzige Wäsche (mehr zu Zip-Beuteln hier)
  • *Wäscheleine
  • *Frischhaltedose (vll. mag dich der Gedanke an das zusätzliche Gewicht zunächst abschrecken, doch es kann sehr schön und erfüllend – plus nebenbei kostensparend – sein, unterwegs ein Picknick machen zu können und Käse, Wurst und Marmelade auf einem zuvor beim Bäcker gekauften Baguette zu „snacken“ (hierbei ebenfalls ein hilfreiches „Gadget“: das BPA-freie Lightmyfire-Kombinationsbesteck mit Messer, Gabel und Löffel in einem, siehe Foto), oder Obst und Nüsse; apropos: wenn du – wie ich – schon mal am Ende des Tages eine zerquetschte Banane in deinem Rucksack gefunden hast samt schöner Sauerei, wirst du ggf. auch über eine „Bananen-Box“ anfangen nachzudenken; es gibt aber auch auf dem Jakobsweg genügend Bars – je nach Weg mehr oder weniger (auf dem Francés mehr, auf dem spanischen Küstenweg teils weniger) – wo du einkehren und „bocadillos“ (belegtes Baguette) essen oder zum Mitnehmen kaufen kannst, sodass Frischhaltedosen nicht zwangsläufig auf deine Jakobsweg-Packliste gehören müssen)

Die ist ein Foto, das Energieriegel und Traubenzucker zur Verpflegung beim Pilgern zeigt.

  • *Notfall-Proviant (Energieriegel oder Traubenzucker: definitiv hilfreich, falls du mal einen sogenannten „Hungerast“ bzw. Energieeinbruch unterwegs haben solltest und die nächste Bar bzw. das nächste Dorf noch 5 Kilometer entfernt ist; unterzuckert läuft es sich nicht gut, Traubenzucker geht schnell ins Blut und gibt dir schnell wieder Energie (ähnlich Bananen, Nüsse brauchen länger), ich nutze gerne die klassischen Dextro Energy-Würfel oder auch ein flüssiges Dextro-Energy-Gel), was ich zudem auch sehr mag und oft dabei habe, besonders weil es so lecker schmeckt, sind die Energieriegel von Powerbar mit Hafer, Magnesium und Eiweiß (gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Achtung: mit Schokolade überzogen, schmilzt schnell im Sommer und in der Hosentasche, nicht direkt am Körper tragen))
  • *Nähset (für kl. Reparaturen z.B. am Rucksack)
  • *Sicherheitsnadeln
  • *Alu-Sitzkissen (wiegt unscheinbare 60 Gramm und steht fast am Ende dieser Packliste, ist für mich persönlich jedoch ein „Helfer“ geworden, für den ich schon oft sehr dankbar war: das faltbare Outdoor-Sitzkissen ermöglicht es dir, überall und zu jeder Jahreszeit in der Natur warm und sauber zu sitzen und Pause zu machen, für mich ein Muss!)
  • *Stein (beliebtes Ritual, (nur) falls du den Camino Francés gehst: am „Cruz de Ferro“ ablegen als Symbol für persönliche Last, die du loslassen möchtest)
  • Dein persönliches unverzichtbares Reiseuntensil/Glücksbringer: _______________________? 🙂

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Noch ein Hinweis: Wenn du meinen kostenlosen Newsletter zum Jakobsweg abonnierst, erhältst du als Bonus meine Packliste zum Ausdrucken & Abhaken als PDF-Download: Einfach auf das folgende Bild klicken:

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