Jakobsweg Packliste: Meine praxiserprobte, ultraleichte Pilger-Ausrüstung (+PDF)

Teile dies mit Freunden, die auch pilgern möchten:

Dies ist ein Foto, das ein Paar Wanderschuhe von der Jakobsweg-Packliste zeigt.Für deinen Traum vom Jakobsweg brauchst du neben Mut auch die richtige Ausrüstung und Packliste zum Pilgern.

Aktualisiert: August 2021

Ich war insgesamt über viele Monate unterwegs und bin mehr als 1.500 Kilometer in Spanien, Portugal und Deutschland gepilgert. Dabei hat sich die untenstehende Packliste für den Jakobsweg für mich als ideal herauskristallisiert.

Möchtest du die Einleitung überspringen & direkt zur Packliste? Klicke hier!

Die folgenden drei Punkte sind mit die wichtigsten Packstücke. Du solltest ihnen Aufmerksamkeit widmen. Zu jedem gibt es noch einen Vertiefungsartikel:

Zudem brauchst du natürlich einen Pilgerausweis. Über Updates zum Jakobsweg und meiner Ausrüstung halte ich dich hier gerne auf dem Laufenden:

Newsletter Jakobsweg

Infografik: 5 wichtige Packstücke für den Jakobsweg

Packliste Jakobsweg Infografik

Video: Meine Ausrüstung

Vorbemerkungen: Gewicht, Kosten, Struktur, Mentales

Leicht bis ultraleicht vom Gewicht her, günstig von den Kosten in der Anschaffung und dennoch qualitativ hochwertig: Die Ansprüche an eine Packliste sind hoch. Nicht umsonst ist sie daher auch der Kernpunkt deiner gesamten Jakobsweg-Vorbereitung.

Je nachdem, ob du im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter aufbrichst, variiert deine Packliste natürlich ein wenig. (Übrigens: Wenn du meinen kostenlosen Newsletter abonnierst,  bekommst du als Bonus die Packliste für den Jakobsweg auch als PDF  zum Ausdrucken & Abhaken zum herunterladen mit Detailänderungen für Sommer & Winter).

Die Prozess des Packens ist herausfordernd – loslassen ist angesagt

Wenn ich im Folgenden auf einzelne, spezielle Packstücke verweise, dann weil ich sie aus eigener Erfahrung oder der von Mitreisenden empfehlen kann.

Sobald ich meine Packliste verändere oder neue Ausrüstungsgegenstände getestet und für gut befunden habe, werde ich dies hier mit dir teilen. Die Packliste wurde zuletzt im Januar 2020 aktualisiert.

Über die Jahre immer leichter geworden – meine Camino-Packliste

Mit dieser Packliste bist du für den Jakobsweg 2020 und 2021 für jedes Wetter gerüstet, hast das Wesentliche bei dir und bist zudem auch noch leicht bis ultraleicht unterwegs – mein Rucksack wiegt inzwischen kaum mehr als 7 oder 8 Kilogramm (inkl. Verpflegung ) – und deiner sollte es auch nicht tun.

Besonders Pilger-Anfänger neigen dazu, viel zu viel mitzunehmen. Ich habe es auch getan, bis ich unter starken Nackenschmerzen schließlich unterwegs nochmal radikal aussortiert habe. Sieh das Vorbereiten mit der Packliste für den Jakobsweg auch als Gelegenheit, dich einmal bewusst zu fragen, was du wirklich brauchst (& mutig zu entscheiden, loszulassen!).

Es kann eine ungemein wohltuende Erfahrung sein, zu merken, dass man mit ganz wenig materiellen Dingen wunderbar auskommt und einem nichts fehlt! Und wenn, dann kann man dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch in Spanien auf dem Jakobsweg erwerben. Du bist nicht in der Wildnis.

Eine sorgfältig bearbeitete Packliste erleichtert die Pilgerreise.Doch zurück zur allgemeinen Packliste für den Jakobsweg! Die mit einem *-gekennzeichneten Packstücke sind optional bzw. Luxus.

Hier darfst du selbst entscheiden zwischen Luxus oder Verzicht. Doch bedenke: Du trägst den Rucksack mit deinem Gepäck einen Großteil des Tages auf deinem Rücken.

Weniger kann hier also mehr sein, denn ich habe gemerkt: Sobald der Rucksack 2 Kilo mehr als üblicherweise wiegt (weil ich noch das ein oder andere mitnehmen will), hört der Spaß für mich sofort auf. Diese 2 Kilo Unterschied machen sich bei mir sofort bemerkbar.

Hilfreiche Fragen für die Bearbeitung deiner Jakobsweg-Packliste

Zudem ist es natürlich auch eine Frage des Budgets und der Kosten:

  • Kann und will ich mir den ultraleichten Schlafsack für 300€ gönnen?
  • Den Ultraleicht-Rucksack Üla Ohm 2.0, den ich inzwischen nutze, für mehr als 200€?
  • Oder ist dies meine erste Pilgerreise und es reicht ein Schlafsack für 60-80€?
  • Weiß ich vielleicht noch gar nicht, ob ich später wieder pilgern werde und investiere vorerst in einen mittelleichten Rucksack?
  • Besitze ich vielleicht sogar noch einen?
  • Was brauche ich wirklich unterwegs?
  • Auf was könnte ich vielleicht mal verzichten?

Als Faustregel für deine persönliche Packliste zum Pilgern auf dem Jakobsweg gilt: Das Gewicht des gepackten Rucksacks sollte nicht mehr als 10 % des Körpergewichts betragen. Nun viel Spaß beim Ausrüsten & packen!


Jakobsweg Packliste für Frauen:

Im Wesentlichen unterscheidet sich die Jakobsweg Packliste für Frauen nicht so groß von der Packliste für Männer.

Natürlich gibt es bei der Funktionsunterwäsche Unterschiede. Auch stehen Frauen vor der Frage „Wandern in Leggings oder Wanderhose?“ und sie haben womöglich auch einen volleren Kulturbeutel dabei.

Doch die allermeisten Packstücke sind geschlechterneutral. Daher habe ich mich Anfang 2020 entschieden, die getrennten Packlisten zu einer gemeinsamen Packliste zusammenzuführen. Also nicht wundern, falls du die Frauen-Packliste vergeblich suchst.. 🙂

Übrigens: Hier noch ein Hinweis auf das eBook mit Interviews mit 15 alleingepilgerten Frauen:

Dieses Foto zeigt das Cover des eBooks Alleine als Frau auf den Jakobsweg

Frauen-spezifische Packstücke

Folgend ein paar ausgewählte Empfehlungen, die ich von Pilgerinnen bekommen habe:

Interessant ist an dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis: Es gibt speziell für Damen gemachte Trekking-Rucksäcke, die einen guten Ruf genießen, z.B. der Osprey Kyte 36 oder – etwas größer – der Kyte 46.

Nachhaltigkeit & Umweltschutz (auch für Männer)

Immer interessanter wird auch das Thema Nachhaltigkeit, und in diesem Zusammenhang nachhaltige Hygieneprodukte. 

(Das gilt natürlich für alle Menschen gleichermaßen, doch ich habe den Eindruck, dass Mädels hier oftmals die Vorreiter sind).

Hier zu ein paar Ideen dazu, die ich von Pilgerinnen aufgeschnappt habe (und als weiteren Lese-Tipp den schönen Artikel von Fräulein Draußen):

  • Bambus-Zahnbürste
  • Shampoo/Seife in fester Form in verpackungsfreien Supermärkten kaufen und im Döschen mitnehmen
  • Zum Klamotten-Waschen: Kernseife zum selber raspeln (1 EL pro Waschgang, auf dem Jakobsweg findest du ca. 2-3x/Woche eine Waschmaschine vor) oder am Stück (zur Vertiefung hier entlang)
  • Menstruationstasse als umweltfreundliche und praktische Alternative für Frauen

Übrigens: Apropos Nachhaltigkeit. Natürlich ist die Anreise zum Camino per Flugzeug leider wenig nachhaltig für die Umwelt. Ein Ausgleich wäre eine kleine Spende nach der Reise über die Plattform atmosfair.de – ein Tipp, den ich von Raimund Joos aufgeschnappt habe.

Sicherheit

Zum Thema Sicherheit auch noch ein paar Worte: Die meisten Pilgerinnen, die den Weg gelaufen sind, pflichten mir bei, wenn ich sage: Das Leben in der Großstadt ist mindestens genauso gefährlich wie der Jakobsweg.

Für die Beruhigung des Gewissens dennoch ein hilfreicher Begleiter kann der GPS-Satelliten-Notfall-Messenger Spot-Gen3 sein.

Er ermöglicht dir im Notfall – unabhängig vom Handyempfang – deinen Standort per GPS zu übermitteln und SOS zu senden. Echt cool ist auch die Funktion, voreingestellte „Alles okay bei mir“-Nachrichten per Tastendruck an ausgewählte Kontakte senden zu können.

Thema Diebstahlschutz: Hilfreich – allerdings eher für BackpackerInnen, die auch sonst viel in Hostels unterwegs sind, da auf dem Jakobsweg nicht wirklich notwendig – ist der Pacsafe. Er ermöglicht dir, deinen Rucksack plus Inhalt diebstahlsicher an festen Gegenständen anzuschließen. Tipp: Etwas größer kaufen als die Literzahl deines Rucksacks!


Meine Jakobsweg-Packliste

Doch nun zur eigentlichen Packliste.

Der Übersichtlichkeit halber ist die Packliste in 5 Schritte unterteilt:

  1. Kleidung & Co
  2. Hygiene & Gesundheit
  3. Technische Ausrüstung
  4. Wertsachen & Papiere
  5. Sonstiges

Das für dich passendste Equipment findest du durch Anprobieren und beraten lassen vor Ort beim Outdoor-Händler deines Vertrauens. Falls du Ausrüstung online ordern möchtest, empfehle ich dir die folgenden Shops (Affiliate-Links):

Kleidung & Co (Schritt 1)

Wanderschuhe

  • 1/2 bis 1 Nr. größer, da der Fuß beim Laufen tatsächlich größer wird
  • ich selbst bin inzwischen von meinen schweren Wanderstiefeln auf die deutlich leichteren Salewa MS Wildfire S GTX umgestiegen;
  • grundsätzlich sieht man auf dem Camino alle Arten von Wander-/Sportschuhen im Einsatz.
  • Die Schuhe sollten vorab mindestens 2, 3 Mal eingelaufen werden und nicht zu eng sitzen bzw. geschnürt werden.
  • Hirschtalgcreme zur Fußmassage morgens und abends hilft, Schuhe in den Pausen ausziehen ebenfalls.
  • Falls du beim Wandern/Gehen/Joggen auch vor der Reise schon mal Schmerzen im Fuß verspürt hast, solltest du das einmal checken lassen und dir ggf. Einlagen verschreiben lassen (kann Wunder wirken, weiß ich aus eigener Erfahrung)
  • Mehr zum Thema in meinem Überblicks-Artikel zu Wanderschuhen hier,
  • eine gute Auswahl an Wanderschuhen hat Globetrotter, auch leichte Trailrunningschuhe für Damen und Herren
  • auch bei Bergfreunde gibt es ein gutes Sortiment für Damen- und auch für Herren-Wanderschuhe

Meine Salewa Wanderschuhe

Rucksack

Ula Ohm 2 0 Rucksack breit

Schlafsack

  • so leicht wie möglich und mit so kleinem Packmaß wie möglich;
  • in den Herbergen gibt es i.d.R. Bettlaken und Kissen, doch einen Schlafsack solltest du dennoch mitnehmen;
  • unfassbar warmhalten muss er nicht, solange du nicht zeltest;
  • Daune hat den Nachteil, dass – wenn einmal nass – schwer trocknet;
  • ich habe ein Kunstfaser-Modell, den Deuter +5 Orbit und bin damit ganz zufrieden, gibt es auch speziell für Frauen,
  • weitere Schlafsäcke findest du u.a. bei Globetrotter und auch bei Bergfreunde sowie Decathlon im Shop

Schlafsack von mir

Trekkinghosen

  • am besten 2 Stück mitnehmen
  • diese speziellen Funktionshosen sind elastisch, bieten dir Bewegungsfreiheit und du schwitzt nicht übermäßig;
  • im besten Fall zipp-bare Wanderhosen, bei denen du die Beine „abmachen“ kannst per Reißverschluss;
  • im Sommer genügt eine kurze und eine lange Hose;
  • Tipp: Globetrotter bietet gute Trekkinghosen für Damen und auch für Herren,
  • ich habe meine von der ehemaligen Globetrotter Hausmarke Meru (inzwischen Frilufts)
  • Sehr günstige Wanderhosen bekommst du bei Decathlon

Trekkinghose mit zip off Möglichkeit

Wandersocken

  • 2-3 Paar mitnehmen
  • wichtig, dass es Wandersocken nicht und keine „normalen“
  • die speziellen Wandersocken vermeiden zu viel Reibung und zu starkes Schmitzen und somit Blasenbildung so gut wie möglich
  • viele Pilger schwören auf die Wrightsocks (siehe Foto) oder die Falke TK2
  • einen ausführlichen Artikel zum Thema gibt es auch: Wandersocken Test)
Wandersocken gehören zur Packliste

Wandersocken gehören zur Packliste

Regenjacke

  • absolut wichtig, eine gute Regenjacke mitzunehmen für eine mehrwöchige Fernwanderung;
  • beim Auswählen auf die Wassersäule achten, möglichst nicht unter 5.000;
  • Globetrotter hat ein gutes Sortiment für Damen-Regenjacken und Herren-Regenjacken,
  • ich hab meine von dort, sie ist von Marmot;
  • aber auch bei Bergfreunde gibt es eine große Auswahl an Regenkleidung
  • alternativ zur Jacke kann man auch auf einen Regenponcho ausweichen

Regenjacke von mir

Fleecejacke

  • Eine Regenjacke wärmt meist nicht gut, daher brauchst du auf jeden Fall noch etwas für über dein Funktions-Shirt, selbst im Sommer für abends: Ich habe mich für Fleece entschieden
  • Im Sommer nehme ich einen Fleecepulli mit,  in der Nebensaison im Frühjahr oder Herbst auch zwei Fleecepullis bzw. Jacken
  • Fleece hat den Vorteil, dass es kuschelig warm ist, zugleich leicht ist und auch schnelltrocknend
  • Fleecejacken und -pullis gibt es in verschiedenen Dicken: Ich habe einen dünneren 100er Fleece von Salewa und einen dickeren 200er Fleece von Northface
  • Ich habe meine Fleecepullis damals bei Globetrotter geholt, im Online-Shop gibt es separate Auswahl für Frauen und für Männer

100 Fleecejacke von mir

Funktionsshirts & Funktionsunterwäsche

  • 2-3 Funktionsshirts (nimm kein weiß als Farbe, wird dreckig, ich hab’s getestet ;)); auch Bergfreunde hat für Damen und Herren ein großes Sortiment; ich selbst trage auch gerne Funktionsshirts von Tchibo, die ähnlich günstig wie die von Decathlon sind
  • ggf. ein Longsleeve (= langarm)
  • 2-3 Funktionsunterhosen, wichtig, damit der Stoff nicht zu sehr an der Haut reibt und schwitzt; gibt es u.a. bei Bergfreunde (für Damen, für Herren), aber auch bei Amazon (für Damen und für Herren)
  • ggf. Funktionsunterwäsche bei kälterer Jahreszeit (ich habe Hose, Shirt und Longsleeve von X-Bionic getestet und bin mega begeistert: Weist den Schweiß ab, wärmt zugleich sehr)

Weiteres

  • Reisehandtuch (Tipp: Cocoon, siehe dazu meinen Reisehandtuch-Test)
  • Sonnenschutz (Kappe oder Hut)
  • Flipflops (oder Crocs alternativ): Für die Dusch- und Waschräume in den Herbergen, und evtl. auch für den Stadtrundgang abends
  • *Leichte Turnschuhe/Wandersandalen: Für abends zum Stadtrundgang; die Füße freuen sich über die Abwechslung, dein Rücken wird argumentieren, dass du für die eine Stunde des Tages lieber nochmal in die stickigen Wanderschuhe oder deine Flipflops/Crocs springen anstatt ein Zweitpaar Schuhe mitschleppen solltest; du entscheidest :))
  • *Isomatte: eigentlich nur wichtig, falls du auf dem Jakobsweg zelten möchtest; aber: solltest du zur Hauptreisezeit auf einem der beliebtesten Jakobswege unterwegs sein, kann es vorkommen, dass alle Betten einer Unterkunft belegt sind und man auf dem Boden schlafen oder weiterziehen muss. Eine Isomatte kann die Nacht in so einem Fall – ähnlich wie beim Zelten – erheblich verschönern. Dennoch: Jedes Gramm zählt, ich habe meine daher bisher noch nicht auf den Jakobsweg mitgenommen. Wenn eine, dann nur eine wirklich leichte, denn du hast genug anderes zu tragen. Die wohl beste ist die 370 Gramm ultraleichte Therm-a-Rest NeoAir Xlite (siehe Foto) (gibt es auch bei Globetrotter).

Dies ist ein Foto, das eine ultraleichte Isomatte für den Jakobsweg nach Santiago zeigt.

  • *Zelt: Auf dem Jakobsweg zelten kommt vermutlich für die wenigsten in Frage. Hier muss man Vor- und Nachteile abwägen. Du hast deutlich mehr Gewicht dabei, hast dafür aber viel mehr innere Freiheit und Leichtigkeit. Durch das Zelt und die Isomatte hast du vermutlich 2 Kg mehr zu tragen. Dafür entgehst du stickigen Herbergen und der Angst, kein Bett mehr zu ergattern. Du kannst im Garten der Herbergen zelten und so dennoch am „Pilgerleben“ teilhaben, oder auch in der freien Natur.
  • *Badehose (falls du den Küstenweg in Spanien oder Portugal gehst)
  • *Nylonstrümpfe (manche tragen diese unter den Wandersocken, um Blasen zu verhindern. Für Experimentierfreudige & Pilger, die zu Blasen neigen)

Hygiene & Gesundheit (Schritt 2)

Dies ist ein Foto, das Hygiene-Artikel für die Pilger-Packliste zeigt.

  • Ohropax Ohrenstöpsel (für alle, die bereits erfahren haben, dass es kaum was schlimmeres gibt, als eine Nacht wach zu liegen, weil der Zimmernachbar/die Zimmernachbarin schnarcht wie ein Bär/eine Bärin; kommt in den Schlafsälen der Pilgerherbergen leider vor…)
  • Trinkflasche: Entweder eine faltbare Trinkblase (z.B. diese BPA-freie) oder die schöne und leichte BPA-freie 720°DGREE-Trinkflasche aus Tritan, die ich selbst nutze (siehe Foto und mein Video dazu), gibt es u.a. in der Größe 1 Liter (nur 225 Gramm) sowie 0,65 Liter (185 Gramm); alternativ für Experimentierfreudige eine Trinkflasche mit Wasserfilter (die von LifeStraw wurde als „beste Erfindung des Jahres“ vom Time-Magazin prämiert; noch zur Info: Leitungwasser in Spanien trinke ich i.d.R., bei Brunnen kommt es drauf an, steht „agua potable“ darauf, so ist es trinkbar, bei „no potable“ dementsprechend nicht; übrigens trägt der Outdoor-Pilgerführer dankenswerterweise kleine Brunnen-Symbole in der Wegbeschreibung an gegebenen Stellen)

Dieses Foto zeigt eine bpa-freie Trinkflasche, die man mit auf den Jakobsweg nehmen kann.

  • (Reise-)Kamm
  • Rasierer
  • Taschentücher
  • Sonnencreme
  • Notfall-Apotheke: Tabletten gegen Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit
  • *Vitamin(brause)tabletten oder ein Vitamin-Komplex
  • *Magnesium-Sticks zur Entlastung der Muskeln
  • *Nagelpflegeset (alternativ nur Reisetaschenmesser)
  • *Verhütungsmittel

Technische Ausrüstung (Schritt 3)

Taschenbuch und ebookReader auf der Packliste

  • Smartphone + Ladekabel + Powerbank (gegen Steckdosenüberbelegung in Herbergen)
  • *(Kabellose) Kopfhörer (falls du beim Laufen oder abends in der Herberge mal Musik oder ein Hörbuch hören möchtest per Bluetooth über dein Smartphone) oder MP3-Player (falls du sowas noch nutzt 😉 diesen kabellosen MP3-Player nutze ich, Testvideo hier)
  • *USB-Adapter
  • *Kindle eBook-Reader + Ladekabel (für <200 Gramm Gewicht hast du so nicht nur ein Buch, sondern Hunderte im Gepäck…; zum Lesen abends in der Herberge, falls du in der Nebensaison pilgerst oder gerne mal für dich bist, siehe dazu auch den Extra-Artikel; übrigens kannst du dir inzwischen auch bereits viele Pilgerführer als eBook auf den Kindle laden, zur Vorbereitung schön, für während dem Pilgern, wo viel hin- und herblättern zur Tagesordnung gehört, ziehe ich allerdings immer noch die gedruckte Variante vor)
  • *Kofferwaage (beim Packen den Rucksack in die Waage einhängen und das Gewicht checken; eine Orientierung bietet „nicht mehr als 10% des Körpergewichts“-Regel; für Anfänger schwer erfüllbar oft, aber sollte langfristig das Ziel sein; beachte, dass du dabei ein „Set“ Kleidung schon anhast; beachte auch die Gepäckmaße der Airlines; wenn du per Flugzeug anreist, musst du deinen Rucksack vermutlich aufgeben, da zu groß für Handgepäck-Maße)

Dies ist ein Foto, das die Gewichtsmessung eines Pilgerrucksacks mithilfe einer Kofferwaage zeigt.

  • *spanische SIM-Card (kannst du dort noch kaufen, je nach Handytarif sinnvoll oder auch nicht mehr inzwischen)
  • *Taschenlampe bzw. Stirnlampe (Tipp hier diese superleicht) für morgens & abends in der Herberge oder beim Pilgern in der Dämmerung
  • *Kamera + Ladekabel (Empfehlung die Sony Alpha 6000 oder das Handy nutzen für Fotos, was bei vielen Smartphones inzwischen auch gute Fotos liefert und gewichtssparender ist; übrigens, wie du lernst, richtig tolle Fotos zu machen, kannst du im schönen Foto-Online-Kurs bei meinen Fotografie-Blogger-Kollegen Jenny und Basti lernen)

Wertsachen & Papiere (Schritt 4)

  • Schlüssel (vll. bei einem Nachbarn oder Freund/Freundin deponieren, sonst schleppst du sie wochenlang mit dir herum & hast immer Sorge, sie nicht zu verlieren)
  • Portemonnaie
  • Personalausweis (Tipp: schicke dir selbst per Email vor der Reise Kopien vom Personalausweis etc., so hast du etwas zum Vorzeigen für den Fall der Fälle, dass du dein Portemonnaie verlieren solltest; wird nicht passieren, gibt aber ein gutes Gefühl)
  • Pilgerausweis (bekommst du u.a. für wenige Euro hier, siehe auch meinen Artikel mit den 10 wichtigsten Fragen zum Pilgerausweis)
  • Flugtickets (für die Recherche & günstige Flugpreise nutze ich die Seite Skyscanner)
  • Krankenversicherungskarte
  • Notfall-Rufnummern der Bank & Krankenkasse/Auslandsreisekrankenversicherung (z.B. bei der Hanse-Merkur)
  • Rufnummern + Adressen von Freunden (vll. magst du ja eine Postkarte schreiben und dann fällt einem die Adresse wieder nicht ein… :), übrigens sehr cool: inzwischen gibt es Dienstleister, die personalisierte Postkarten anbieten, die du mit eigenen Fotos versehen kannst, google ggf. mal)
  • Bargeld (besonders ratsam, falls du keine Kreditkarte hast, da Geldabheben dich dann jedes Mal kostet; ich würde nicht mehr als 250€ in bar mitnehmen)
  • EC-Karte
  • Kreditkarte (Meine Empfehlung: die kostenlose DKB-Kreditkarte – ideal zum Reisen, da weltweit gebührenfreies Abheben)

Sonstiges (Schritt 5)

Gängige Jakobsweg-Reiseführer gehören auch auf die Packliste

  • *Sprachführer (an gedruckten Büchern kann ich dir aus eigener Erfahrung den Mini-Reisesprachführer Spanisch empfehlen, auch der kleine Pilgersprachführer von Raimund Joos erfreut sich unter Pilgern Beliebtheit; alternativ gibt es inzwischen auch nützliche Apps als Gewicht-Sparmaßnahme anstelle von gedruckten Büchern, wie z.B. das bekannte Babbel, für eine Vertiefung ins Thema Spanisch für den Jakobsweg hier entlang; kurzgesagt: Spanisch ist hilfreich, insbesondere in der Provinz, du kommst aber auch mit Englisch durch, insbesondere in Städten und bei jüngeren Menschen; ich würde dir dennoch empfehlen, zumindest ein paar Happen Spanisch zu lernen; der portugiesische Jakobsweg läuft übrigens ca. zur Hälfte durch Spanien, zudem ist das Portugiesische dem Spanischen nicht unähnlich, weshalb du hier nicht gleich zwei neue Sprachen lernen musst :))

Spanisch sprechen erleichtert das Leben auf dem Jakobsweg

  • Tagebuch & Stift (für mich ein ganz wichtiges Packstück, um Erlebtes aufzuschreiben oder zu reflektieren)
  • Jakobsmuschel (als Symbol & Erkennungszeichen am Rucksack, falls sie dir zu schwer ist, es gibt auch kleine Anstecknadeln mit einem gelben Pfeil hier)
  • Sonnenbrille + Etui und ggf. Lesebrille
  • *Trekkingstöcke/Wanderstöcke (Ein beliebtes Diskussionsthema 🙂 meine Erfahrung und Meinung dazu: Es ist Geschmackssache, ich finde sie sind definitiv kein Muss, sondern ein „kann“; auf bergigeren Wegen wie dem nordspanischen Küstenweg oder Camino Primitivo eher ein wichtiger Gegenstand auf der Packliste als auf flacheren Jakobswegen wie dem Camino Portugues, du musst Vor- und Nachteile abwägen und selbst ausprobieren, was für dich das Stimmige ist, eine Auswahl von Trekkingstöcken findest du z.B. bei Globetrotter und hier bei Amazon)

Dies ist ein Foto, das Trekkingstöcke zeigt.

  • Thermobecher (definitiv nur für Kaffee- &/oder Tee-„Freaks“, da ein paar Hundert Gramm mehr Gewicht im Gepäck dadurch; ich habe meinen geliebten Emsa-Thermobecher noch nicht in Spanien, aber bereits auf Tageswanderungen und mehrtägigen Wanderungen in Deutschland genutzt; es ist für mich einfach Genuss, in der Natur Pause zu machen und zu verweilen mit einem Kaffee, es gibt aber auch genug Bars auf dem Jakobsweg, sodass dies definitiv ein optionales Packstück ist)
  • Einige Zipplocktüten oder Zipplocktüten oder Mesh-Beutel zur Sortierung im Rucksack und als Schutz der Packstücke vor Nässe durch Regen, möglichst raschelfrei (du machst dir sonst keine Freunde frühmorgens oder spätabends in der Herberge), nutze vll. einen der Beutel auch für schmutzige Wäsche (mehr zu Zip-Beuteln hier)
  • *Wäscheleine
  • *Frischhaltedose (vll. mag dich der Gedanke an das zusätzliche Gewicht zunächst abschrecken, doch es kann sehr schön und erfüllend – plus nebenbei kostensparend – sein, unterwegs ein Picknick machen zu können und Käse, Wurst und Marmelade auf einem zuvor beim Bäcker gekauften Baguette zu „snacken“ (hierbei ebenfalls ein hilfreiches „Gadget“: das BPA-freie Lightmyfire-Kombinationsbesteck mit Messer, Gabel und Löffel in einem, siehe Foto), oder Obst und Nüsse; apropos: wenn du – wie ich – schon mal am Ende des Tages eine zerquetschte Banane in deinem Rucksack gefunden hast samt schöner Sauerei, wirst du ggf. auch über eine „Bananen-Box“ anfangen nachzudenken; es gibt aber auch auf dem Jakobsweg genügend Bars – je nach Weg mehr oder weniger (auf dem Francés mehr, auf dem spanischen Küstenweg teils weniger) – wo du einkehren und „bocadillos“ (belegtes Baguette) essen oder zum Mitnehmen kaufen kannst, sodass Frischhaltedosen nicht zwangsläufig auf deine Jakobsweg-Packliste gehören müssen)

Die ist ein Foto, das Energieriegel und Traubenzucker zur Verpflegung beim Pilgern zeigt.

  • *Notfall-Proviant (Energieriegel oder Traubenzucker: definitiv hilfreich, falls du mal einen sogenannten „Hungerast“ bzw. Energieeinbruch unterwegs haben solltest und die nächste Bar bzw. das nächste Dorf noch 5 Kilometer entfernt ist; unterzuckert läuft es sich nicht gut, Traubenzucker geht schnell ins Blut und gibt dir schnell wieder Energie (ähnlich Bananen, Nüsse brauchen länger), ich nutze gerne die klassischen Dextro Energy-Würfel oder auch ein flüssiges Dextro-Energy-Gel), was ich zudem auch sehr mag und oft dabei habe, besonders weil es so lecker schmeckt, sind die Energieriegel von Powerbar mit Hafer, Magnesium und Eiweiß (gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Achtung: mit Schokolade überzogen, schmilzt schnell im Sommer und in der Hosentasche, nicht direkt am Körper tragen))
  • *Nähset (für kl. Reparaturen z.B. am Rucksack)
  • *Sicherheitsnadeln
  • *Alu-Sitzkissen (wiegt unscheinbare 60 Gramm und steht fast am Ende dieser Packliste, ist für mich persönlich jedoch ein „Helfer“ geworden, für den ich schon oft sehr dankbar war: das faltbare Outdoor-Sitzkissen ermöglicht es dir, überall und zu jeder Jahreszeit in der Natur warm und sauber zu sitzen und Pause zu machen, für mich ein Muss!)
  • *Stein (beliebtes Ritual, (nur) falls du den Camino Francés gehst: am „Cruz de Ferro“ ablegen als Symbol für persönliche Last, die du loslassen möchtest)
  • Dein persönliches unverzichtbares Reiseuntensil/Glücksbringer: _______________________? 🙂

 


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71 Kommentare.

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  4. Pingback: Jakobsweg Vorbereitung: Packen als mentaler Prozess

  5. Ich würde gerne den Weg vo Porto aus gehen
    Was wäre die beste Reisezeit?
    Danke und ganz liebe Grüße von Regina Krones

  6. Wie ist es denn mit Drogeriemärkten und Toiletten unterwegs? Für frauliche Bedenken, denn man möchte die Dinge nicht die ganze Zeit mit sich herum schleppen..

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  13. Pingback: Warum es kein Wunder ist, dass der Jakobsweg 2018 einen Pilgerrekord markiert hat | Jakobsweg-Küstenweg

  14. Hallo,
    habe da eine Frage: Kann man den Küstenweg auch mit einem Hund gehen, sprich auch mit Übernachtung in den Herbergen. Dankeschön für die Antwort.

  15. Pingback: Jakobsweg im Sommer: 10 Tipps zum Pilgern bei Hitze | Jakobsweg-Küstenweg

  16. Moin miteinander,
    herzlichen Dank auch von meiner Seite für die Packlisten und deinen Blog generell. Ich war eine recht spontane Jakobsweg Pilgerin im November letzten Jahres und habe nix bereut! Der Weg war erst der Anfang von meinem Weg. Danke also für diese tolle Website, die mich ermutigt hat alleine loszutigern und ganz liebe Grüße an alle Pilger da draußen,
    Franziska

  17. Pingback: Pilgerstatistiken 2017 und Prognose für 2018 | Jakobsweg-Küstenweg

  18. Hallo Christoph,
    ich habe bei Globetrotter den Osprey Exos 38 Probe getragen. Super genial das Teil. Der Exos hat ein Eigengewicht von etwas über einem Kilo. Allerdings hat ein „lediglich“ ein Fassungsvermögen von 38 Litern.
    Komme ich damit auf dem Camino de Santiago aus? ich freue mich auf Deine Antwort.
    LG
    Jan

    • Hallo Jan
      Das kommt darauf an, wie viel du mitnehmen möchtest. Für die warme Jahreszeit empfehle ich die folgende Regel: Wäge deine Ausrüstung (ohne Rucksack und ohne Proviant und Wasser) und multipliziere das Gewicht in Kilogramm mit fünf. Dann erhältst du das benötigte Rucksackvolumen in Litern. Wenn der Rucksack tatsächlich 38 Liter fasst, dann solltest du 7kg problemlos darin unterkriegen können. Im Sommer kann das gut reichen. (Ich selber war im Winter mit 46 Litern auf diesem Weg unterwegs und mir hat das gereicht.)
      Gruss, Michael

  19. Hallo Bernd,
    war Dein Kommentar ernst gemeint?
    Du bist ein erwachsener Mensch und kannst selber entscheiden, welchem von Christophs Empfehlungen Du nachkommst.
    Ich für meinen Teil bin ihm sehr dankbar für die umfangreichen Ausführungen und Tipps in seinem Blog.

    Viele Grüße
    Andrea

  20. Warum empfiehlst du uns diese Kameras? wurde ja nicht mal begründet und meine Idee wäre, weil beide um die 500€ kosten und du, wenn wir auf die Links klicken 0,5% von unseren EInkäufen in den nächsten 3 Tagen bekommst? Ich habe natürlich alles gekauft, sogar beide Kameras, eine als Sicherheit und ich muss sagen, dass sich das wirklich gelohnt hat, falls mal die Batterie leer war. Die spanische Simkarte hat mir auch sehr geholfen, mit dem neuen EU-Roaming Gesetz. Also Danke für deine Empfehlungen, zum Glück habe ich damit 1,48kg Gewicht gespart und 2134€ mehr bezahlt, das hat sich ja mal wirklich gelohnt 😉

    Mit freundlichen Grüßen

  21. Hallo Christoph,
    ich will mir für den portugiesischen Jakobsweg eine Trinkblase bestellen. Reicht deiner Erfahrung nach 2 liter? Man kann ja sicher immer mal wieder nachfüllen…Ich gehe Ende August los, d.h. es wird noch heiß sein.
    Danke und liebe Grüße,
    Susanne

  22. Zahnpasta, Sonnencreme und alles andere was in Tuben, Plastikflaschen oder Behältern ist bekommt man in den großen Drogeriemärkten als „Probierpackungen. Unbedingt diese nehmen. Was leer ist kann entsorgt werden und mindert damit das Gewicht des Gepäcks. Das sind zwar nur Gramm aber Eure Schultern werdens Euch danken.

  23. mmh, kann garnicht glauben das Dein Rucksack bei der Packliste so leicht (7kg) ist. Ich habe weniger und bei allgemein leichten Materialien. Nur ein Zelt mehr, aber das wiegt 1,5 kg….Hier noch was zu den „verschissenen“
    Wer schon vorher annehmen muss unterwegs in der Natur sein Geschäftchen zu verrichten, der nimmt am besten eine kleine Klappschaufel ( http://www.outdoorfan.de/Mini-Schaufel-klappbar-mit-Tasche?gclid=COrhmrfi29QCFeYp0wodr2IO2A ) mit. So habe ich es auf meinen Paddeltouren in Schweden gelernt, kleines Loch buddeln,Geschäft, Loch zu -saubere Sache 😉

    • Allerdings gehört das Toilettenpapier dann eben nicht einfach ins Loch, sondern sollte entweder vor dem Einbuddeln verbrannt oder sonst mit genommen und dem nächsten Kehrichtbehälter zugeführt werden. Ich hatte auf meinem ganzen Camino immer ein paar dichte Plastiktüten in einem grossen Zip-Lock-Beutel dabei, um allfälliges Toilettenpapier fachgerecht entsorgen zu können. Zum Glück habe ich diese „Outdoor-Toilette“ aber gar nie benötigt. Irgendwie war ich immer zur rechten Zeit in der Nähe einer Toilette.

  24. Moin,
    ich habe auch vor, Mitte Mai bis Mitte Juni, den Jakobsweg zu laufen. Wie sieht es eigentlich mit den Schlafmöglichkeiten aus, kann man dort auch zelten und in der Natur schlafen ?

    • Hallo mmarkhardt. Auf dem Hauptweg (Camino Francés) halte ich das Zelten eher für problematisch. Es mag ganz selten die Möglichkeit geben, bei einer Herberge das Zelt aufzuschlagen, aber die Regel ist das nicht. Zudem sind rund 200’000 Pilger pro Jahr auf diesem Weg unterwegs. So ist auch das Schlafen in der Natur dort sicher nicht zu empfehlen. Die letzten Kilometer dieses Wegs sehen links und rechts des Wegs entsprechend auch ziemlich „verschissen“ aus. Auf dem Küstenweg (Camino del Norte) mag das fürs Zelten besser aussehen. Ich kann dann aber nur allen, die das tun, dringend empfehlen, absolut keinen Dreck zu hinterlassen und sich so dezent wie möglich in die Landschaft einzufügen. Andernfalls kann es leicht passieren, dass die Behörden mit der Zeit strenger kontrollieren und alles mehr regulieren als bisher. Bei bald 300’000 Pilgern, die pro Jahr in Santiago ankommen, kann man in den meisten Fällen kaum noch von unberührter Natur sprechen. Gruss, Michael

  25. Zwei kleine, aber sehr „erleichternde“ Tipps: Ich habe immer ein Stück Aleppo-Seife für Haut und Haar und einen superleichten Badeschwamm aus Nylon dabei. Die Seife ersetzt auch noch das Waschpulver. Es gibt auch eine super türkische Seife (Haci Sakir Lavanta). Die gibt es problemlos für wenig Geld in türkischen Supermärkten.

  26. Hallo Christoph,
    dein Blog ist sehr informativ und klärt unwissende Menschen super über alle möglichen Aspekte der Jakobswege auf und bündelt Informationen in einem wertvollen. Jedoch finde ich die Tatsache, dass es zwei verschiedene Packlisten gibt, eine für Männer und eine für Frauen, suspekt. Beim Vergleichen beider Packlisten fielen mir einige Unterschiede auf. Manche erscheinen sinnvoll zu sein, wie etwa unterschiedliche Unterwäsche und Hygieneartikel. Andere sind aber verwerflich, wie z.B. den Rasierer bei Frauen als „Muss“ zu kennzeichnen und bei den Männern mit Stern als „optional“ darzustellen. Auch benötigen Männer offensichtlich kein Deodorant und keine Haarbürste. Ebenfalls der Handspiegel ist auf der „Männerliste“ nicht vorzufinden. Gleichzeitig finden diese Gegenstände aber auch bei vielen Männern Verwendung.
    Es wäre schön, wenn dir auch mal überlegen würdest, was denn Menschen denken, die sich in keiner diesen beiden Kategorien wiederfinden. Welche Packliste sollen sie verwenden? Ist für sie der Rasierer optional oder ein Muss? Danke fürs Nachdenken.
    Liebe Grüße Alex

    • Hallo Alex, darauf möchte ich Dir gerne antworten. Sicherlich sind die Packlisten vom Christoph nicht als „in-Stein-gemeißelt“ zu verstehen und spiegeln seine Wahrnehmung der „Wichtigkeit“ bestimmter Gegenstände wider.
      Wenn Deine Wahrnehmung sagt, dass ein Rasierer für Dich wichtig ist, dann nehme ihn mit. Das gleiche gilt für den Handspiegel, Deodorant und die Haarbürste.
      Die Packlisten sind doch immer ein Anhalt und eine Anregung….. 😉

  27. Pingback: Faszination Jakobsweg: Tipps für deine Reise - Reiseblog BRAVEBIRD

    • Ich habe übrigens auf über 2000km Jakobswegen noch nie bei irgendjemandem einen PacSafe gesehen. Deshalb wusste ich zuerst auch nicht, was das ist… 😉

  28. Hallo 🙂 wir laufen in ein paar Tagen los, und ich hab in deiner packliste gesehen dass du einen pacsafe empfiehlst, ist das wirklich so notwendig?

    • Hallo
      Ich bin auch schon auf zahlreichen Jakobswegen unterwegs gewesen und weiss nicht, was ein PacSafe ist. Du siehst, die Empfehlung relativiert sich. 😉
      Gruss
      Michael

      • Ich habe gerade herausgefunden, was ein PacSafe ist. Das kann sicher nützlich sein, allerdings folge ich diesbezüglich einer anderen Strategie. Ich wurde zuhause noch nie bestohlen, wenn ich unterwegs war. Also mache ich das auf einer Pilgerreise genau gleich. Ich lasse selbstverständlich meine Wertsachen nicht offen herumliegen, aber ansonsten verhalte ich mich genau wie zuhause auch, trage das Portemonnaie am gewohnten Ort, etc. So bin ich viel entspannter, als wenn ich zahlreiche ungewohnte Gegenstände zur Aufbewahrung meiner Wertsachen koordinieren muss. Dabei werde ich nur nervös und angespannt – und strahle diese Anspannung dann auch aus. Nein, da gehe ich das alles lieber ganz entspannt an und mache mir das Leben nicht unnötig schwer.

  29. Hallo lieber Christoph! Ich werde im September meine erste Pilgerreise nach Santiago antreten und soweit habe ich alles besorgt und gekauft. Allerdings habe ich noch keine Treckingstöcke. Brauche ich welche ? Und wenn ja welche sind zu empfehlen?

    Liebe Grüße Nadja

    • Viele Menschen finden Trekkingstöcke nützlich, weil sie den Körper entlasten (respektive einen Teil der Last von den Beinen direkt auf den Oberkörper verlagern, weil sie die Arme beschäftigen, weil sie den Geh-Rhythmus unterstützen, weil sie beim Überqueren von Bächen respektive bei schwierigen, glitschigen Wegpassagen dabei helfen, das Gleichgewicht nicht zu verlieren, weil sie einem in den Aufstiegen zusätzlichen Schub verleihen und in den Abstiegen die Knie entlasten sollen. Viele empfehlen aber auch, die Stücke nicht immer zu nutzen, sondern sie zwischendurch auch mal „wegzulegen“ (respektive am Rucksack zu befestigen). Aus meiner Sicht ist deshalb wichtig, leichte Stöcke zu haben (meine wiegen rund 280g das Paar, das ist extrem leicht!). Du kannst es aber auch mal ohne Stöcke versuchen. In allen etwas grösseren Ortschaften gibt es Trekkingstöcke für wenig Geld (€20-30) zu kaufen (die wiegen dann allerdings mehr: rund 500-600g das Paar).

      Buen Camino, Michael

      • Hallo Michael, hast du mir vielleicht auch noch einen guten Tip für leichte Trekkingstöcke? Ich denke auf den ersten 200 km machen sie durchaus Sinn. Die Komperdell C3 Carbon Power Lock Compact bekommt man schon für 75 €. Welche Stöcke wiegen nur 280 Gramm?
        Grüße Markus

      • Hallo Markus
        Kai Sackmann („Sacki“) hat dieses Wochenende die Fizan Compact empfohlen (Video ist auf YouTube zu finden). Die wiegen etwas um die 330g das Paar und sind relativ günstig. Die passen vermutlich auch gut IN den Rucksack, falls das für die Reise (z.B. Flugzeug) wichtig sein sollte.
        Meine sind zweiteilig und entsprechend ist das Packmass ungünstig. Auch muss man beim Mechanismus ein paar Tricks kennen: Er hält zwar sehr gut, aber manchmal lässt er sich nicht zudrehen. Wenn man das Prinzip verstanden hat, ist das Problem aber einfach zu lösen. Leider sind sie sehr teuer, zumal man sie in den USA bestellen muss. Es sind die LT4(S) von Gossamer Gear. Aber ohne die kleinen Tellerchen wiegen sie gerade mal 264g das Paar. Man merkt kaum etwas von ihnen und am Rucksack befestigt, belasten sie auch diesen kaum. Ich habe sie mir für den Jakobsweg geleistet und war inzwischen auch noch mit ihnen auf dem GR10 in den Pyrenäen. Dort hätte ich nicht ohne Stöcke unterwegs sein wollen, da das Gelände auch mal schwierig oder sogar streckenweise schlammig war. Auf dem Jakobsweg gibt es – je nach Wetter – auch mal schwierige Passagen, aber im Grossen und Ganzen ist der Hauptweg (Camino Francés) kein Problem.

  30. Hallo Christoph,

    die Packliste hört sich gut an! Ich möchte ab April den Küstenweg gehen und bin noch etwas unsicher, wieviel bzw eher, wie lang meine Kleidung sein muss. Die typischen Packlisten beinhalten ja meist zwei Tshirts…aber ich gehe mal davon aus, das ich eher in langärmlig und Zwiebelschicht unterwegs sein werde… (>_<)
    Wie kalt/warm war es auf deinem Küstenweg im März, hast du da überhaupt jemals ein Tshirt getragen? Sonst beschränke ich mich glaube ich doch eher auf Longsleeves plus Fleece und Softshell…

    Wie ist deine Erfahrung? Und hat es sehr viel geregnet?
    Danke fürs "Erfahrung teilen"!

    • Hi Lena. Das kann schnell wechseln an der Küsten. Beim Laufen kann es warm werden und Tshirt-Wetter. Früh morgens oder abends kann es richtig frisch und windig werden. Daher nimm vll. 2 tshirts plus longsleeve. dazu hatte ich ein bis zwei fleecejacken. zwiebellook ist immer hilfreich. ich hatte glück mit dem wetter und regen, aber ja, kann schon vorkommen. also auch fokus auf gute regenkleidung! lg ,christoph

    • Ich trage als unterste Schicht ohnehin immer ein T-Shirt (Kunstfaser / Merino), somit habe ich immer T-Shirts dabei. Wenn du noch etwas Gewicht sparen möchtest: Eine Softshell ist im Vergleich zur Wärmeleistung, die sie bietet, meist eher schwer. Viele Leute kombinieren deshalb eine Primaloft-/Coreloft-Jacke mit einer leichten (aber dichten!) Regenjacke. Ist es warm: Regenjacke direkt über das Longsleeve oder das T-Shirt, ist es eher kalt, Primaloft-Jacke unter der Regenjacke tragen. Ich war im Dezember 2014 auf dem Camino Francés. Es war bis -4°C kalt (León). Zum Wandern hatte ich meine Coreloft-Jacke aber nie an, da wäre mir zu warm geworden; so habe ich sie nur in den Pausen und am Abend genutzt, bei ungeheizten Unterkünften auch mal nachts. ZUm Wandern habe ich meist getragen: Kunstfaser-T-Shirt, Merino-T-Shirt, Merino-Longsleeve und Regenjacke, bei starkem Regen zusätzlich noch den Regenponcho über alles drüber, auch zum Schutz des Rucksacks. Wenn du deine Softshell-Jacke gerne trägst, so nimm sie ruhig mit. Eine gute Softshell transportiert mehr Feuchtigkeit nach aussen als die meisten Primaloft-Jacken, die aus recht dichtem Stoff gearbeitet sind. Du musst ja letztlich deine ideale Kleidungs-Kombination finden. Ich wollte dir vor allem etwas die Angst vor dem Frieren bei Bewegung nehmen. In den Pausen kann es dann aber schon mal recht kalt werden. Wenn du weisst, dass du schnell frierst, dann nimm besser ausreichend warme Kleidung mit. Im Notfall kannst du etwas nach Hause schicken oder natürlich auch etwas unterwegs zukaufen.

  31. Pingback: Jakobsweg Vorbereitung: Packen als mentaler Prozess | Jakobsweg-Küstenweg

  32. Hi, wir sind gerade zurück vom Camino Francés. Hier ein paar aktuelle Anmerkungen zum Thema Gewicht.
    1. Wozu Wäscheklammern, wenn man Sicherhetsnadeln dabei hat?
    2. Rucksack – Es gibt hervorragende Rucksäcke, aber die aus dem Globetrotter-Standardangebot wiegen meistens auch relativ viel. Wir haben von http://http://www.trekking-lite-store.com/ (deutscher Händler für Ultra-lite-trekking) den Üla CDT (ca 40 l, wirklich nur 640g Gewicht). Ja, der hat nur ein großes Fach, eine Vorder- und zwei Seitentaschen. Ja, der hat keine „Rückenbelüftung“ (funktioniert die bei anderen Rucksäcken?). Aber bei „dem bisschen Kram“, dann vielleicht noch in drei, vier leichten Packsäcken (bitte keine Plastiktüten, die rascheln) verstaut, ist das Ein- und Auspacken selbst im Dunkeln kein Problem.
    3. Eigentlich braucht man auf dem Camino kein Handy, aber es gehört eben mittlerweile doch dazu. Aber wozu braucht man dann einen MP3-Player, einen Kindle-Reader? Das kann das Handy doch auch. Eine Kamera alternativ zum Handy ist nur empfehlenswert, wenn man Wert auf wirklich bessere Fotoeigenschaften legt und wenn man die an seiner Kamera auch bedienen kann, sonst tut´s das Handy eben hier auch. Wichtiger ist die Powerbank (nicht zu groß!), da es in den Herbergen häufig Steckdosenmangel gibt.

    • Hi Gero,
      danke für deine Erfahrungen!
      Ja, den Store, den du beschreibst, hab ich kürzlich auch entdeckt und mir notiert für den nächsten Rucksack. Die Preise sind was höher, aber wenn der Rucksack dafür nur halb so schwer ist, ist es das definitiv wert, zumindest für Outdoor-Freunde, die öfters unterwegs sind. Das seh ich auch so.
      Zum Thema Elektronik: Da hast du natürlich Recht. Wer ein Iphone o.ä. besitzt, kann sich Mp3-Player oder Kindle natürlich sparen, da es integriert ist. Dafür hast du aber halt auch Internet und solche „Verlockungen“ ständig um dich.
      Wer noch (oder bewusst) mit einem „alten Knochen“ von Handy unterwegs ist, um vll. bewusst auf Internet und die ganzen Ablenkungen zu verzichten, kann aber schon erwägen, einen Kindle oder Mp3-Player zusätzlich mitzunehmen, finde ich. Ist natürlich alles Geschmackssache.
      Ich bin bislang ohne Powerbank ausgekommen (auch da ich gern in der Nebensaison und auf Nebenwegen unterwegs bin, wo Steckdosenmangel zum Glück noch nicht zur Tagesordnung gehört :-)).
      Lg, Christoph

    • Ich persönlich würde einen solchen Rucksack, vorausgesetzt ich kennen meine Grösse und weiss, dass er passt, direkt aus den USA kommen lassen. Mit meinem Gorilla von GossamerGear habe ich das so gemacht und der hat mich inzwischen auf über 2’500km Caminos und Wanderungen begleitet. Die Leute von ULA sind übrigens mit Tarptent verlinkt: Dort gibt es hochwertige und sehr leichte abgespeckte Zelte, die für die Fernwanderungen in den USA sehr beliebt sind. Einfach, falls jemand mit dem Zelt auf den Jakobsweg gehen möchte. Die Tarptents haben durchaus auch Camino-Erfahrung: http://www.tarptent.com/gallery.html (runterscrollen oder nach „Spain“ suchen).

  33. Hallo Christoph,
    ich plane für nächsten Mai meine erste Pilgerreise auf dem Caminho Portugues.
    Aktuell bin ich auf der Suche nach meinem idealen Rucksack für die 235 km 🙂
    (oder später auch noch weitere Pilgerreisen, mal sehen ;-))
    Welche Größe kannst du empfehlen? Viele Grüße, Catharina

    • Hi Catharina, 40 l sind sicher ein guter Mittelwert. Meiner hat 70 l Fassungsvermögen, aber soviel brauchst du definitiv nicht. Der Vorteil von 40 l oder weniger ist, dass du gar nicht erst die Chance hast, viel zu viel Sachen mitzunehmen.. 🙂 lg Christoph

      • Hi Christoph, danke für deine Antwort. Ich hatte heute im Trekking-Laden einen Deuter mit 38 Liter auf dem Rücken und war begeistert. Der wirds dann wohl auch 🙂 LG Catharina

  34. Hallo Christoph, ich werde den Küstenweg in einem Monat starten. Kannst du mir noch bezüglich Auslandskrankenversicherung einen Tipp geben? Liebe Grüße und vielen Dank!

  35. Hallo Christoph, würde gerne hören welchen Sprachführer du nennen würdest. bin 69 Jahre alt, und verfüge sein einem monat über ein smartphon. ist es auch denk bar, dass es entspr. Apps gäbe. wäre für Tipps dankbar.
    Atleia
    Roland

    • Hi Roland, mit entsprechenden Apps kenn ich mich nicht so aus, ich versuche Technik auf ein Minimum zu reduzieren unterwegs. Ich empfehle den Langenscheid Sprachführer, da ist laut Beschreibung inzwischen auch der eBook-Download inklusive. Sprich, du könntest es auch auf deinem Kindle oder Handy mit App lesen ohne das gedruckte Buch. LG Christoph

      • Hi,

        ich nutze hierfür die App Dict.cc hier kann man sich die gewünschten Wörterbücher einfach auf’s Handy laden und hat diese dann auch offline verfügbar. War schon einige Male sehr praktisch, aber man hängt halt (auch) am Akku…

        Ich hoffe, das hilft…

    • Hallo Roland, ich habe gute Erfahrungen mit der Gratis-App „Google Übersetzer“ gemacht. Da kannst du dir sogar schon einige Standard-Sätze vorbereiten und eine Sprachausgabe gibt es auch. Wenn du das Handy ins Querformat drehst, sieht man die Übersetzung formatfüllend.

  36. Hallo Christoph, zum Thema Wäscheleine: Es gibt welche aus Gummi, bei denen man keine Klammern braucht. Echt praktisch und spart wieder ein paar Gramm. Ich laufe die Via de la Plata – sehr heiss und lange Etappen. Da ist Gewich ein wichtiges Thema.

    • Ich verwende als Wäscheleine rund 7m der 1.25mm Z-Line (http://zpacks.com/accessories/spectra_cord.shtml). Mit 1g pro Meter (7g für die Wäscheleine) und einer Bruchlast um 90kg ist die unschlagbar leicht und stark. Ich habe sie seit Jahren fix in meinem Rucksack dabei. Sie lässt sich auch sehr gut knoten. Ich nutze nur bei Aufkommen von Wind „Wäscheklammern“ (die Klammern zum Verschliessen angebrochener Packungen), man könnte aber auch einfach für jedes Wäschestück einen sich selbst zuziehenden Knoten in die Schnur knoten und damit die Wäsche sicher befestigen.

  37. Gute Packliste.
    Nach meiner Erfahrung auf den Jakobswegen würde ich die Sicherheitsnadeln nicht als optional einstufen, sondern als wichtiges Utensil. Wiegen fast nichts, nehmen keinen Platz weg und können soooo extrem wichtig sein. Das weiß mensch dann aber erst, wenn sie wirklich gebraucht werden. 🙂

    • Ich habe zwar jeweils eine Sicherheitsnadel in meinem Reise-Nähset, habe diese aber unterwegs noch nie gebraucht (das Nähset hingegen schon!). Ich verwende viel lieber die Klemmverschlüsse für angebrochene Packungen. Sie eigenen sich,
      – um angebrochene Verpackungen (z.B. Studentenfutter, Dürrobst) sicher zu verschliessen
      – um Wäsche zum Trocknen an der Wäscheleine oder am Rucksack zu befestigen
      Nur beides gleichzeitig geht nicht. 😉

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