Jakobsweg-Rucksack

Jakobsweg-Rucksack finden: Was ist der perfekte Rucksack für den Jakobsweg? Worauf sollte ich beim Kauf achten? Erfahrungen & Tipps.

Jakobsweg Rucksack: Auf der Suche nach dem perfekten Rucksack

Die Frage nach dem „richtigen“ Jakobsweg- Rucksack kommt immer bei der Vorbereitung auf das „erste Mal“. Das war bei mir auch nicht anders. Inzwischen durfte ich mehrere Jakobswege bewandern und bin über 1.500 Km gepilgert.

Rückblickend kann ich sagen: Viel wichtiger als die Frage welcher Rucksack der richtige ist, ist nämlich, dass du überhaupt losgehst. Natürlich spielt der Rucksack beim Pilgern eine Rolle und man kann hier einiges richtig und einiges weniger richtig machen.

Doch letztlich ist es nicht soo wichtig, was für einen Rucksack du hast (solange es kein Koffer ist, kein Rucksack mit Rollen, er sich bequem anfühlt, und nicht zu schwer ist wie der auf dem Foto oben 😉 ).

Ich selbst bin z.B. meine ersten Pilgertouren mit einem Adventuridge-Rucksack von Aldi (Preis damals: 35 €) losgezogen. Das möchte ich vorweg nehmen, um dir den Stress zu nehmen, dass du jetzt sofort „den perfekten“ Jakobsweg-Rucksack finden musst. Quatsch.

Tipps zur Rucksack-Größe, Liter-Zahl & dem richtigen Packen

Aber nimm dir dennoch 5 Minuten Zeit und lies, was ich aus meinen Pilgerreisen zu dem Thema gelernt habe, denn schaden kann das nicht 🙂 :

Wie viel Liter sollte der Rucksack wiegen?

So lautet meist die erste Frage. Eine gute Zahl für die Jakobsweg-Rucksack-Größe ist +/- 40 Liter. Es gibt (wenige) Pilger, die es schaffen, sich mit 30 Liter-Rucksäcken zu begnügen. Und es gibt Pilger wie mich, die mit deutlich größeren Rucksäcken unterwegs sind. Aber ein idealer Mittelwert sind um die 40 Liter.

  • Der Nachteil an einem Rucksack mit beispielsweise 70 Liter Größe ist a)dass du in Versuchung gerätst, viel zu viel mitzunehmen, weil eben so viel Platz im Rucksack ist und b)dass der Rucksack alleine schon knapp 2 Kilogramm wiegt, was nicht so sonderlich hilfreich ist, da beim Pilgern jedes Gramm zählt, wie man sagt.
  • Falls du es tatsächlich schaffst, alles in einen kleinen und leichten Rucksack zu bekommen, kannst du den unter Umständen sogar als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen. Lies dazu auf jeden Fall die Bestimmungen der jeweiligen Airline für die Handgepäck-Größe nach.

    Wie viel Gewicht sollte der Rucksack haben?

Zum Gewicht kann man sagen, dass der gepackte Rucksack am Ende nicht mehr als 10 % des Körpergewichts wiegen sollte. Das ist ebenfalls eine Regel, an der du dich orientierten solltest. Nicht vergessen: Eine Schicht Kleidung trägst du ja bereits beim Start, die brauchst du dann nicht mit zu berechnen beim Wiegen und Probepacken.

Übrigens empfehle ich dir das Probepacken sehr, da allein das schon ein mentaler Prozess sein kann, der herausfordert und Zeit braucht. Sich von Dingen zu trennen und zu entscheiden, was einem wirklich wichtig ist, ist nicht einfach. Zudem sparst du dir unnötigen Stress, wenn du das Probepacken und Wiegen bereits vorab und nicht erst am letzten Abend machst. Eine Packliste zur Orientierung findest du ebenfalls auf meinem Blog hier.

Jakobsweg Rucksack: Die richtige Größe & Liter-Zahl finden

Worauf sollte ich noch achten?

Der Rucksack sollte gut an deinem Körper sitzen. Mach dir klar, dass du ihn einen Großteil des Tages auf deinem Rücken trägst. Hilfreich dafür ist, wenn er einen angenehmen und gepolsterten Hüft- und Schultergurt hatAuch ein Tragesystem, das höhenverstellbar und somit auf deine Größe anpassbar ist, sollte der Rucksack im Idealfall haben.

Ein weiterer Pluspunkt sind viele Außentaschen am Rucksack, sodass du beim Pilgern schnell an deine Wasserflasche oder den Müsliriegel kommst, ohne jedes Mal den Rucksack absetzen zu müssen. Eine Extratasche für deinen Schlafsack ist ebenfalls ein Pluspunkt, denn das hilft dabei, den Inhalt „organisiert“ zu halten.

Jakobsweg-Rucksack richtig packen

Zum Thema den Jakobsweg-Rucksack richtig packen kann ich sagen: Schwere Sachen nach unten und Gegenstände im Rucksack möglichst „gruppieren“ durch große zippbare-Tüten (gibt es in verschiedenen Größen z.B. hier). Ich fasse z.B. Sachen fürs Bad, Elektroniksachen, Bücher- & Schreibutensilien sowie „den Rest“ in einzelne Gruppen und Tüten zusammen. So hast du später beim Pilgern oder in der Herberge alles schnell zur Hand und musst nicht den ganzen Rucksack ausleeren, um an dein Duschgel zu kommen beispielsweise.

Jakobsweg: Rucksack-Empfehlungen

Im Folgenden möchte ich dir ein paar Rucksäcke zeigen, die sich auf dem Jakobsweg bewährt haben und von vielen Pilgern genutzt werden. Teste den Rucksack auf jeden Fall mit Gepäck und der oben erklärten 10%-Regel, entweder vor Ort beim Outdoorhändler oder Zuhause, falls du online bestellst, und mache ggf. von deiner Rückgabegarantie Gebrauch, falls der gepackte Rucksack sich nicht gut anfühlt.


Nr.1: Deuter ACT Lite 40+10

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Der Deuter ACT Lite 40+10 ist ein bewährter Rucksack zum Pilgern und Trekking. Ich selbst habe ihn noch nicht genutzt, doch weiß von einigen Pilgerfreunden, die ihn nutzen und voll zufrieden sind. Eine doppelte Polsterung und ein gut gemachtes und individuell verstellbares Tragesystem sprechen für diesen soliden Marken-Rucksack.

Mit seinem Fassungsvermögen von 40 Litern plus 10 Litern Außenfassungsvermögen ist dieser Deuter-Rucksack „genau richtig“, nicht zu klein und nicht zu groß, und vielleicht auch daher in Pilgerkreisen beliebt. Wenn er gut an deinem Körper liegt, kannst du mit dem Deuter ACT Lite 40+10 definitiv nichts falsch machen.

Der Deuter ACT Lite 40+10 im Detail:

  • Volumen: 50 Liter
  • Gewicht: 1670 Gramm
  • Preis: ca. 150 €

->> Hier kannst du den Deuter ACT Lite 40+10 bestellen


Nr.2: Osprey Porter 46

Jakobsweg Rucksack: Osprey Porter 46

Ein ganz heißer und aktueller Tipp ist der Osprey Porter 46. Dieses neue Modell vom bekannten Rucksack-Hersteller Osprey punktet mit viel Volumen (46 Liter) bei wenig Gewicht (exakt 1,0 kg hat mein Blogger-Kollege Armin in seinem empfehlenswerten Testbericht auf Wunsch von mir nachgemessen).

Doch damit nicht genug: Der Osyprey Porter 46 hat noch ein großes Plus: Er ist handgepäckstauglich. Aufgrund seiner Maße (genügend groß, aber nicht zu groß) lässt er sich gerade noch so als Handgepäcksrucksack durchgehen. Damit erfüllt er ein Kriterium, das immer wieder nachgefragt wird. Denn viele Pilger würden gerne ihren Rucksack direkt mit in den Flieger nehmen.

So spart man sich nicht nur das Aufgeben des Gepäcks und anschließende Erwarten nach dem Landen, sondern auch die Ungewissheit, ob der Rucksack wirklich mit an Bord ist oder versehentlich falsch verfrachtet (alles schon vorgekommen).

Der Osprey Porter 46 im Detail:

  • Volumen: 46 Liter
  • Gewicht: exakt 1,0 Kilogramm
  • Preis: ca. 98 €

->> Hier kannst du den Osprey Porter 46 bestellen


Nr.3: ÜLA CDT

Üla Rucksack beide Fotos

Nachdem ich, wie oben beschrieben, meine ersten Touren mit einem 35€-Aldi-Rucksack mit 1,8 Kg Eigengewicht (übrigens sehr erfolgreich) bestritten habe, bin ich dann mit der Zeit natürlich doch etwas professioneller geworden, was das Packen und Ausrüsten anging. Sprich: Ich wollte noch mehr Gewicht sparen und endlich nah an die 10%-Regel herankommen.

Beim Packen, Ausmisten und Minimieren meiner Ausrüstung fiel mir dann bald plötzlich wie Schuppen von den Augen die Erkenntnis: Die Ausrüstung ist top gewichtsreduziert, doch der Rucksack an sich ist einfach viel zu schwer!

Daraufhin begann ich mich etwas in das spannende Thema Ultraleicht-Trekking einzulesen (Buchempfehlung hier, auch hilfreich das Ultraleicht-Trekking-Forum hier). Ich war erstaunt, als ich auf die Ultraleicht-Rucksäcke aus der ULA-Familie, sowie von Gossamer Gear & Co. stieß und ausrechnete, dass ich mit solch einem Rucksack-Tausch alleine mehr als 1 Kg sparen konnte!

Denn die Ultraleicht-Rucksäcke, wie der oben abgebildete ÜLA CDT wiegen zwischen 600 und 900 Gramm in der Regel – ein verdammt guter Wert, besonders verglichen mit meinem ersten Rucksack von 1,8 Kg Eigengewicht. Meine nächste Anschaffung wird daher auch ein Ultra-Leicht-Rucksack sein.

Wenn du meine Meinung dazu hören möchtest: Nein, ich finde nicht, dass du so einen ultraleichten Rucksack definitiv brauchst. Ich bin auch lange gut ohne gepilgert. Und mit Preisen von 200 bis 280 Euro sind diese Rucksäcke zudem auch alles andere als Geld-schonend – abgesehen davon, dass sie bei uns in Deutschland zusätzlich oftmals schwer zu bekommen sind, da die besten Hersteller in anderen Ländern sitzen. Wenn du aber, wie ich, viel und öfters wandern oder pilgern gehst, wirst du irgendwann vielleicht auch von selbst an den Punkt kommen, dass es dir wert ist, so viel Geld zu investieren, um dauerhaft mit weitaus weniger Gewicht auf dem Rücken über diese schöne Erde zu spazieren – und dann könnte das Thema interessant werden.

Der ÜLA CDT im Detail:

  • Volumen: 53 Liter
  • Gewicht: 640 Gramm
  • Preis: 199€

->> Hier kannst du den ÜLA CDT bestellen.


Nicht vergessen: Regencover

Nicht vergessen solltest du auch ein Regencover für den Rucksack, und zwar in der entsprechenden Liter-Größe, sodass das Raincover auch komplett über den Rucksack passt.

Wenn du eines der oben vorgestellten Produkte kaufst, erhalte ich eine kleine Provision dafür. Du unterstützt damit also direkt diesen Blog und zahlst natürlich keinen Cent mehr. Ich empfehle nur Produkte, bei denen ich oder zuverlässige Pilgerfreunde von mir auch wirklich dahinterstehen.

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35 Gedanken zu „Jakobsweg-Rucksack

  1. Pingback: Jakobsweg Vorbereitung: Packen als mentaler Prozess | Jakobsweg-Küstenweg

  2. Hallo Christoph,
    erstmal ein großes Dankeschön für deine tolle und informative Seite!
    Ich habe mir jetzt auch kürzlich einen Rucksack gekauft und habe bei der Auswahl viele verschiedene Modelle insgesamt zwei Stunden herumgetragen mit jeweils 10kg Gewicht. Es war echt überraschend, WIE unterschiedlich sich die „beladenen“ Rucksäcke anfühlen.
    Den Deuter oben hatte ich natürlich auch auf – den empfand ich aber trotz der sehr angenehm gepolsterten Hüftgurte direkt als sehr unbequem. Dem Rucksack bricht aus meiner Sicht die Höhenverstellbarkeit der Träger das Genick, da diese mittels eines großen dicken Klettverschlusses reguliert werden – und der liegt leider direkt auf der Wirbelsäule! Diesen dicken „Klettknubbel“ direkt auf die Wirbel drücken zu fühlen tat schon nach wenigen Minuten weh.
    Was ganz lustig war – neben mir probierte eine andere Frau ebenfalls Rucksäcke an (aber 70+) und meinte, sie wäre schon sehr viel gereist und unter anderem auch mit dem Deuter- Modell, und der wäre ihr mit der Zeit immer unbequemer geworden. Sie meinte, jetzt wo ich es sagen würde würde es ihr auffallen, dass sich scheinbar die Rückenpolster nach einiger Zeit abflachen und der dicke Klettknubbel dazwischen noch stärker auf die Wirbelsäule drückt.
    Also, mein unerfahrener (ich bin mit dem ja nicht gewandert, außer zum Test ;)) Ratschlag an alle, die den Deuter in Betracht ziehen: probiert ihn wirklich auch mit Gewicht aus und schaut, ob euch der Druck direkt zwischen den Schulterblättern nicht auf Dauer stört!
    Es scheinen aber ja wirklich viele sehr gut damit zurecht zu kommen, da der Deuter ja meist DIE Empfehlung für den Jakobsweg ist.
    Viel Erfolg bei der Auswahl „eures“ Rucksacks und ja, vielleicht trau ich mich beim nächsten Mal auch an so einen kleinen Osprey ran! 😉

    • Hey Lena, das kann gut sein. jeder ist ja etwas anders gebaut und daher ist es auf jeden Fall gut, den Rucksack mit Gewicht zu testen und den bequem sitzenden auszumachen und die anderen modelle zurückzuschicken oder zurückzugeben. aber stimmt, der deuter ist sehr beliebt 🙂

      • Die Modelle von Deuter für die Frau sind die mit den ungeraden Literangaben (35+10, 45+10) und der Blume dran. Es lohnt sich, als Frau wie als Mann auch die jeweils anderen Rucksäcke auszuprobieren, denn Menschen sind verschieden. Wer weiss…

    • Hallo Lena, ich kaufte mir den Deuter 32Liter (2016) für die Camino France und trug ihn mit ca. 10 KG 29 Tage lang, ohne irgendwelcher Beschwerden

    • Ich war ca. 1’300 km auf dem Küstenweg-Camino Norte, Camino Inglés und Camino Primitivo mit dem Deuter 40 + 10 ohne Probleme unterwegs. Allerdings wurde mir der fertig gepackte Rucksack vor der Abreise von einem Spezialisten im Intersport Fachgeschäft komplett verkehrt eingestellt. In Spanien wurde mir dann in einem Sportgeschäft dann Gratis geholfen und es war dann ein unbeschwertes Pilgern. Bei eventuellen Schmerzen an den Schulter hilft es, wenn man vor dem anziehen mit Voltarol Forte die Schultern eincremt. (In Deutschland Voltaren-Forte ist aber teurer wie in Spanien)
      Bon Camino

    • Hallo Lena,
      genau mit diesem Modell komme ich nach 28 Tagen wandern von Camino Frances zurück. Ich hatte ständig ca. 11kg zu tragen bei einem Körpergewicht von 78 kg. Gerade die Höhenverstellung in der Mitte macht den Rucksack vielseitig und einstellbar auf unterschiedliche Körperanatomie. Bei mir hat nix gedrückt und daher war ich froh den Deuter ACT Lite 40+10 dabei gehabt zu haben. Ein Top Rucksack. Vielseitig einstellbar.

  3. HalloChristoph, vielen Dank für Deinen super Blog mit vielen Detailthemen. Ich finde die sehr hilfreich für meinen 1. Camino.
    Ich habe mir gestern bei Decatlon einen 60l Rucksack gekauft und werde den jetzt in Ruhe zuhause testen, denn es gibt ein 30taegiges Rueckgaberecht. Er kostet nur 49 € und macht einen guten 1. Eindruck mit vielen Fächern und rundum Reißverschluss, um leicht ueberall hinzukommen.

    • Hallo an alle….
      ich war letzte Woche im Decatlon und habe nach einem passenden Rucksack Ausschau gehalten. Leider ohne Erfolg. Bei meiner Körpergröße (1,93) werd ich jetzt wohl doch in eines der einschlägigen Fachgeschäfte gehen müssen und mich dort beraten lassen. Hab ja noch 1 Monat Zeit bis es los geht…..

  4. Hallo zusammen,
    Ich habe mich damals für den Osprey Kyte 36 entschieden. Der hat die richtige Größe um alles nötige für den Camino unterzubringen. Nicht nur dass man ihn perfekt auf seine Bedürfnisse einstellen kann, er hat zusätzlich viele coole Gimmicks (www.osprey.de). Christoph, ich würde eher den Kyte 36 empfehlen als den 26 Liter Rucksack (erscheint mit sehr klein). Mit der Marke Osprey macht ihr in jedem Fall nichts falsch!
    Beachtet immer, egal welchen Rucksack ihr habt: lasst ihn euch richtig einstellen bzw. nutzt Tutorials im Internet. Die richtige Trageposition eures Rucksacks ist das A&O für entspanntes Pilgern.

    In diesem Sinne, buen camino!

  5. Hallo! Ich habe im letzten Jahr meinen ersten Camino bestritten und war sehr zufrieden mit meinem Rucksack.
    Habe ein Modell für Frauen gewählt (Deuter ACT Lite 45 + 10 SL) und habe diese Entscheidung auf meinen 900 Kilometern Fußmarsch nicht einmal bereut. Eine gute Beratung ist wichtig und, dass man sich dann auf sein Bauch- bzw. „Rückengefühl“ verlässt. Da gebe ich dann auch lieber ein paar Euro mehr aus- ebenso bei den Schuhen. Die müssen gut sitzen und natürlich vorher eingelaufen- dann kann eigentlich fast nichts mehr schief gehen 😉

  6. Hi Christoph und alle anderen Leser hier auf der Seite, mein Rucksack ist startklar für meine Tour im September. Habe die Flüge schon gebucht. Jetzt stehe ich allerdings vor der großen Frage: Rucksack als Handgepäck oder doch regulär aufgeben? Wie hast du deinen Rucksack für die Flüge vorbereitet? Im Internet lese ich Tipps wie : Müllsack oder in Frischhaltefolie wickeln, damit ihm während der Reise nichts passiert. ?? Freue mich über Rückmeldung. Danke :))

    • Hi Catharina, ja, sowas kann man machen, ihn mit einem Sack umwickeln. Ich hab das noch nicht gemacht, meist geht auch so alles gut.
      Ob dein Rucksack ins Handgepäck passt, musst du ausmessen und schauen, welche Bestimmungen deine Airline hat.
      Lg, Christoph

      • hallo,
        ich bin gerade vom camino Portugues zurück. DieMitnahme von Trekkingstöcken im Handgepäck ist meistens nicht möglich- mir hat ein unglaublich netter Postbeamter im Flughafen Porto die Stöcke verpackt und nach Hause geschickt 🙂

  7. Ich bin auch seit 4 Wochen vom camino Portugiese zurück. Ich habe meinen Rucksack als Gepäck aufgegeben und könnte meine Walkingstoecke seperat beifügen, bzw. beim Rückflug in den Rucksack stecken. Hat gut geklappt

  8. Hallo 🙂
    vielen lieben Dank für die tolle Seite!
    Freue mich sehr über neue Artikel und lese immer sehr beegeistert.
    Bin schon ganz gespannt, wie es wird. 🙂
    Für mich soll es im nächsten Sommer auf dem Küstenweg los gehen. Direkt nach dem Abitur geht die Reise los:) Ich wollte jedoch gerne zelten, statt in den Herbergen zu übernachten. Bedeutet zwangsläufig, dass ich noch zusätzlich ein Zelt und eine Iso -matte mitnehmen muss.
    Zur Zeit besitze ich einen 50 l Rucksack für Wochenendausflüge.
    Mein Vater sagt schon öfter spaßeshalber, dass ein T-shirt in S größe schon ein anderes Packmaß hätte, als seine XXL Shirts. Nun wollte ich mich mal erkundigen, wieviel Liter denn empfehlenswert sind, wenn man mit Zelt unterwegs ist?
    Auf die 10 % meines Körpergewichts komme ich so oder so nicht, da bereits der 3 Liter Trinkbeutel und der Rucksack drei/virtel einnehmen.

    Lieben Gruß

    Franzi P.

  9. In der Regel kann man sagen, dass das Gepäck (in kg), das man mitnehmen möchte (im Rucksack wie auch am Körper getragen, aber ohne den Rucksack selbst) mit fünf multipliziert einen recht guten Anhaltspunkt für das benötigte Rucksackvolumen ergibt. Braucht man sehr viel Essen und Trinken, so steigt der Platzbedarf im Rucksack. Ebenfalls steigt dieser in der kalten Jahreszeit, wenn man viel gut isolierende und damit voluminösere Kleidung mit dabei hat.

    Die Regel mit den 10% halte ich für eine gute Motivation, nicht zuviel mitzunehmen. In der warmen Jahreszeit ist das gut zu schaffen. Ich habe im Dezember kurz vor Santiago einen Pilger getroffen, der mit einem nur 3,5kg schweren Rucksack ausgekommen ist, allerdings mit der nötigen Erfahrung. Ein „Neuling“ muss das nicht schaffen.
    Allerdings darf man diese 10% nicht zu eng sehen. Man trägt auch sein Körpergewicht, das höher oder tiefer sein kann mit. Zudem trägt man mal wärmere, mal leichtere Kleidung, je nach Wetter. Das Gewicht des Rucksacks schwankt also täglich, manchmal stündlich. Besser versucht man meiner Ansicht nach, mit der gesamten Ausrüstung (am Körper wie im Rucksack getragen) nicht über 10% des Körpergewichts zu kommen. Ach ja, ich bin mit 80kg Körpergewicht und einem 8kg schweren Rucksack gestartet und mit 70kg Körpergewicht und einem Rucksackgewicht von etwa 10kg am Ziel angekommen. Der Körper verändert sich beim Pilgern, ebenso die Jahreszeiten und damit der Bedarf an Kleidung. Die beste Regel ist deshalb: Nimm so wenig mit wie nötig. Alles andere ist zu viel.

    Dann noch kurz etwas zur Regenhülle (Raincover): Wer einen Poncho hat, braucht das nicht. Wer keinen Poncho hat, sollte sich bewusst machen, dass immer einiges an Wasser zwischen dem Rücken und dem Rucksack nach unten fliesst und dort trotz Regenhülle in den Rucksack gelangen kann. Deshalb halte ich es für die bessere Idee, statt einer Regenhülle einen wasserdichten Sack im Rucksack (Rucksack-Liner) zu verwenden und im Rucksack alles (was nicht nass werden soll) in wasserdichten Beuteln zu organisieren.

  10. liebe pilger allerorten,
    ich wollte ursprünglich meinen rucksack auch als handgepäck mitnehmen, habe dann aber gemerkt, dass ich ihn wegen den stöcken, taschenmesser und nagelschere o. ä. trotzdem aufgeben muss, um nicht im letzten moment vor abflug noch ärger zu bekommen.
    ich werde pellerine ( mit rucksackausbuchtung) und regenhülle mitnehmen, da ich bei leichtem regen die pellerine noch nicht anziehe und den rucksack vielleicht trotzdem schon schützen möchte.
    in diesem sinne “ bon camino“! yvonne

    • Hallo!
      Ich plane in genau einem Jahr, also im April 2018, den Küstenweg (mein erster Camino). Deshalb bin ich heftig am Planen (auch was den Rucksack anbelangt) und dieser Beitrag hat mir ordentlich was gebracht, was ich in meiner ersten Euphorie (z.B. für den Osprey Porter) beinahe vergessen hätte: Trekkingstöcke etc. können im Handgepäck ordentlich Zores verursachen. Dann doch lieber aufgeben, denke ich mal.
      LG
      Natalie

  11. Ich lese mit Interesse die Meldungen und Erfahrungsberichte. Iich bin gerade von.meiner etsten kurzen (8 Tage) Pilgerreise auf dem Camino del norte zurück. Ich fand es sehr anstrendend und hatte am Anfang meinen Rucksack nicht gut . eingestellt. Erst nach zwei Tagen hatte ich das dann gut hinbekommen. Am Anfang hat der Rucksack extrem auf die Schultern gedrückt und ich dachte, dass ich die nächsten Tage nicht schaffe.

  12. Hallo,
    ich habe einen Gregory Baltoro65, er wiegt ca 2,3kg.
    Ist sehr angenehm zu tragen, hatte ihn letztes Jahr auf meinem Camino dabei 2000km am Stück.
    Hatte ca. immer 16-18kg dabei, da ich im April getartet bin, musste ich Kleidung für Schnee, Regen ,warme Tage mitnehmen.
    Das mit der 10% Regelung ist purer Blödsinn, eine Frau mit 50kg Körpergewicht kann also nur 5kg samt Rucksack mitnehmen!
    Es sollte jede(r) den Rucksack gepackt Probe tragen.
    Die Marke ist eher unwichtig!
    Er sollte richtig passen, daher immer in ein Fachgeschäft, da der Rucksack so wichtig ist wie die Schuhe.
    buen camino

    Thomas

    • Hallo Thomas

      Im Sommer und wenn man immer in Herbergen übernachtet können 5kg für eine 50kg schwere Person durchaus reichen. Voraussetzung ist, dass man einen eher leichten Rucksack hat und nur das mitnimmt, was man unbedingt braucht.

      Aber du hast schon recht: Die 10%-Regel hat ihre Grenzen. Das fängt schon damit an, was man denn genau wägen soll: Nur das, was man im Rucksack hat? Oder auch das Gepäck (Kleidung, Stöcke, Kamera, …) am Körper? Meine Regel lautet: so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

      Ich nehme an, dass du bei deinen 16-18kg auch Zelt und Kocher dabei hattest? Und hast du da Proviant und Trinken auch mitgezählt? In der Regel zählt man nur die eigentliche Ausrüstung zu den 10%, alle Verbrauchsgüter (Essen und Trinken, Duschmittel, Brennstoff, Zahnpaste, etc.) zählt man nicht dazu.

      Mein Rucksack wiegt etwa 16-18kg, wenn ich für etwa 5-6 Tage in den Bergen unterwegs bin: mit Zelt, Kocher, Proviant und Wasser…

      Gruss, Michael

  13. Hallo liebe Pilgerkollegen,
    bei mir wurde es der Osprey Kestrel 48 Liter. Ich werde am Osterwochenende das 1. mal pilgern und habe den Küstenweg gewählt.

    Den Rucksack habe ich schon ein paar mal gepackt und war auch schon bei Testläufen dabei. Mit gefallen bei diesem Modell mehrere Features.
    1,67 kg Gewicht.
    Ich finde er hat mit 48 Liter ideale Größe.
    Integriertes Regencover in einem eigenen Fach.
    Eigenes Schlafsackfach.
    Seitlicher Zugriff möglich.
    Halterung für Treckingstöcke.
    Trinkblase 2 l möglich (ich nutze das aber nicht).
    Gut gepolsterter Beckengurt mit 2 Taschen.
    Aussenfach hinten.
    2 seitliche Aussenfächer, z.B. Für Trinkflaschen. Ich erreiche sie aber leider nicht. Bin wohl zu wenig gelenkig 😉
    Sehr gut komprimierbar.
    Viele Befestigungsmöglichkeiten.

    Bin schon sehr gespannt auf die kommenden Erfahrungen.

  14. Hi Christoph,
    Hab Deuter und Osprey probiert – hat nix gepasst für mich. Bin nun Happy mit einem Modell von Tatonka 45l. Passt super für mich kleine rundliche Frau (159 cm) mit weiblicher Figur. Die Gurte müssen nicht nur an Hüften und Schultern passen, sie dürfen bei uns Frauen auch nicht die Brüste abquetschen. Hat mich einige Zeit gekostet, das richtige Rucksackmodell zu finden – hatte super Beraterin bei Mctrek Neutraubling – hat 2h mit mir geübt, das Teil richtig einzustellen und zu bepacken. Probso auf über 10km mit 8kg ebenfalls einwandfrei – 0 Druckstellen o.ä. jetzt kanns losgehen. Starte am 1.5. in Porto 9h an der Kathedrale… Danke für deine vielen Tipps Christoph!, 😘 Anna

  15. Hallo Christoph,
    Hast du auch mal an Frontlader Rucksäcken gedacht. Ich habe festgestellt, dass es in den Berghütten immer ein unglaubliches gewühle in den Rucksäcken gibt wenn ich etwas aus meinem Rucksack habe wollte. Je nach dem welches Modul ich habe wollte, war es ganz unten musste ich halt alle oberen Module herausnehmen. Bei einem Frontlader legt man den Rucksack auf den Rücken und entnimmt das Modul oder Kleidungsstück wie aus einem Koffer. Und das finde ich einfach klasse. Nur habe ich noch keinen leichten ca. 35 Liter Frontlader gefunden.
    Buen Camino
    Claus

  16. Hallo Claus,

    interessante Rucksack-Variante. Kannte ich bislang gar nicht. Das Rucksack-Management finde ich grundsätzlich eine spannende Sache.

    Daher habe ich mit eine Lösung mit seitlicher Zugriff gesucht. Mein Osprey kann man auf einer Seite der Länge nach aufzippen.

    Mal schauen wie sich das bewährt. Die Erfahrung als Pilger fehlen mir noch. Aber ab Mitte April habe ich Gelegenheit hoffentlich eine Menge Erfahrung zu sammeln 😀 Und zu berichten.

    Liebe Grüße
    Christian

    • Hallo Michael, Halo Virus_AT,
      ich habe mir jetzt folgende Rucksack bestellt
      Ortovox, Traverse 30 Rucksack, bei Bergzeit.de, mit vielen sehr guten Kommentaren, bin sehr gespannt.
      Liebe Grüße Claus

      • Hallo Claus

        Der schaut auch ganz gut aus! Hoffentlich passt er!

        Ich habe vor meinem Jakobsweg mit allen zur Verfügung stehenden Rucksäcken Kurzwanderung mit der mutmasslichen Bepackung unternommen, um den bequemsten zu finden. Ich hatte bereits ein paar Rucksäcke zur Verfügung und habe mir noch einen weiteren zugekauft. Es wurde dann einer von denen, die ich bereits hatte. Ist noch heute meine Lieblingsrucksack (Gossamer Gear Gorilla, Modell 2010).

        Alles Gute und Buen Camino

        Michael

        PS: Danke fürs Mitteilen! 🙂

  17. Hallo Pilgerkollegen,

    ich laufe in ein paar Tagen meinen ersten Camino und hatte nach einem guten Rucksack gesucht. In einem ortsansässigen Outdoor Fachgeschäft habe ich mich beraten lassen und mir wurde, wie auch hier der Deuter Act Lite 40 +10 empfohlen, den ich dann mal 30 min mit Zusatzgewicht von 9kg probegetragen habe. Mein erster Eindruck war durchaus positiv, es hat nichts gedrückt oder gestört, auch die Klettverstellung hat bei mir nicht auf die Wirbelsäule gedrückt, weshalb ich mich schlussendlich für diesen Rucksack entschieden habe. Ich bin gespannt wie er sich nach einigen Tagen verhält. Werde berichten wenn ich wieder da bin.
    Aber ein anderes Thema beschäftigt mich noch. Da der Rucksack voll gefüllt zu groß und zu schwer ist um ins Handgepäck zu kommen (außerdem sind auch teleskopierbare Trekkingstöcke und Taschenmesser im Handgepäck verboten) stellt sich mir die Frage, wie Ihr es gelöst habt, Flüssigkeiten und Li-Ion Akkus o. Powerbanks (die auf keinen Fall mit aufgegeben werden dürfen) als Handgepäck zu transportieren? Ich möchte ja nicht noch einen zusätzlichen Handgepäckrucksack oder sowas mitnehmen. Einen Jutebeutel mitzunehmen nur wegen den Dingen die nicht mit ins aufgegebene Gepäck dürfen, find ich irgendwie blöd. Ich habe überlegt einen Deuter Zip Pack Lite 1 zu kaufen, um dort meine Handgepäckpflichtigen Sachen für den Flug zu verstauen. Diesen kann man ja hinterher einfach so wie er ist wieder in den Trekkingrucksack stecken. Leider finde ich auf keiner Pilger-/Wander-/Trekking Homepage/Blog irgendwelche Erfahrungsberichte hierüber. Auf Eure Erfahrungen bin ich gespannt.

    Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Mario

  18. Hallo Mario

    Wenn ich mit mehr Gepäck unterwegs bin, dann nehme ich gerne den ganz leichten „Sea-to-Summit Travel Day Pack“ mit. Der ist mit 68g zwar nicht ganz so leicht wie ein Packsack. Ich nutze ihn aber im Rucksack als Packbeutel (z.B. für die Regensachen), spare also einen Packbeutel ein. Bei einer Stadtbesichtigung ist es praktisch, wenn man nicht das ganze Pilgergepäck rumtragen muss, sondern sich das Nötigste (Wasserflasche, Regenjacke, Kamera, etc.) im Daypack mitnehmen kann. Ich bin am Sonntag von Schottland zurückgekommen und habe den genannten Leicht-Rucksack als Handgepäck genutzt; hat wunderbar funktioniert. Der grosse Rucksack mit Zelt, Schlafsack, Trekkingstöcken, Taschenmesser, etc. ist als Aufgabegepäck gereist.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Michael

    • Hallo Michael

      Danke für den Tip, werde ich mal beherzigen für die nächsten Wanderungen wo ein Flug ansteht. Habe tatsächlich den Zip Pack mit 1 Liter bestellt. Da ich ja wirklich nur wenige Sachen mit ins Handgepäck nehmen brauche und ich zusätzlich noch eine Gürteltasche von Deuter dabei habe für meine Wertgegenstände (Portemonnaie, Händy etc.).
      Ist es ratsam die Walkingstöcke noch in den Rucksack zu stecken, oder kann man sicher sein, dass Sie den Transport im Flugzeug auch außen am Rucksack überleben werden?

      LG Mario

      • Ich habe sie in den Rucksack gesteckt. Bei mir geht das, weil ich die „Trennwand“ zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Rucksacks per Kordelzug öffnen kann. Wenn es bei dir knapp wird, könntest du dir überlegen, vierteilige Stöcke zu besorgen, die ein kleineres Packmass haben. Nur sind solche Stöcke im Vergleich etwas schwerer, weil sie mehr überlappende Teile haben.

        Du könntest die Stöcke auch aussen anbringen, den ganzen Rucksack dann aber in einen (oder mehrere) robusten Abfallstack stecken, den du oben so verschliesst, dass nur die Griffschlaufe noch rausschaut. Das lose Material des Abfallsacks würde ich dann mit Klebband gut verkleben.

        Wenn du die Stöcke sehr stramm befestigen kannst, kann es aber auch funktionieren, wenn sie ungeschützt aussen angebracht sind. Sie dürfen einfach nirgends überstehen. Einige Fluggesellschaften / Flughäfen haben auch Kunststoffwannen, in die man die Rucksäcke hineinlegen kann, damit sie den Transport – zumindest bis ins Flugzeug – besser überstehen und nirgends hängen bleiben können.

      • Hi Michael.

        Ich werde heute Abend mal versuchen einfach meine Regenfolie für den Deuter noch über die Stöcke zu bekommen. So könnte ich sie außen befestigen und sie wären trotzdem abgedeckt…. über was man sich alles Gedanken macht….

        Lg

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