Jakobsweg: Herbergen & Unterkünfte: Wie sie sich unterscheiden

Was gibt es auf dem Jakobsweg für Herbergen & Unterkünfte?

Es gibt folgende Arten von Herbergen & Unterkünften auf dem Jakobsweg:

  1. Öffentliche Herbergen
  2. Private Herbergen
  3. Jugendherbergen
  4. Klöster
  5. Pensionen & Hotels
  6. Privatunterkünfte
  7. Zelten & Hängematte

1.Öffentliche Herbergen

Die öffentlichen Herbergen kosten 5-6 € pro Nacht, manche sind sogar auf Spendenbasis „donativo“ (mehr zum Thema Kosten hier). Freiwillige (spanisch: hospitaleros) kümmern sich hier um die Pilger und deren Wohlergehen. Von der Größe können die öffentlichen Herbergen auf dem Jakobsweg stark variieren. Zwischen 10 Betten und mehr Hunderten Betten ist alles möglich.

Auch die Qualität, Sauberkeit und Einrichtung der Pilgerherbergen ist unterschiedlich. Von alten heruntergekommenen Dorfschulen bis zu ganz modernen Herbergen mit Meditationsraum, eigenem Garten oder Kamin (siehe Fotos) reicht die Palette der Unterkünfte. Für das Übernachten in den Herbergen auf dem Jakobsweg benötigst du zwangsläufig einen Pilgerausweis!

Hier einige Beispiele, wie öffentliche Herbergen auf dem Jakobsweg von innen & außen aussehen können:

 

Öffentlich2high

2.Private Herbergen

Die privaten Pilgerherbergen auf dem Jakobsweg unterscheiden sich von den öffentlichen durch einige Merkmale. Sie kosten in der Regel deutlich mehr, meist zwischen 10 und 12 Euro pro Nacht. Dafür bieten sie häufig auch mehr Ruhe, Komfort und weniger Betten. Besonderheit ist hier, dass sich Betten in privaten Herbergen auf dem Jakobsweg im Gegensatz zu den öffentlichen Unterkünften gelegentlich vorab reservieren lassen.

Privathigher

3.Jugendherbergen

Wir kennen Jugendherbergen bei uns auch. In Spanien sind die Jugendherbergen interessanterweise oftmals teurer im Übernachtungspreis als viele Pensionen. Von 12 bis 20 Euro die Nacht ist hier alles möglich, wobei letzteres nicht selten vorkommt.

20141124_150040

4.Klöster

Übernachtungen in Klöstern sind oftmals besondere Erlebnisse. Der Pilger darf häufig an Gebeten und anderen Zeremonien teilnehmen und einen Einblick in das Klosterleben bekommen. Besonders der Camino Francés ist bekannt für seine nicht wenigen Klöster entlang des Weges.

Der Küstenweg hat in dieser Hinsicht weitaus weniger zu bieten. Wenn dann mal ein Kloster auf dem Weg liegt, wie dieses hier in Sobrado dos Monxes, dann sollte man dort Stationen machen. Mit einem solch schönen Innenhof beispielsweise erzeugen die Klöster eine ganz besondere Atmosphäre, was eine Übernachtung allemal empfehlenswert macht! Preis pro Nacht: Um die 5 € häufig oder Spendenbasis.

Klösterhigher

5.Pensionen & Hotels

Jakobsweg Herbergen und Unterkünfte: Wo kann man schlafen?Und dann gibt es natürlich auch entlang des Jakobswegs viele Pensionen und Hotels. Besonders für Pilger, die nicht jede Nacht in einer Massenunterkunft mit Dutzenden anderern Schnarchern übernachten wollen, eine echte Alternative. Aber auch in der Nebensaison, wenn viele Herbergen und Unterkünfte zuhaben, oder bei zu langen Etappenlängen sind Pensionen und Hotels dankbare Unterschlüpfe. Über etablierte Plattformen wie booking.com lassen sich vorab Pensionen und Hotels buchen. Mit etwas Glück findest du sogar einen Hotelgutschein bei Reisetiger und kannst etwas sparen.

Gerade Pensionen bieten häufig spezielle Pilgerpreise an, die mitunter mit denen der privaten Herbergen ohne Weiteres mithalten können. So habe ich schon häufiger für 12 € mit einem Mitpilger im Doppelzimmer (jeder 12 €)  wie im Hotel gehaust. Apropos: Die Preise der Hotels schwanken stark und sind natürlich auch je nach Saison und Jahreszeit verschieden.

IMG_1411

6.Privatunterkünfte

airbnb kleinerAir b’n’b ist eine gute Plattform, du ein privates Zimmer oder eine ganze Privatwohnung günstig mieten kannst. Das bietet sich z.B. für den ersten Tag bzw. die Ankunft in Spanien an. So hast du zumindest deine erste Unterkunft schon sicher gebucht und hast nicht den Stress, dir noch ein Bett suchen zu müssen am Anreisetag.

Da dieser Tag erfahrungsgemäß der anstrengendste Tag ist aufgrund der Aufregung und der Anreise, kann hier eine vorige Buchung sinnvoll sein. Generell empfehle ich aber für die Zeit auf dem Jakobsweg, Raum für Spontanität zu lassen und nicht alles vorab schon zu planen und buchen. Du entscheidest jedoch am Ende, wie viel Sicherheit du brauchst und was dir guttut. Ausprobieren ist erlaubt 🙂

Achja, übrigens: Wenn du über diesen Link bei Air b’n’b buchst, bekommst du ca. 23 Euro für deine erste Übernachtung geschenkt!

7.Zelten & Hängematte

Jakobsweg Zelten: Worauf du achten solltest

Foto: ©Fotolia denis_333

Vergessen wir nicht, das eigene Zelt kannst du natürlich auch mitnehmen und auf dem Jakobsweg als Unterschlupf nutzen. Hierzu habe ich in einen extra Artikel geschrieben! Ebenso deine Outdoor-Hängematte, wenngleich dies wohl eher was für ein Nickerchen denn einen 8-Stunden-Schlaf ist.

NewsletterIconPackliste

Advertisements

21 Gedanken zu „Jakobsweg: Herbergen & Unterkünfte: Wie sie sich unterscheiden

  1. Guten Morgen Christoph!

    Ich bin gerade an den Vorbereitungen für meinen Weg auf dem Camino del Norte. Starten werde ich Anfang April, also zu einer ganz ähnlichen Zeit wie du damals vor zwei Jahren.

    Da der Jakobsweg der Einstieg zu meiner Reise einmal rund um die Welt sein wird, bin ich gezwungen mich wirklich nur auf das nötigste an Equipment zu beschränken. Jedoch sollte bei meiner Ausrüstung nichts fehlen, da ich „unnütze“ Heimatbesuche hinsichtlich des Budgets tunlichst vermeiden möchte.

    Zugleich werde ich jedoch auch Dinge dabei haben, die ein „normaler“ Pilger grundsätzlich nicht mit sich führen wird. Daher würde es mich interessieren, ob in den Herbergen den Pilgern Spinde oder ähnliches zur Verfügung stehen, die abgeschlossen werden können. Auch wie es mit der Stromversorgung aussieht … ist es möglich diese problemlos zu nutzen?

    Wie vermutlich die meisten Pilger werde auch ich eine kostengünstige Flugverbindung nach Bilbao nehmen und mich dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu meinem eigentlichen Ausgangspunkt meiner Pilgerreise, nach Irun durchschlagen. Hast du hierzu aus deinen Erfahrungen vielleicht ein paar Tipps für mich?

    Ich sag schon mal Danke! – Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Viele Grüße, Torsten von upandaway.de

    • Hi Torsten,
      cooler Plan! Wie gehts dann weiter nach dem Küstenweg?
      Also, Spinde hast du auf dem Küstenweg eher selten in den Pilgerherbergen. Vll. ist so ein mobiler Safe ne Option für dich? In den größeren Städten in Hostels und Jugendherbergen gibt’s dann schon mal die Spinde, die mit Vorhängeschloss genutzt werden können.
      Von Bilbao fährst du einfach mit dem Bus (direkt am Flughafen) nach San Sebastian, gehst die 10 Min zum Bahnhof und nimmst den Zug nach Irun. Fertig 🙂
      Hoffe das hilft. Lg Christoph

      • Ahoi Christoph,

        vielen lieben Dank für deine Rückmeldung!

        Mit der Thematik mobilen Safe habe ich mich auch schon auseinandergesetzt. Bin mir aber noch nicht so sicher, ob so ein TravelSafe für mich auch wirklich praktikabel ist. Man kann so zwar seine Wertsachen sichern, muss aber dann auf zwei Dinge ein Auge haben … ich denke du weißt was ich meine. Einen Safe für den kompletten Rucksack wäre mir zu offensichtlich und auch irgendwie zu schwer. Mmmh, ich werde wohl noch etwas suchen müssen!

        Nach dem Jakobsweg wird es dann nach Portugal gehen. Niemand reist beziehungsweise erzählt von Portugal! Lohnt sich das Land nicht? Oder weshalb hört oder liest man da so wenig?! Ich werde mich einfach überraschen lassen.

        Anschließend werde ich mich dann langsam, am Mittelmeer entlang, nach Ungarn begeben. Werde im August dort wieder auf dem SZIGET Festival sein und anschließend ein paar Kontakte in Ungarn nutzen und mich von „Natives“ durchs Land führen lassen.

        So zumindest mal der Plan für die nächsten Monate. Groß planen möchte ich jedoch meine Reise nicht, da ich mir nicht ein neues Hamsterrad aufbauen will und Termine einhalten beziehungsweise Erwartungen erfüllen möchte. Das habe ich die letzten Jahre ausgiebig getan. Jetzt bin ich dran!

        Es ist jedoch keinesfalls so, dass ich nicht weiß was ich mir ansehen oder erleben möchte … meine Bucket List ist riesig! Ich habe jedoch Zeit, so dass ich mich treiben lassen kann und nicht heute „da“ und morgen sofort „dort“ sein muss. Ich will entspannt reisen … zumindest zeitlich … und einfach schauen was passiert.

        Meine bisherigen Reisen habe mir oft genug gezeigt, dass man als Alleinreisender nicht wirklich allein ist. Es sei denn, man will es so! Zugleich können Begegnungen auf Reisen ja auch einen ganz anderen Kurs mit sich bringen. Ich möchte mir einfach alle Optionen und Möglichkeiten offenhalten!

        Sicher werde ich noch häufiger auf deinem Blog vorbei kommen und nach Informationen suchen. Wenn ich Frage habe, dann gibt’s die natürlich als Kommentar!

        Bis dahin, viele Grüße … Torsten

      • Hallo Torsten,

        ich habe nach all meinen bisherigen Jakobswegen – im Anschluss danach – immer wieder Urlaub in Portugal gemacht. Ich kann Dir den Norden, sowie auch den Süden Portugals nur bestens empfehlen. Es ist ein wunderbares Land, so wie eben auch Spanien. Man verliebt sich in Land und Leute. Schau Dir die Städte Valenca do Castelo, Viana do Castelo, Braga, Porto und Lissabon – um nur wenige von vielen zu nennen – an. Verfolge vielleicht den Grenzfluss Rio Minho bis zur Mündung in den Atlantik, Du wirst begeistert sein von der enormen Vielfalt und der faszinierten Schönheit dieses Landes.

        Für 2017 habe ich mich deshalb entschlossen, die „Via Lusitana“ – den Jakobsweg Ostportugals – zu gehen. Dieser Jakobsweg erstreckt sich von der Algarve über Faro, Vila Real de Santo Antonio, bis hoch zum Norden nach Ourense und weiter nach Santiago.

        Ich wünsche Dir auf all Deinen Wegen alles Gute, viel Glück und beste Gesundheit. Gernieße die Stille der Einsamkeit!
        Buen Camino!

        Viele herzliche Grüße
        Heinz

    • Wenn Du von Bilbao nach San Sebastian willst, kannst Du auch auf die Bezeichnung DONOSTIA stoßen, Das ist die baskische Bezeichnung für San Sebastian, leider steht das auch manchmal als Ziel an den Bussen. Von Bilbao solltest Du dagegen nicht nach Iruñea fahren, wie man leicht aber falsch meinen könnte, denn das ist der baskische Name für Pamplona!!! Ganz einfach 😉

      • Hey Bernie,

        vielen Dank für deine Tipps! Für diese Hinweise bin ich dir ernsthaft dankbar, da ich mir vorstellen könnte, dass ich auf einen Bus warte, der am Ende gar nicht fährt … beziehungsweise ja schon gefahren ist. 🙂

        Gerade bei der Anfahrt bin ich immer etwas durch den Wind! So kann ich nach beiden Bezeichnungen die Augen aufhalten und bin vielleicht etwas entspannter.

        Beste Grüße, Torsten …

    • Ich bin ab Basel mit Vueling über Barcelona nach San Sebastian/Donostia geflogen. Vom Flugplatz zur Pilgerherberge nach Irun sind es ca.30 Minuten zu Fuss

  2. Hallo,
    ich gehe den Jacobsweg in Mai. Ich fliege zuerst nach Bilbao und dort bleibe ich ein Tag. Von Bilbao, mit dem Bus, ich möchte nach SJPDP fahren und dort mein Pierlgerpass holen.
    Was auf mich zukommt, was ich erlebe, weiß ich nicht. Ich lass mich überraschen.
    Ich weiß nur, ich möchte den Weg laufen. Warum, warum ich plötzlich die Entscheidung getroffen habe, weiß ich eigentlich auch nicht.
    Ich vorbereite mich natürlich aber die Vorbereitungen beschränken sich auf Kauf den Rucksack, Schuhe, Schlafsack, paar Klamotten und …die Kamera:-) Ich möchte Bilder machen, viele Bilder:-)
    Und genau da habe Frage: falls der Akku ausgeht wo habe ich Möglichkeiten den aufzuladen?
    Was von Möglichkeiten habe ich überhaupt?

    LG Kasia

    • Hallo Kasia,

      bezüglich der Stromversorgung auf dem Jakobsweg, kann ich dir einen externen Akku empfehlen. Mit einem entsprechenden externen Akku wirst du auch den Akku deiner Spiegelreflexkamera aufladen können. Alternativ empfiehlt es sich auch einen geladenen zweiten oder dritten Ersatzakku für deine Kamera dabei zu haben.

      Die Durststrecke bis zur nächsten Stromquelle kann so etwas entgegengewirkt werden!

      Ich nutze meinen externen Akku vor allem auf Festivals und während meinen Outdoor-Reisen, um meine Digicam(s), meine Kopfhörer und mein Smartphone immer mit Strom versorgen zu können.

      Klar, dass so ein Akku nicht nur über USB-Anschlüsse und eine hohe Leistung verfügt. Anderenfalls macht dieser für einen längeren Aufenthalt in der „Wildnis“ recht wenig Sinn.

      Eine Investition die sich auch mehrfach lohnt, da du auf bestimmten Flugreisen deine elektronischen Geräte nur in einem funktionsbereiten Zustand mit an Bord eines Flugzeugs nehmen darfst … ansonsten gilt ein striktes Flugverbot für Handys mit leeren Akku.

      Dies ist zum Beispiel auf Flügen nach England oder in die USA so, selbst wenn diese beiden Länder nicht die Zieldestination sind und du dort nur einen kurzen Zwischenstopp hast. So kannst du zwischendrin immer mal wieder etwas Strom aufladen. – Und sicher wird es nicht lange dauern und diese Regelung gilt auf allen Flügen.

      Ich wünsche dir viel Spaß auf dem Camino. Treffen wird man sich vermutlich ja nicht.

      Grüße, Torsten …

      PS: Christoph, ich hoffe, das geht okay mit diesem Kommentar. Ansonsten einfach löschen.

      • Hallo Torsten,

        vielen Dank für die Infos und deine Hilfe:-)
        Ich habe gleich recherchiert wieviel so ein externe Ladegerät kostet und was bietet das an. Ich bin sehr überrascht. Es gibt wirklich große Auswahl und ein Gerät mit z.B 22400 mAh Leistung kann ein Smartphone bis zu 10 mal vollständig aufladen.
        Das ist wirklich super!!! In meinem Fall wird das natürlich Kamera;))
        Übrigens, ich hab dein vorhiger Kommentar gelesen, wo du über Portugal geschrieben hast. Du hast recht. Wenig Leute sprechen über Portugal. Ich finde es auch schade weil, dass so wunderschönes Land ist. Ich war selber vor 2 Jahren in der nähe Faro, Praia da Falesia (Algarve). 8 km lange Strand mit rot getönten Steilküsten, eine wunderschöne ruhige Lage. Traumhaft!!! Bin durch die Algarve gefahren und bin ab da in diesen Land verliebt.
        Deswegen, nach meine camino mit Endstation in Finisterre, fahre weiter nach Portugal. Diesmal nach Porto!:-)
        Ich freue mich schon. Ich freue mich allgemein auf meine camino. So langsam kann ich kaum erwarten:-)

        Vielen Dank nochmal und wünsche Dir auch viel Spaß und besondere, unvergessliche Zeit!

        LG Kasia

      • Mit dem restlichen „Stück“ von Santiago de Compostela zum Kap Finisterre liebäugel ich auch. Will mich jetzt aber nicht unbedingt darauf versteifen, auch wenn ich gerne ein Foto von mir am 0,00 Kilometerstein des Jakobswegs haben würde. Wir werden sehen wie weit mich meine Füße tragen!

        Wirst du bis nach Finisterre durchlaufen? Oder nimmst du ab Santiago den Bus?

        Wegen Portugal … wo warst du dort noch so? Was hast du außer Porto geplant? – Fragen über Fragen, deren Antworten nicht hierher gehören. Ich habe meinen Namen diesmal mit meinem FB-Profil verlinkt … vielleicht hast ja Lust mir mehr davon zu erzählen. Klick einfach mal vorbei und schreib mir!

  3. Lieber Christoph, ich plane Anfang März einen 8 Tages Trip auf dem Camino zwischen Leon & Santiago de Compostela – im Zelt. Was gibst du mir mit auf den Weg? 😉 Merci – Jonas

  4. Hallo Christoph,

    Dein Blog ist spitze,Kompliment! Ich wandere im Mai mit meiner Mutter als Mutter-Tochter-Team ab Bilbao den Camino entlang, mal sehen wie weit. Wir wollen gern von Bilbao aus direkt nach laArena.Hast du dort einen Anreisetipp oder generell einen Tipp an ÖPNV-WEBSITES?
    Wir fliegen von Billard zurück und wollen auch dort gerne mit Bus/Bahn spontan zurück…Bislang konnte ich in Foren immer wieder von Schlafbussen lesen,allerdings nirgends wo und wie diese abfahren bzw es nachzugucken/buchen gilt.
    Grundsätzlich gilt:gewusst wo nachgucken, wenn wir es benötigen. Der erste Camino,wie du merkst, sind noch etwas schissig und versuchen uns nicht jeck zu machen 😊
    Liebe liebe grüße Caro

  5. Hallo zusammen
    wie ist die Wegbeschreibung auf dem Camino del Portuguese- braucht man überhaupt eine Karte oder ist alles sonnenklar?
    Danke

    • Hallo,
      der Weg ist weitgehend gut ausgeschildert, zumindest der bekannte Weg von Porto nach Santiago. Ich würd trotzdem ein kleines Büchlein mit Karte (Pilgerführer) mitnehmen für alle Fälle, aber ein Muss ist es nicht.
      Lg, Christoph

  6. Hallo Christoph

    ich lese immer von einem Schlafsack- nun eine vielleicht etwas blöde Frage: Brauche ich den für die Herbergen? Gibt es dort keine Decke etc. oder brauche ich den Schlafsack nur, falls ich zelten möchte?

    Danke im Voraus!

    Liebe Grüße,

    Saskia

  7. Hallo, auf der Suche nach kommenden Herbergen bin ich auf deinen Blog gestoßen. Ich, unerfahren und unterwegs mit Kind (8) laufe gerade den Küstenweg. Und zwar den richtigen. Im Reiseführer geht es immer wieder nur in der Nähe der Küste entlang. Er liegt nun in der Tonne. Es lässt sich wunderbar direkt am Strand oder auf der Promenade gehen. Wir sind ab dem Flughafen in Porto gestartet. Ohne Metro, ohne Zug oder Bus. Das geht wunderbar. Der Küstenweg wird irgendwann mit rot/weißen Streifen susgezeichnet und ist bis Spanien sehr gut markiert. Nach der Überfahrt nach Spanien via Fischerboot würde es etwas schwieriger. Wir halten uns jedoch immernoch weiter an der Küste auf. Einmal mussten wir auf ein Hotel ausweichen.

  8. Ich bin seit gestern zurück von meiner 2. Etappe auf dem Camino del Norte, von Santander nach Ribadesella. Es war wunderschön und ich war traurig, als für dieses Jahr die Zeit auf dem Camino vorbei war. Wetter, Land und Leute, die (wenigen) Mitpilger, alles hat gestimmt und war einfach nur gut und schön!. Nur etwas sehr unangenehmes ist mir dieses Mal passiert: ich wurde mehrfach von Bettwanzen gestochen! Und zwar in sehr einfachen, aber auch „besseren“ Unterkünften. Mehrfach habe ich von Gastgebern gehört, dass es übel sei, wie sich diese Plage sich ausweite. Einige verboten auch den Gebrauch des eigenen Schlafsacks (haben dafür Decken und auch Leintücher abgegeben) aber auch da wurde ich gestochen. Jetzt wieder zu Hause musste ich mich sogar in ärztliche Behandlung begeben, da Schwellungen und Juckreiz so stark wurden.
    Mein Wunsch ist immer noch, nächstes Jahr den Camino ganz bis zum Ende zu laufen, da ich dann genug Zeit dafür haben werde. Gibt es Erfahrungen, Tipps oder Ideen, wie frau/mann sich gegen diese lästigen Viecher schützen kann? Ich war mit dem Schlafsack unterwegs, der war aber leider kein ausreichender Schutz.
    Einen lieben Gruss an alle zukünftigen und ehemaligen Pilgerinnen und Pilger!

    • Salut Brigitta
      also Bettwanzen sind einfach eine Tatsache, sobald du nicht mehr in deinem eigenen Bett schläfst. Das hat weder mit kleinen, günstigen oder sonst wie „speziellen“ Unterkünften zu tun, noch mit schlechtem Putzen, sondern damit, dass immer mehr Menschen unterwegs sind und die Tiere um die Welt vertragen – oder eben auch von einer Herberge zur nächsten mitnehmen. Die Tiere verkriechen sich und sind unglaublich widerstandsfähig. Irgendwann, wenn sie wieder Nahrung brauchen, tauchen sie wieder auf und beissen. Da können Wochen bis Monate dazischen liegen.

      Ich hatte vor ein paar Wochen in Dublin in einem schönen Guesthouse das „Vergnügen“, mit den Tieren ungewollt Bekanntschaft zu schliessen. Und ja, die Stiche jucken ziemlich heftig.
      Das Hauptproblem besteht darin, dass du Gefahr läufst, sie selbst mit dir mitzutragen. Gerade im Schlafsack. Deshalb bitten Unterkünfte auch teilweise, den eigenen Schlafsack nicht zu nutzen, sondern Bettwäsche und Decken, die sie zur Verfügung stellen. Im Normalfall kann man dann davon ausgehen, dass sie sich mit der Problematik auseinandergesetzt haben – und hoffentlich auch ihre Zimmer behandeln.
      Denn das ist zur Zeit die einzig mir bekannte Methode, wie den Tieren zu Leibe gerückt werden kann: das Zimmer ist mit besonderem Algenstaub behandelt, den die Tiere einatmen, wenn sie sich verkriechen wollen.- und daran sterben.

      Lustig ist das nicht, wenn man Bettwanzen abbekommt, aber eigentlich nicht weiter schlimm – nur unangenehm. Wichtig ist, zu checken, dass es nirgends im Gepäck ein oder zwei gibt, die mitkommen. Sie sind in der Regel gut sichtbar und zwischen 3 und 10mm gross. Wenn du wirklich welche/eine im Gepäck hast, hilft nur alles waschen und SEHR gut ausschütteln, was nicht gewaschen werden kann.
      WICHTIG: die Stiche werden in der Regel erst nach mehreren Tagen sichtbar und spürbar – wenn du also Stiche bemerkst, bist du in der Regel nicht mehr in der Herberge, in der du sie „aufgegabelt“ hast. In jedem Fall macht es Sinn, die Herberge zu informieren, wo du gerade bist. Dann können sie auch checken. Ggf. hast du ja welche mitgebracht, die es sich jetzt in dieser Herberge gemütlich machen.
      Aber es ist sehr gut möglich, dass in der Herberge, wo du dich gerade aufhältst und die Stiche bemerkst, keine Bettwanzen sind.Also ist es sinnvoll, die Herbergen der letzten paar Nächte zu informieren. Wenn sie bereits mit der Problematik vertraut sind, werden sie für die Info dankbar sein.
      Bei mir dauerte es von mind. 3 bis zu 5 Tage bis die Stiche sich bemerkbar gemacht haben. (Es war gut, dass ich das Viech gesehen habe und so genau wusste, wo ich die Stiche eingesammelt hab – als sie sich dann Tage später bemerkbar gemacht haben.)

      Ich arbeite selbst in einem Hostel und es ist uns extrem wichtig, Bettwanzen sofort an den Kragen zu gehen, wenn sie reingetragen werden – und das ist gar nicht zu verhindern. Deshalb behandeln wir alle Zimmer regelmässig mit dem Algenstaub. Das funktioniert jetzt schon seit einigen Jahren sehr gut.

      Wenn wir aber als Pilger unterwegs sind, dann können wir nur auf unsere eigenen Sachen achten und sicherstellen, dass wir die Viecher nicht auch noch weiter verteilen,
      Ich geh nun Ende April los und hoffe natürlich, ohne BettwanzenBegegnung durch zu kommen – aber wenn nicht, nun ja …..dann gut schauen, waschen und die Stiche salben – und die entsprechenden Herbergen informieren.
      Eine profilaktische Variante, um sich vor Bettwanzen zu schützen, kenne ich leider nicht.

      Wünsche euch allen frohes Pilgern und Ruhe, falls doch mal Bettwanzen euren Weg kreuzen.

      Buon Camino!
      Catherin

  9. Hallo Christoph,
    meine Frau und ich werden am 28.03.2017 zu unserem ersten Camino in Irun starten.
    Katharina wird für ca. eine Woche dabei sein. Wenn wir in Bilbao angelangt sind, werden wir noch gemeinsam meinen Geburtstag feiern, von dort aus werde ich dann alleine weiter gehen und meine Frau wird die Rückreise antreten.
    Da es meine erste Pilgerfahrt ist, würde ich mich freuen, wenn ich Informationen bekommen könnte, welche Übernachtungsmöglichkeiten ich habe. Ich habe gelesen, dass zu dieser Zeit lange nicht alle Herbergen geöffnet sind.
    LG
    Klaus

  10. Hallo Christoph,
    daaaaaaaaaanke für die vielen Infos.
    Gibt es eigentlich in jeder Herberge eine Decke, sodass in den Sommermonaten ein dünner Seidenschlafsack (eigentlich Inlet) reicht bzw man dann die Decke noch drüber nehmen kann???
    Ich starte am Montag meinen ersten Jakobsweg und hab mich für den portugiesischen Küstenweg entschieden 🙂
    Liebe Grüße,
    Martina

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s