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Heute möchte ich ein paar persönliche Dinge teilen, die ich auf meinen Jakobsweg-Wanderungen gelernt habe:
1.Es geht darum, deinen eigenen Weg zu gehen.
Auf dem Jakobsweg gibt es viel Ablenkung – vor allem in der Hauptsaison. Es ist nicht leicht, sich da nicht mit anderen Pilgern zu vergleichen, die fitter sind, weiter laufen. Doch am Ende geht es nur darum, dass du deinen eigenen Rhythmus findest.
2.Es ist okay, nein zu sagen – auch wenn es schwer fällt.
Es macht unglücklich, wenn du ein Tempo gehst, was dir nicht entspricht. Oder wenn du einen ganzen Tag an der Seite eines Mitpilgers verbringst, dessen Gegenwart dir nicht gut tut. Ich habe gelernt, dass es ok und wichtig ist, nein zu sagen und mich abzugrenzen.
3.Es lohnt sich, nach innen zu horchen – & es braucht Zeit.
Wenn ich mehr “zu mir finden” möchte, kann es hilfreich sein, es “auszuhalten”, mit meinen Gedanken und Gefühlen mal alleine zu sein, ohne ins Handy zu schauen. Erst wenn ich das Außen “stumm” schalte, kann ich irgendwann mein Inneres langsam wieder “hören”.
4.Der Weg zur Freude führt manchmal durch den Schmerz.
Durch Bewegung & Zeit für mich auf dem Camino komme ich mit mir selber in Kontakt. D.h. auch mehr mit meiner – verdrängten – Erschöpfung, Schmerz, Trauer, Wut. Erst wenn ich diese Emotionen und Empfindungen annehme, entsteht wieder Raum für Kraft & Freude.
Und ich möchte dir auch noch zeigen, was andere Pilger auf dem Jakobsweg über sich gelernt haben. Daher habe ich diese Frage kürzlich an meine Facebook-Community gestellt:
Was haben Pilger auf dem Jakobsweg über sich gelernt?
Dabei sind viele schöne und berührende Antworten herausgekommen, und einige davon möchte ich dir jetzt auflisten:
- Meine drei Erkenntnisse….der Weg ist wirklich das Ziel … hör auf deinen Körper..wenn es nicht mehr geht geht es nicht mehr und man braucht wirklich sehr sehr wenig ….waren zwei ganz tolle Wochen
- Dass mein bisschen Englisch (und es ist wirklich sehr wenig) doch reicht, um mich mit Menschen aus der ganzen Welt zu unterhalten.
- Ich habe gelernt, dass ich nicht schneller werden muss, um anzukommen. Dass mein eigener Rhythmus genau der richtige ist. Dass Vertrauen stärker ist als Kontrolle. Und dass der wichtigste Weg manchmal der zurück zu mir selbst ist
- Dass es nichts schoeneres gibt und Portugiesen und auch die Spanier ein ueberaus freundliches und hilfsbereites Volk sind.
- Ich habe soviel über mich gelernt. Wer bin ich wirklich. Was sind meine Bedürfnisse.. jeder Schritt mich näher zu mir selbst gebracht hat. Wie schön es ist sich selbst zeit zu schenken. Einfach da sitzen zu bleiben wo mein Herz es sagt. Wie wichtig es ist ohne Bewertung und Urteile zu sein. Frei sein von all diesen alten Mustern und Strukturen. Leise den Klang meiner Schritte zu lauschen und mit offenen Herzen zu gehen und dem Leben zu vertrauen. Das Dinge passieren ohne das wir sie vielleicht verstehen und dennoch alles genau richtig so ist.
Autor: Christoph Erkens
Hola! Ich bin Christoph und teile hier meine Leidenschaft für das Wandern und den Jakobsweg mit dir. Seit ich 2014 zum ersten Mal pilgern war, hat mich der Camino nicht mehr losgelassen.