Beobachtungen eines Pilgers nach der Rückkehr vom Jakobsweg

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Wohoo I’m an alien, I’m a legal alien. I’m a pilgrim back in Cologne.“         (frei nach Sting ,Englishman in New York‘)

Home is where the heart is

Ursprünglich veröffentlicht im Oktober 2014, zuletzt aktualisiert im Oktober 2026

In Muxia am Ende der Welt angekommen, und das nach einem Camino Frances,da fehlen einem die Worte. Foto: Paul Anton
In Muxia am Ende der Welt angekommen, und das nach einem Camino Frances,da fehlen einem die Worte. Foto: Paul Anton

Meine Gedanken nach der Rückkehr vom Jakobsweg

Die Stadt. Überlaufen wie der Francés im Hochsommer, laut wie eine Kirmes und anonym wie eine Wahl.

Das Stadtappartement. Warm und gemütlich. Geschützt vor Wind & Wetter, Nässe & Kälte. Aber auch abgetrennt von dem Wind in deinem Gesicht, der dich wach & lebendig macht. Vom Blick in den Himmel, in die Ferne, von der Weite, die sich auch in dir breitmacht. Vom Gefühl des Eins-seins mit dem Universum.

Dein Körper. Weich gebettet auf dem Sofa, doch schwer und unterfordert.

Deine Gedanken. Unruhig, umherwandert. Dominierend. Die Beiden – nicht in Balance.

Die Kaffeemaschine. Allzeit bereit, einen Knopfdruck entfernt. Doch der Kaffee lange nicht so lecker wie nach einem 8 km Marsch durch unwegsame Gefilde.

Privatsphäre. Durch eine Wand geschützt vor den Blicken & der Anwesenheit eines Nachbarn. Aber auch abgeschnitten von einem möglichen Lächeln, einer helfenden Hand, einem ehrlich geteilten Wort. Von der so heilsamen Erkenntnis: Ah, du bist ja wie ich, genauso ein Mensch, voller Ängste und Zweifel. Ich bin nicht allein!

Deine Freunde. Verstreut. Per Piepton im Messenger. Nur ein Bild zum Ansehen statt gemeinsam verbrachter Zeit.

Ich bin wieder zu Hause. Zurück vom Jakobsweg. Doch wo ist Zuhause eigentlich?

Video: After-Camino-Blues – wie damit umgehen?

Ich habe nach meiner Rückkehr vom Jakobsweg auch ein kurzes Video aufgenommen von sechs Minuten, wo ich auf das Thema Rückkehr von einer längeren Pilgerwanderung eingehe.

Darin schildere ich auch, wie ich inzwischen versuche, mit der Umstellung zurück in den Alltag umzugehen und mit dem mentalen Loch, in das ich und viele andere Pilger auch zunächst einmal fallen nach einer tollen Reise – und warum die Erfahrung trotzdem nicht „weg ist“, selbst wenn man wieder zu Hause ist:

Kennst du das auch? Und was sind deine Tipps und Erfahrungen mit dem „After-Camino-Blues“?

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6 Gedanken zu „Beobachtungen eines Pilgers nach der Rückkehr vom Jakobsweg“

    • Hallo Denise, ja, es geht vielen so nach ihrer Rückkehr. Vielleicht auch ein Grund, warum manche sagen, dass der eigentliche Weg erst zu Hause beginnt.. eine große Herausforderung, nicht wahr?

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