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Morgens halb 10 in Deutschland. Nein, nicht Zeit für Knoppers, sondern Zeit für die erste Wanderpause.
Und was für eine! Die Bank am Waldrand steht so perfekt, dass sie einem die frühherbstliche, noch kräftige, aber nicht zu starke Morgensonne ins Gesicht scheinen lässt, während der Blick über eine weite Wiese vor unseren Augen frei streift.
Ich bin sicher, dass dieser Platz und die Natur drumherum mit Anteil daran haben, dass das Schokobrötchen vom Bäcker aus dem Dorf in diesem Moment so gut schmeckt.
Vor zwei Minuten sind wir aus dem schattigen und zu dieser frühen Tageszeit im späten September noch sehr kühlen Wald gekommen und haben diese Bank zum Rasten in der Sonne entdeckt.
Ein Blick auf die Schrittzähler-App am Handy verrät, dass wir bereits über 6000 Schritte gemacht haben, seit wir um halb 8 am frühen Morgen von unserer Unterkunft in einem kleinen “Eifel-Kaff” nahe Trier zu Fuß aufgebrochen sind, zunächst zum Bäcker, um uns einen Kaffee zu besorgen, und dann – mit spürbar mehr Wachheit – langsam losgewandert sind.
Bei Tageswanderungen lassen wir es üblicherweise eher gemütlich angehen und starten in den Monaten, wo die Tage lang sind, oft erst am späten Vormittag oder um die Mittagszeit. Heute waren wir “gezwungen”, durch eine selbst geplante Übernachtung vor Ort in der Eifel bereits früh morgens loszulaufen. Zum Glück.
Warum es sich lohnen kann, früh aufzustehen und loszuwandern
Denn diese frühen Morgenstunden haben etwas ganz Besonderes, wie wir (nach längerem mal wieder) festgestellt haben: Das Licht im Wald, wenn die Sonne sich zwischen den Bäumen zeigt und durchbricht, ist irgendwie magisch, und die Ruhe und gesamte Stimmung im Wald ist am Morgen einzigartig, und auch nicht mit der Energie zu vergleichen, wenn man nachmittags hier durchwandert.
Der oft beschriebene und gelobte Zauber des Morgens, er ist wahr. Wer sich zu seinem Glück zwingt, früh aufzustehen und früh los zu laufen (was ja im Übrigen auf dem Jakobsweg i.d.R. auch der Fall ist, da die Herbergen einen zeitig “hinauswerfen”), wird belohnt.
Dieses Glück ist im Übrigen nicht vom Ort abhängig, und muss nicht zwangsläufig auf den Jakobswegen in Spanien oder auf dem Camino in Portugal erlebt werden, sondern kann auch beim Wandern und Pilgern in Deutschland z.B. genossen werden.
Tipp: Warme Outdoor-Kleidung, insbesondere für den Oberkörper, ist in den frühen Morgenstunden im Herbst oft unverzichtbar, um nicht zu frieren (selbst wenn es nachmittags in der Sonne nochmal T-Shirt-Wetter geben kann). Was ich hier konkret an Kleidungsstücken und -Schichten empfehle, findest du in meinem Artikel zur Wander- und Jakobsweg-Packliste.
Autor: Christoph Erkens
Hola! Ich bin Christoph und teile hier meine Leidenschaft für das Wandern und den Jakobsweg mit dir. Seit ich 2014 zum ersten Mal pilgern war, hat mich der Camino nicht mehr losgelassen.
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