Wie du einen eigenen Blog starten & damit deine Vision in die Welt bringen kannst

oder: Die Lust & Last der Generation Y auf der Suche nach dem (beruflichen) Glück

Über Beruf & Berufung, Selbstfindung & Selbstverwirklichung, Online-Business & Digitale Nomaden, Tim Ferriss & Elliott Hulse, Rudolf Wötzel & den Jakobsweg, 9to5 & Hamsterrad, die Generation Y & das Glück und Unglück der großen Freiheit


IntoTheWild5Es werden immer mehr Grenzen aufgehoben und wir haben immer mehr Möglichkeiten zur Verfügung in unserer heutigen Zeit. Wo wir früher ganz selbstverständlich und ohne das zu hinterfragen auf unserem Hof und auf dem Feld gearbeitet hätten, ist das heute anders. Wir hinterfragen vieles. Unsere Generation Y hat einen Haufen Möglichkeiten.

Das ist schön und anstrengend zugleich. Zum einen können wir ausprobieren (wie die beiden tollen Projekte von Jannike und Jan zeigen), sind frei und müssen nicht in die Fußstapfen unserer Vorfahren treten. Wir können werden, was wir wollen, und leben, wo, wie und mit wem wir wollen. Zum anderen macht so viel Freiheit ganz schön viel Druck. Denn wenn wir nicht aufpassen, sind wir ständig auf der Suche nach etwas noch besserem – ob beruflich oder auch in unseren Beziehungen. Doch so kommen wir nicht zur Ruhe und finden auch kein Glück und Frieden.

schnabelMußeManchmal, habe ich das Gefühl, sehnen wir uns in dieser unglaublichen Freiheit sogar wieder zurück nach dem Einfachen: Mal durchatmen, mal keine Entscheidung, mal kein Abwägen, mal kein irgendwas-verpassen-können, mal einfach nur sein. Ziemlich schwierig, in so einer rasanten Zeit. Ulrich Schnabels Buch Muße ist ein hervorragendes Tool, und hat mir zweierlei Dinge gegeben:
1.Besser zu verstehen, was in unserer Welt abgeht und warum.
2.Das Prinzip „weniger ist mehr“ bewusster zu leben.

Der Wandel unserer Welt bietet neben den Gefahren aber natürlich auch reichlich Privilegien und Möglichkeiten, von denen unsere Vorfahren nur geträumt haben. Wenn wir auf dem Boden bleiben, nicht in der Informationsflut und Hektik verloren gehen, können wir diese Zeit nutzen. Heute ist es möglich, von seiner kleinen Garage aus mit einem Computer die Welt zu verändern. Irre!

Eine Idee schwirrt zurzeit besonders in uns Menschen umher und fasziniert: Die Sehnsucht aus dem „Hamsterrad“ auszusteigen, auf Weltreise zu gehen, einen eigenen Blog zu starten und von überall über das Internet das nötige Geld zu verdienen. Mit dem Laptop in der Hängematte am Strand, so das Bild. Digitale Nomaden nennen sich die Glücklichen, die diesen Lifestyle leben.

2545042956_c7f48f1912_zFerriss_Timothy_-_Die_4-Stunden-Woche_-_Mehr_Zeit_mehr_Geld_mehr_LebenEinen gewaltigen Einfluss auf diese Bewegung hat Tim Ferriss. Der smarte und unglaublich vielseitig begabte junge Mann hat vor einigen Jahren das Buch „Die 4-Stunden-Woche“ geschrieben. Es ist so etwas wie die Bibel der Digitalen Nomaden. Darin zeigt er auf, wie man durch das Prinzip des passiven Einkommens seine Arbeitszeit wesentlich reduzieren und ortsunabhängig arbeiten kann. Passives Einkommen bedeutet, dass du z.B. ein Produkt erstellst, welches sich dann von selbst online vertreiben lässt, ohne dass deine Anwesenheit dafür nötig ist. Viele sind dieser Idee gefolgt. Überall sprießen Reiseblogger aus der Erde, die von Weltumrundungen berichten und davon, wie man sich ein solches Leben erarbeitet.

Ich selbst falle theoretisch gesehen mit diesem Blog teilweise auch in die Kategorie. Und ich reise gerne und nutze diese Vorzüge auch gelegentlich. Trotzdem schätze ich es (derzeit) aber auch, ein festes Zuhause zu haben und würde mich nicht als vollen Digitalen Nomaden bezeichnen. Nichstdestotrotz möchte ich dir in diesem Artikel zeigen, mit welchen Werkzeugen ich mir diesen Blog aufgebaut habe, über den ich direkt und indirekt monatliches Einkommen generiere – und wie du das mit den unten genannten Ressourcen vielleicht auch machen kannst.

brings16_0301cutGeld verdiene ich dabei durch:
-meine Coachingreisen auf dem Jakobsweg
eBooks
persönliche Beratung
-Produkte, die ich weiterempfehle & wo ich eine Provision für erhalte (Bücher, Ausrüstung für den Jakobsweg)

Falls du auch mit der Idee spielst, einen eigenen Blog zu starten – here we go:

Ein eigener Blog ist eine Möglichkeit, „sein eigenes Ding“ zu machen. Mit einem Blog kannst du dir eine aussagekräftige Visitenkarte oder sogar ein eigenes Business aufbauen. Es muss kein Reiseblog sein, du kannst über alles bloggen, was du dir vorstellen kannst. Was auf den ersten Blick einfach aussehen kann und sehr verlockend wirkt, ist meiner Meinung nach in der Realität doch nicht so einfach und schnell getan. Es steckt viel Arbeit, Kreativität, Wissen, Erfahrung, Durchhaltevermögen, Lernbereitschaft, Mut und Talent dahinter.

BlogImBlogEine 4-Stunden-Woche ist vielleicht sogar möglich, doch sicher nicht am Anfang. Auch in meinem Blog stecken bereits Hunderte Arbeitsstunden. Du kannst dir das wie mit einem Buch vorstellen. Ist dieses Buch einmal mit Talent von einem Autor geschrieben und abgeschlossen (und wird ebenso talentiert vermarktet!), kann es sich über Jahre verkaufen und Einnahmen bringen, ohne dass der Autor etwas dafür tun muss. Bis dahin muss er diesen Roman aber erst einmal schreiben und auch dafür sorgen, dass Menschen darauf aufmerksam werden und ihn kaufen.

Eine andere Frage, die ich an dieser Stelle einmal aufwerfen möchte, ist, ob die 4-Stunden-Woche überhaupt erstrebenswert ist? Falls du jemals arbeitslos, arbeitssuchend, Rentner oder zur Selbstorganisation verpflichteter Student mit vielen Freiräumen warst, weißt du: Es ist gar nicht so einfach, sich selbst zu organisieren und nichts zu tun zu haben. Die malochende Bevölkerung mag sich während ihrer Arbeit diesen Zustand sehnlichst herbeiwünschen, doch jeder Praxiserprobte weiß: Zu viel Urlaub und Freizeit bzw. frei zu organisierende Zeit ist auch nicht schön. So bescheuert das klingen mag, probiere es aus und du weißt, was ich meine.

Die Frage ist meines Erachtens also generell weniger: Wie kannst du deine Arbeitszeit auf vier Stunden reduzieren?, sondern vielmehr: Was macht dir Freude, was erfüllt dich, was gibt dir Energie?

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Wenn es möglich ist, ein Einkommen mit weniger als 40 Stunden zu erreichen, ist das natürlich trotzdem eine schöne Sache. Und wenn das Ganze als passives Einkommen ortsunabhängig über das Internet und z.B. über einen eigenen Blog generiert werden kann, umso besser und warum nicht? Wir sollten dabei nur nicht vergessen, dass die 4-Stunden-Woche und ein riesiger Reichtum selten die alleinigen Wege zum Glück sind. Sie können helfen und hindern sicher nicht, entscheidender ist aber, dass wir etwas tun, was uns befriedigt.

woetzelUnd dann brauchen wir manchmal auch gar nicht mehr so viel Geld oder Macht. Wie im Fall von Rudolf Wötzel. Der ehemalige Investmentbanker schmiss 2007 seinen hochangesehenen Job, lief zu Fuß „über die Berge zu mir selbst“ von Salzburg nach Nizza und übernahm danach eine Berghütte. Er hatte für sich erkannt, dass er ein Leben lebte, das nicht seines war – allerdings erst, nachdem ihm sein Körper das deutlich gemacht hatte. Wie es dazu kam und was seine Wanderung mit ihm machte, erzählt er in diesem Interview.

Wenn wir uns nun auf den Weg machen, „unser Ding“ zu entdecken, um es danach zu leben und damit auch Geld zu verdienen, kann ein eigener Blog bzw. eine Webseite dabei hilfreich sein. Denn durch das Starten eines eigenen Blogs können wir unsere Botschaft in die Welt bringen und unglaublich viele Menschen erreichen. Ob wir uns dann letztlich einen passiven Einkommensstrom aufbauen und z.B. eigene Bücher über den Blog verkaufen, ist uns überlassen. Ein Blog kann genausogut genutzt werden, um Dienstleistungen aller Art anzubieten, ob telefonisch oder vor Ort (wie z.B. die von mir organisierte Rucksackreise zu Dir oder auch mein Gitarrenunterricht, für den ich Kunden über einen Blog gewinne). Ein Blog kann ebenso als Visitenkarte genutzt werden und damit sozusagen als Bewerbung. Du kannst dich über einen ansprechenden Internetauftritt mit anderen Menschen und Partnern vernetzen, Engagements und Aufträge bekommen oder einen festen Job.

1Vielleicht wollen wir unseren Blog aber auch einfach als Hobby und aus Leidenschaft betreiben, und dort über die Dinge schreiben, die uns am Herzen liegen. So ist dieser Blog hier übrigens auch entstanden im Sommer 2014. Dass dieser Blog jetzt hier steht, einige Leser hat und ich darüber eigene Gruppenreisen auf dem Jakobsweg organisieren kann, war weder geplant noch gewollt. Es hat sich so ergeben und entwickelt. Und das ist auch gut so, denn wir sollten mit unserem Herzen dabei sein, wenn wir Dinge tun und aufbauen. Wer nur Dinge tut, um Geld zu verdienen, mag erfolgreich werden, doch wird er erfüllt sein?

Ich versuche auch diesen Blog so zu „leben“, dass er mir Freude macht. Natürlich gibt es auch Aspekte und Aufgaben, die erledigt werden müssen – besonders, wenn es um Business und Geld geht. Doch die Freude sollte überwiegen und ich versuche z.B. nur Blogbeiträge zu schreiben, die wirklich von Herzen kommen und wo ich hinter stehe. Und sollte die Freude nicht mehr dasein, werde ich mich nach etwas anderem umschauen. Wir dürfen uns von der Vorstellung lösen, wir müssten ein Leben lang nur das gleiche machen.

elliott1Wie wir „unser Ding“ finden, ist natürlich noch mal ein ganz eigenes (und riesiges!) Thema. Das möchte ich vielleicht an anderer Stelle mal vertiefen. Wenn du aber bereits eine Leidenschaft hast und erwägst, ein Online-Business zu starten, dann würde ich dir den überaus simplen, aber effektiven 3-Punkte-Plan ans Herz legen, den unter anderem der großartige Elliott Hulse in seiner Non-Job-Kampagne propagiert. Elliott ist Fitness-Coach, YouTube-Star und seit langem eine große Inspiration für mich. Mit diesem 3-Punkte-Plan ist er selbst erfolgreich geworden:

  1. Finde die Sache, die du liebst.
  2. Beginne damit, diese Sache gratis über das Internet mit anderen zu teilen (Blog, Videos, Podcasts).
  3. Biete kostenpflichtige Zusatzangebote an (Dienstleistungen, Produkte etc.).

Diese Anleitung ist extrem kompakt. So kurz und wahr sie im Kern auch ist, so langwierig gestaltet sich die Umsetzung der einzelnen Punkte dabei aber in der Realität. Trotzdem kann es helfen, diesen groben Leitfaden als Orientierung im Kopf zu behalten. Punkt 1 kann wie gesagt niemals in einem Artikel abgehandelt werden und ist wohl der wichtigste und oft langwierigste Teil. Die Sache, die du liebst, zu finden, heißt auch, sich selbst gut kennen zu lernen.

DSC02823Was mir dabei hilft, mehr zu mir selbst zu finden: Z.B. meine Reisen. Eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg  kann viele neue Erkenntnisse bringen und Impulse freisetzen (zudem, wenn sie in Verbindung mit Reflexion und Selbstreflexion steht, wie bei der von mir angebotenen Coachingreise). Für mich ist Reisen eines der besten Mittel, um mich selbst besser kennen zu lernen. Die Chancen dafür stehen übrgiens witzigerweise größer, je weniger du von einer Reise erwartest 🙂

In diesem Artikel möchte ich aber auf Punkt 2 und 3 eingehen. Falls du eine Leidenschaft gefunden hast oder/und den Wunsch hast, einen eigenen Blog zu starten, möchte ich dir hier ein paar Tools und Ressourcen zeigen, die mir geholfen haben:

1.)Online-Kurs: Blogging-University

Ben BloggingUniversity

Die Blogging-University von meinem Blogger-Kollegen Ben von anti-uni.com ist meiner Meinung nach das umfangreichste und gleichzeitig preislich unschlagbarste Angebot, wenn du professionell bloggen lernen möchtest.

Ben hat nicht nur mit anti-uni.com selbst einen hervorragenden Blog aufgebaut. Er versteht es zudem, seine Erfahrungen auf den Punkt zu bringen und Laien weiterzugeben. Dazu kommt, dass er sich unglaublich viel Arbeit mit der Blogging-University gemacht hat. Du findest dort nicht nur sämtliche Learnings aus seinem Blogger-Leben, sondern zudem auch noch viele Interviews mit anderen gestandenen Bloggern.

Und daher ist dieser Kurs ehrlich gesagt einfach unschlagbar und meiner Meinung nach (und ich durfte ihn testen!) jeden Cent wert, wenn du erfolgreicher Blogger werden willst.

Hier geht’s zur Blogging-University.

2.)Online-Kurs: Blog-Camp

blogcampwerbung

Das Blog-Camp ist ein Online-Kurs, der dir hilft, deinen eigenen Blog auf die Beine zu stellen und groß zu machen. Conni und Sebastian sind selbst bekannte Reiseblogger und geben ihre Erfahrungen hier Schritt für Schritt weiter. Durch über 40 Videos, Arbeitsblätter, Checklisten und verschiedene Module kannst du den Blog-Aufbau systematisch lernen und dabei von viel Fachwissen der beiden profitieren – sowohl technisch wie auch inhaltlich. 169 € sind definitiv nicht wenig, doch falls du einmal mit deinem Blog Geld verdienen oder bestenfalls sogar davon leben möchtest, sind 169 € wiederum nicht viel.

Ich habe das Blog-Camp selbst auch für meinen Blog genutzt und kann es empfehlen. Super sind auch die integrierte Facebookgruppe und das Forum, wo du viel Unterstützung von anderen Bloggern bekommst und dich austauschen kannst. Alleine kommt man nicht weit!

Plus: Als Jakobsweg-Kuestenweg-Leser sparst du 10 € mit dem Rabatt-Code „ichliebebloggen“! Hier kannst du das Blog-Camp kaufen!

Noch ein paar Worte:

Wenn du einen Traum hast und ihn in die Welt bringen möchtest, lasse dir genügend Zeit damit! Überfordere ihn nicht, sondern lass ihn langsam aber stetig wachsen und gedeihen. Bis du im besten Fall vielleicht einmal davon leben kannst, suche dir einen Brotjob, der dein Einkommen sichert. Auf diese Weise kann der Brotjob dir als Diener zur Traumverwirklichung dienen und du hast genügend Zeit, deinen Traum(beruf) aufzubauen. Anderenfalls stehst du unter Druck, dass dein Traum(job) sofort funktionieren und Geld abwerfen muss. Das kann sehr stressig sein. Mein Blogger-Kollege Tim empfiehlt: Gib dir drei Jahre Zeit.


Erwähnte Bücher, Webseiten & Artikel:

Jannikes Projekt: 30 Jobs in einem Jahr
Jans Projekt: 33 Länder, 33 Wochen, 33 Jobs
Generation Y: Artikel unglücklich
Ulrich Schnabel: Buch Muße
Tim Ferriss: Buch Die 4-Stunden-Woche & Blog
Meine Projekte: Coachingreise auf dem Jakobsweg, eBook, Gitarrenunterricht-Blog
Rudolf Wötzel: Buch Über die Berge und zu mir selbst & Interview
Elliott Hulse: Blog, The Non-Job-Campaign & Video
Conni & Sebastian: Online-Kurs Blog-Camp
Patrick: Buch Beruf: Reiseblogger
Tim von MyMonk: Artikel 3 Jahre Zeit für den Traum

Bildnachweise:
© anyaberkut – Fotolia.com 
© TimFerris – flickr.com

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