8. Etappe Zenaruzza – Gernika 17,8 km

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Die 8. Etappe des spanischen Camino del Norte führt uns weg vom Kloster Zenaruzza und nach Gernika.

Vorher geht es durch viel Natur, die dafür entschädigt, dass wir das Meer dieser Tage nicht zu sehen bekommen.

Du bekommst (wie auch auf vielen anderen Etappen des Küstenwegs) viele Tiere aus nächster Nähe zu sehen.

Gernika ist ein hübsches Städtchen, wo man einen Tag verbringen kann (nicht muss).

Die Stadt hat allerdings eine traurige Geschichte: 1937 wurde sie von deutschen Kampflugzeugen arg bombardiert (mehr dazu hier).

Viele Tiere und Natur auf dem Weg nach Gernika.
Viele Tiere und Natur auf dem Weg nach Gernika.
Ausblick kurz vor Gernika.
Ausblick kurz vor Gernika.
In Gernika.
In Gernika.

Morgen geht es mit der nächsten Etappe weiter.

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6 Gedanken zu „8. Etappe Zenaruzza – Gernika 17,8 km“

  1. Hallo Egon,
    Ich finde gut, dass Du Dir diese Gedanken gemacht hast. Es ist schon traurig, dass Gernika als „hübsches Städtchen“ bezeichnet wird, ohne die Bombardierung durch deutsche Flugzeuge der Legion Condor 1937 zu erwähnen.
    In Gernika gibt es ein Friedensmuseum (!) das sehr beeindruckend ist. Besonders die Darstellung des Luftangriffes ist erschütternd. Auch die Darstellung des Bildes Guernika (!) von Picasso ist sehr anschaulich.
    Ebenso sehenswert ist der Skulpturenpark mit Werken von Chillida und Henry Moore (ein Muss!).
    Ressentiments habe ich keine verspürt. Im Gegenteil hatte ich mein Portemonnaie in einer Bar liegen gelassen, das mir dann nachgetragen wurde!
    Ressentiments habe ich nicht verspürt

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  2. Hallo,
    ist es möglich als Deutscher in die Stadt Gernika zu gehen?
    Ich habe mich zumindest mit meinem PKW „Deutsches Kennzeichen“ durch die Nazi Zeit und der Bombardierung durch die Deutschen da geschämt in diese Stadt zu fahren.
    Möglich, dass es als Pilger leichter wird?
    Gibt es da ein Museum über die Greueltaten der Deutschen Nazis? Oder wie man auch immer diese Deutschen Faschisten dazu bezeichnen soll?

    Wer hat hierzu Erfahrungen um mir die Hemmungen zu nehmen und den Mut zu bekommen diese Stadt wieder zu betreten als Nachkriegsabkömmling.

    Grüße an alle

    Egon Seiss

    Antworten
  3. Das war im Juni – die Tage davor waren trocken, auch an diesem Tag war nur leichtester Nieselregen zu verzeichnen, irgendwo bergab im Wald zwischen Zenaruzza und Guernika war es so matschig und glatt, dass ich mich mit beiden Händen an einem Baum anhalten musste und als ich nach einigem Überlegen wie es nun weitergehen sollte den-selbigen ausließ, landete ich mit dem Bauch im Schlamm. In diesem Zustand erreichte ich dann ein paar Kilometer später eine kleine Bar die direkt neben einer Bushaltestelle lag. Dort wusch ich mir gezwungener Maßen flüchtig die Haare, sowie Gesicht und Hände, zog trockene Kleider an, kaufte einen heißen Kaffee (kalt und windig wars auch noch dazu) und fuhr die letzten Kilometer mit dem Bus nach Guernika. Mir reichte es für diesen Tag. Ich dachte mir das ist wie beim Klettern oder Bergsteigen, man muss wissen ab wann man abbricht, denn sonst wird es gefährlich.
    Ich war übrigens nicht die einzige die völlig verdreckt und verzweifelt in dieser Bar ankam. Kein Pilger der dort Rast machte ging zu Fuß weiter. Dem Wirt erschien unser Aussehen ganz normal. Über den restlichen Teil des Caminos kann ich mich nicht beschweren, natürlich gab es schöne und weniger schöne Etappen – letztendlich bin ich dann doch, gut und glücklich in SDC angekommen.

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  4. Natürlich ist alles relativ, doch für mich war das der schlimmste Teil der Strecke. Die Schlammschlacht am Weg nach Zenaruzza und der rutschige Weg, ein Schritt vor und ein halber wieder zurück, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Ich dachte mir das schaffe ich niemals bis Santiago.

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