Mein Jahr 2020 – persönlicher Jahresrückblick

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Jahresrückblick 2020

2020 war ein schwieriges Jahr, wahrscheinlich für alle von uns.

Es hat mich noch einmal mehr auf mich selbst zurückgeworfen, weil viele Dinge, die ich machen wollte, nicht möglich waren.

Zugleich gab es aber auch viel Gutes, und auf Beides möchte ich jetzt noch mal draufschauen in meinem kleinen persönlichen Jahresrückblick 2020.

Den Pilger-Spirit in den Alltag holen

Die Jakobswege waren einen Großteil des Jahres geschlossen aufgrund der Corona-Lockdowns. Trotzdem habe ich die Zeit für mich ganz gut nutzen können, um weiter den „Pilger-Spirit“ in meinen Alltag zu integrieren.

Es ist ein Ziel, dass ich schon seit Längerem verfolge, und dass aufgrund von Corona noch wichtiger wurde: Nämlich mir kleine „Jakobsweg-Momente“ immer wieder in mein tägliches Leben zu holen, z.B. durch tägliche Spaziergänge.

Durch viel Ausprobieren habe ich eine Strecke von 7 bis 10 Kilometern entdeckt und mir zusammengelegt, die fast ausschließlich durch die Grünstreifen meiner Stadt führt und direkt vor meiner Haustüre beginnt.

Waldweg in meiner Heimat

Waldweg in meiner Heimat.

Gewohnheiten, die erden

Anfangs des Jahres bin ich diese zwei Stunden-Strecke teilweise fast täglich gegangen, und es hat mir gezeigt:

Ich muss nicht mehr immer bis nach Santiago de Compostela laufen, um bei mir selbst anzukommen.“

Durch solche regelmäßigen Rituale und Gewohnheiten, wie diese kleinen „Stadtwanderungen“, kann ich mir zumindest zum Teil den Jakobsweg-Spirit auch in mein tägliches Leben holen.

Wenngleich natürlich klar ist, dass diese Erfahrung nicht mit der von einem großen Jakobsweg mit hunderten Kilometern Länge mithalten kann.

Was ich neben den kleinen Wanderungen vor der Haustüre noch gemacht habe, das erzähle ich dir ausführlicher im nächsten Blogartikel, denn das würde hier leider den Rahmen sprengen.

Glücklich im Moment

Glücklich im Moment und am Wasser.

Blogumzug

Auf den vielen kleinen Wanderungen habe ich mir auch viele Gedanken um diesen Blog gemacht. Und es wurde Anfang des Jahres immer klarer, dass der Blog einen technischen Umzug benötigt – ein großes Unterfangen.

Stell dir vor, du ziehst mit deinem gesamten, bestehenden Haus von einem Grundstück auf ein anderes um, möchtest aber das Haus und Inventar an sich weitestgehend so lassen, wie es ist.  So ungefähr stellte sich die Situation für mich dar.

Das Ganze war ein bisschen beängstigend und kostete mich einige Nerven, ist aber letztlich, auch dank kompetenter Unterstützung, im Großen und Ganzen gut gelaufen – auch wenn ein paar kleinere Dinge immer noch „aufzuräumen“ sind.

Und ich bin sehr froh, denn es wurde wirklich Zeit für diesen Schritt. Die Möglichkeiten, die du als Blogger auf einem selbstgehosteten Blog hast, sind weitaus größer. Dabei geht es um Ladezeiten, um Optisches, um Sicherheit etc..

Ein verwaister Reiseblog im neuen Gewand

Kurze Zeit später war Corona dann auch bei uns in Deutschland vollkommen angekommen. Damals glaubte ich noch – und die meisten anderen vermutlich auch -, dass das Ganze eine Sache von ein paar Wochen sei und pilgern bald wieder möglich sein würde.

Wir irrten uns, und im Frühjahr war mein Blog zwar umgezogen und manche Artikel, wie die Übersicht über die spanischen Jakobswege, erstrahlten schon im neuen Look. Doch war der Blog quasi tot, was die Besucherzahlen anging, wie so ziemlich jeder andere Reiseblog auch.

Der Flugverkehr erlahmte und Reisen war kaum noch möglich, ob nun nach Spanien auf den Camino de Santiago, oder zum Entspannen ins geliebte Ferienhaus in Dänemark.

Stillstand wegen Corona

Stillstand wegen Corona.

Stillstand auf dem Jakobsweg

Nichts ging mehr auf dem Jakobsweg für eine ganze Weile. Mein Artikel „Anders als gedacht – Über Erwartungen & Enttäuschungen beim Pilgern“ wurde einer der am meisten kommentierten Beiträge auf dem Blog.

Für mich war diese Zeit auch beruflich anstrengend und schwierig. Der ein oder andere von Euch weiß, dass ich mich vor ein paar Jahren selbstständig gemacht habe und seitdem im Bereich Online-Marketing arbeite.

Der Reiseblog über den Jakobsweg und die eBooks sind nicht nur persönliche Leidenschaft, sondern auch ein Teil meiner beruflich Existenz geworden.

Und während eigentlich zu Ostern die Pilgersaison so richtig beginnen sollte, musste ich stattdessen einen Artikel schreiben mit dem Titel: „Bitte Pilgerreise verschieben!“

Für Euch tat es mir leid, da viele von Euch den Jakobsweg 2020 laufen wollten und teilweise seit Langem daraufhin gefiebert hatten, und nun alles canceln mussten. Für mich war es hart, da sämtliche Einnahmen rund um den Blog, u.a. aus eBook-Verkäufen, auf die ich angewiesen war, von heute auf Morgen wegbrachen.

Unsichere Zeiten

In dieser Zeit war ich froh, dass meine anderen Webprojekte, an denen ich in den vergangenen Jahren gearbeitet hatte, und die ich betreue, die Krise ein bisschen ausgleichen konnten und mir den Hintern retteten.

Die Informationsseite über mobile Whirlpools für den Garten erlebte einen ungeahnten Besucheransturm. Kein Wunder, war doch außer Urlaub Zuhause wenig möglich in diesem wettertechnisch ansonsten doch sehr schönen Sommer.

Auch mein Blog über Kaffee und Thermobecher beispielsweise, den ich zusammen mit einer Freundin gestartet hatte, bekam zunehmend mehr Leser, sodass ich zwar erneut viel arbeiten musste dieses Jahr, jedoch zugleich auch durchatmen konnte, was die Existenzsicherung anging.

Umzug ins eigene Büro

In dieser Zeit wagte ich auch eine größere berufliche Veränderung: Ich zog – zunächst probeweise, und dann langfristig – in eine kleine Bürogemeinschaft, und hatte erstmals ein eigenes Büro.

Nachdem ich in der Zeit zuvor mal im Zug unterwegs, mal im Café, mal in einem Co-Working Space und mal von Zuhause gearbeitet hatte, tat es gut, nun eine feste Anlaufstelle zu haben zum Arbeiten und Austausch mit Kollegen.

Umzug ins neue Büro

Umzug ins neue Büro.

Fragen, die mich beschäftigt haben

Privat und persönlich habe ich mich auch dieses Jahr leidenschaftlich und viel mit verschiedensten Aspekten des Menschseins auseinandergesetzt. Mich reizen die Fragen:

  • Wer sind wir?
  • Warum sind wir hier?
  • Wie und warum stehen wir uns immer wieder gerne selbst im Weg?
  • Wie können wir innerlich zufriedener werden?

In diesem Zusammenhang habe ich mich dieses Jahr auch viel mit Themen wie Ernährung und Detox, Spiritualität und Glauben, Energie und Körperbewusstsein, sowie zwischenmenschlichen Beziehungsdynamiken beschäftigt.

Themen, wo ich manchmal unsicher bin, inwiefern sie auch auf diesen Blog passen, der sich ja in erster Linie mit dem Jakobsweg, und im weiteren Sinne auch mit Persönlichkeitsentwicklung generell beschäftigt. Ich freue mich über ein Feedback von dir als Leser hierzu.

Ernährung spielt eine Rolle für die Zufriedenheit

Ernährung spielt eine Rolle für die Zufriedenheit.

Was dich 2021 hier erwartet

Abschließend möchte ich noch ganz kurz auf das neue Jahr eingehen, und darauf, was dich auf diesem Blog erwartet:

Ich habe geplant, jeden Monat einen neuen Artikel zu veröffentlichen, mal mit praktischen Informationen und Tipps zum Pilgern, mal in die Richtung Inspiration, Motivation und Erfahrungsbericht.

Zudem habe ich vor, nach langer Zeit noch mal ein klein wenig auf Youtube in Sachen Jakobsweg zu machen. Denn Video ist ein Medium, das ich selbst zunehmend gern nutze und das sich auch für dieses Thema gut eignet, glaube ich.

Daneben habe ich auch noch die ein oder andere coole Idee im Hinterkopf, doch das ist noch nicht fest oder spruchreif, doch du wirst es natürlich erfahren, sobald es da was Genaues gibt!

Ich danke Euch

Zu guter Letzt möchte ich bei jedem einzelnen Leser bedanken für die Treue seit Jahren, für jeden Kommentar, für jede Mail (auch wenn ich leider nicht immer die Zeit finde zu antworten) und für jedes gekaufte Buch und jede Spende!

Ich wünsche Euch und Dir persönlich ein gesundes, erfüllendes neues Jahr, und hoffe, dass wir in diesem heiligen Jahr auch den Jakobsweg bald wieder selbst erlaufen können!

Was hast du in 2020 über dich gelernt? Was hat dich wachsen lassen? Wie hast du dir den Jakobsweg trotz Corona in dein Leben geholt?

Buen Camino, Christoph

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11 Kommentare.

  1. Hallöchen. Gern lese ich deine Mitteilungen und stelle fest, es immer gut wen man auch mal einen Schritt zurück macht und die Situation nicht verkennt… oder verkennen sollte.
    Für deinen persönlichen Erfolg wünsche ich dir und deinem Umfeld alles denkbar Gute.
    Meine Übungsstrecken sind 1, 2 oder 3 Stunden lang (also zwischen 10 und 20 km) und genau so nehme ich das wahr wie von dir beschrieben. Es ist einfach schön.

  2. Hi Christoph,
    ich bin Fan von Deinem Blog. Er inspiriert und motiviert mich. 2021 möchte ich mich auch auf den Weg machen. Und hoffe, es klappt. Im letzten Jahr bin ich auch fast jeden Tag – nach meist an die 10 Stunden im Homeoffice – immer die gleiche Strecke spazieren gegangen. Mitten in der Stadt fand ich einen Weg am Bächlein entlang und dann um einen kleinen See herum. Das Ritual hat mich sehr geerdet und mir Halt
    gegeben in diesen seltsamen und unplanbaren Zeiten.
    Mach bitte weiter!
    Gruß aus Hamburg

    • Hallo Stefanie,
      das freut mich sehr zu lesen! Ich find’s super schön und wichtig, auch im Alltag Oasen zu haben zum Auftanken – besonders nach langen Schreibtisch-Zeiten. Ich wünsche dir alles Gute für das neue Jahr, lg, Christoph

  3. Danke lieber Christoph für deinen Bericht.
    Ja, das Jahr war für viele sehr herausfordern und viele Pläne mußten geändert und verschoben. So auch meiner auf dem Camino Primitivo nach Santiago Compostela zu pilgern.
    Beruflich trifft es mich ja nicht mehr da ich das von Udo Jürgens so schön besungene Alter habe in dem das Leben beginnt…wobei ich es schade finde wenn viele Menschen so lange damit warten.
    Ich wünsche dir für das kommende Jahr ganz viel Gesundheit, Glück und Erfolg bei all deinen Vorhaben.
    Liebe Grüße und Buen Camino aus Österreich
    Elisabeth

    • Hallo Elisabeth, danke für die Wünsche, das wünsche ich dir auch! Und bin gespannt, wie du den Camino Primitivo erleben wirst, wenn das Pilgern wieder freigegeben ist. Lg, Christoph

  4. Hi Christoph,
    Ich freue mich von dir zu hören und vor allem: Du bist gesund!
    Hatte mir schon allerhand für Gedanken gemacht, weil ich nichts von dir hörte. Ich schaue immer mal wieder in die drei Jakobswegbücher von dir, denn auch mein Jakobsweg 2020 ist ausgefallen. Auch deine Idee mit dem Jakobsweg-Adventskalender fand ich genial :-)) und habe bei dir im November bestellt. 53,54€ waren sofort abgebucht. Leider habe ich die Dinge (Jakobswegkalender 2021, Anstecker Set, „Buff“ mit Jakobswegstempeln) nie erhalten. Okay, du hast bei dir einiges umgewälzt, wie ich jetzt sehe. Das enthebt dich aber nicht von deinen Vertragspflichten. Bitte kontaktiere mich, damit wir das regeln können und ich nicht den Glauben an dich und deinen neuen beruflichen Weg verliere.
    Buen Camino aus Unterfranken

    • Hallo Helga, danke für deine Nachricht und das Lob! Tut mir leid, dass du deine bestellten Sachen noch nicht erhalten hast. Ich selber verkaufe keine eigenen Jakobsweg-Kalender, Buff-Tuch etc, sondern verlinke zum Shop von Jakobsweg.de unter anderem. Ich vermute du hast dort bestellt. Ich werde deine Nachricht mal an den Shopbetreiber weiterleiten und hoffe, dass du schnellstmöglich alles bekommst. Bitte höre ggf. auch noch mal selbst nach zur Sicherheit. Liebe Grüße und alles Gute, Christoph

      • Ein Hallo an alle Wanderbegeisterte dieses Blogs!

        Bei Christoph’s Angeboten sind Bestellung, Versand und Abbuchung mit eindeutiger Deklarierung exzellent organisiert und sicher. Darauf lässt sich vertrauen. Das weiß ich jetzt. Als Online-Consumer-Neuling habe ich falsche Schlüsse gezogen (siehe weiter oben). Dafür entschuldige ich mich aufrichtig. Jetzt weiß ich’s besser. Danke für das Verständnis.

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