Küstenweg (Camino del Norte)

fishing boat in sunrise at Mediterranean sea

Kennst du Heinrich Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“? Diese berühmte Kurzgeschichte, wo ein sehr wirtschaftlich denkender deutscher Tourist verzweifelt versucht, einem spanischen Fischer das Glück zu erklären – obwohl dieser das längt gefunden hat, nämlich im Prinzip „weniger ist mehr“.

Und erinnerst du dich an das Setting der Geschichte? Ein verschlafenes, idyllisches Hafenstädtchen an der Küste Spaniens, wo nur die Möwen und das Meer zu hören sind. Ein Ort, wo man noch die Ruhe, den Mut & die Klugheit besitzt, das Leben zu genießen, ohne viel dafür tun zu müssen.

Der Küstenweg (auch Camino del Norte genannt) bietet tatsächlich solche paradiesischen Orte und Momente. Und das Beste und Überraschendste ist, dass dieser alte Jakobsweg noch zu den Geheimtipps unter den Pilgerwegen zählt. Aber: Psssst! 😉

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Ein Porträt in Bild & Ton:

Was der Küstenweg ist:

  • ein kleines Abenteuer (denn das Herbergsnetz ist nicht so dicht wie auf dem Camino Francés und in den Wintermonaten kann auch schon mal die ein oder andere Herberge dicht sein, was zu Improvisationen oder längeren Tagesetappen mit bis zu 30 Kilometern zwingen kann; wer sich drauf einlässt, wird feststellen, dass er gerade an solchen Herausforderungen wächst und flexibler wird und enger mit Einheimischen und Mitpilgern in Kontakt kommt – persönliches Wachstum garantiert!

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  • eine Chance, Spanisch zu lernen (denn viele Spanier in den kleinen Örtchen und Städtchen entlang der Küste sprechen kaum oder kein Englisch, geschweige denn Deutsch; man kommt auch so durch, wer jedoch Lust hat, kann hier ganz praktisch Spanisch lernen und direkte Erfolge sehen. Einen ausführlichen Artikel zum Thema Spanisch für den Jakobsweg findest du hier. Für Schnellentschlossene: Ich bin mit diesem Buch sehr gut zurechtgekommen: Langenscheidt Sprachführer Spanisch. Übrigens: Eine Ebook-Version zum Download ist im Preis inklusive. Alternative: Der renommierte Babbel-Online-Kurs, den ich empfehlen kann)
  • ein (weitgehend) ruhiger Weg (denn trotz Pilgerboom laufen noch immer über 70 % aller Pilger den bekannten Camino Francés; wer also etwas mehr Ruhe sucht, ist hier gut aufgehoben – bis auf die Monate Juli & August, wo es inzwischen leider auch auf dem Küstenweg sehr voll ist; besonders das entschleunigte Leben der Menschen, die hier ihre Heimat haben, wirkt sich sehr ansteckend und beruhigend auf Körper & Geist aus, die Menschen hier haben oft wenig zum Leben, doch ein Lächeln und ein herzliches Wort für den Reisenden fast immer)
  • eine körperliche Herausforderung (anders als der Camino Francés oder viele andere Jakobswege, verlangt der Küstenweg dem Pilger viel ab, es geht – vor allem auf dem ersten Teil bis Bilbao – viel auf und ab; es ist jedoch alles machbar, wenn du deine Etappen langsam steigerst und deinen Körper sich an das Laufen gewöhnen lässt. Natürlich hilft es auch enorm, einen nicht zu schwergepackten Rucksack dabei zu haben mit nur dem nötigsten.)
  • eine landschaftliche Schönheit (hier kann man wirklich noch über an Steilküsten gelegene Schafswiesen laufen und hat das Meer oftmals ganz nah bei sich zu seiner Rechten, dazu kommen malerische kleine Hafenstädte – der Küstenweg bezaubert mit seinem Panorama; allerdings hast du – besonders auf dem späteren Abschnitt hinter Santander – auch eine Menge Asphaltstraßen dabei, die zwar nicht stark befahren, aber auch keine Freude für die Füße sind.)
  • ganzjährig begehbar (wegen dem milden Küstenklima kann der Camino del Norte auch in den kalten Monaten noch gut begangen werden. Bedenken solltest du zwischen November und Februar allerdings, dass ein nicht geringer Teil der Herbergen dann geschlossen ist. Das bedeutet längere Etappen oder Ausweichen auf Pensionen und andere Unterkünfte)

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Was der Küstenweg nicht ist:

  • ein Selbstläufer (Der Küstenweg ist definitiv körperlich herausfordernd. Wer wenig flexibel ist, kein Spanisch lernen, keine großen Höhenmeter überwinden und nicht gerne längere Strecken alleine laufen möchte, sollte vielleicht eher auf einen anderen Jakobsweg wie den Camino Francés ausweichen. Hier findest du übrigens eine gute Übersicht über die verschiedenen Jakobswege. Trotz seiner Höhenmeter: Mit genügend Zeit und Ruhe und ist der Küstenweg auch für Ungeübte zu schaffen.)
  • ein durchgehendes Sonnenbad (das Wetter an der Küste schwankt schnell und kann selbst im Sommer sehr unbeständig sein – muss es aber nicht)
  • nur Wiesen, Berge & Meer (leider gibt es auf dem Camino del Norte auch viele Passagen entlang der Straße, „carretera“, wie die Spanier dazu sagen. Kilometerlang auf Asphalt zu laufen ist nicht unbedingt schön, aber nun mal Teil des Weges. Wer den Küstenweg gehen möchte, sollte das wissen)
  • englischsprachig (Wie bereits gesagt, sprechen die Einheimischen in den kleinen Dörfern an der Küste nicht immer englisch. Dennoch sind bisher alle immer irgendwie durchgekommen, und das wirst du auch. Natürlich ist es schöner, wenn man ein paar Worte versteht und sich ein bisschen mit den Menschen unterhalten kann. Im folgenden Artikel findest du mehr zum Thema Spanisch für den Jakobsweg.)
  • ein Massenpilgerweg (Abgesehen von den Monaten Juli und August, wo auch auf dem Camino del Norte Hochbetrieb herrscht, ist dieser Jakobsweg meist kein überlaufener Weg.)
  • langweilig (ich kenne niemanden, der diesen Weg bereut hat)

Der Küstenweg im grafischen Überblick:

Vorbereitung & Reiseführer

Einige Impressionen vom Küstenweg:

Eindrücke1

Eindrücke2

Eindrück3

Eindrücke4

Eindrücke5


 Weiterführende Artikel:

Und du?

Wenn du selbst den Küstenweg gehen möchtest, aber immer noch viele offene Fragen hast, helf ich dir gern bei deiner Vorbereitung im persönlichen Gespräch. Und wenn du den Küstenweg mit einer kleinen Gruppe und mir und dabei doch eigenständig erkunden möchtest, schau mal in die Rucksackreise zu Dir.

Buen Camino,
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105 Gedanken zu „Küstenweg (Camino del Norte)

  1. Ich gehe in 2015 meinen Weg von Kassel aus und dann über Irun den „Norte“. Allerdings mit einem Pilgerwagen, weil ich nichts lange tragen kann. Ich bin auch schon davor gewarnt worden, daß manche Strecken einen Pilgerwagen nicht zulassen und weiß, daß ich dann eben drumherumgehen muß. Doch darum werde ich mich in den nächsten Monaten kümmern, welche Strecken da am wichtigsten sind und für mich nicht in Frage kommen. Natürlich bin ich auch für Tips dankbar, ich denke da zum Beispiel an den Treppenaufstieg, habe ihn in einem Film gesehen, will aber noch erfahren, wo er sich befindet. Der ist für mich ein absolutes Nogo.

    • Hallo Herbert, von Kassel bis nach Spanien und dann über den Norte, das klingt ziemlich gut.. der Küstenweg bietet an einigen Stellen Alternativrouten, wie dir der Reiseführer zeigen wird. An einen längeren Treppenaufstieg kann ich mich spontan nicht erinnern, aber ein paar Stufen und schwierige Stellen wirst du vermutlich auf allen Wegen vorfinden. Eine gute Planung und Grüße nach Kassel

    • @ Herbert: Heyho, ich hab dieses Jahr den France gemacht. Ich bin mir sicher, du meinst den Treppenaufstieg fast noch am Anfang auf dem France. Also ich fand zwar der hat einiges gefordert. Im Film sieht der zwar sehr lang aus. Aber in der Rehalität ist der eigendlich nicht sehr lang aber seeeehr steil. 🙂
      Ruhefasen sind da echt empfelenswert.
      Hoffe konnte helfen.
      @Christoph: 2016 würde ich gerne den Norte machen da der Franc echt nur noch reinste Gelddruckmaschinerie und Tourismus ist. Verdammt schade eigendlich. Für mich nahm es ein wenig den Spirit raus und daher mach ich den Norte in jedem Fall. Meine Frage is daher, wie sind die Einkaufsmöglichkeiten, die Wasserversorgung und darf ich dort auch Lagerfeuer machen. Denn ich schlafe grundsätzlich nur im aller höchsten Fall in einer Herberge. Und w vor allem, wie sind dort die Preisverhältnisse?
      In diesem Sinne danke im Vorraus und Buen Camino.
      Mfg Jörg

      PS: Würde mich freuen, wenn du mir auf meiner Mail antworten könntest.

      • Einkaufsmöglichkeiten und Wasserversorgung ist OK. Preise sind höher als auf dem Frances. Zelten dürfte je nach Jahreszeit nicht überall möglich sein, da viele Felder und Wiesen am Weg eingezäunt oder zum Teil total ungepflegt sind. Es gibt ein paar Campingplätze am Weg und die Herbergen habe normale Preise. Günstige Pilgermenue wie auf dem Frances gibt es auch nicht soviel auf dem Primitivo.

  2. Mit dem erwähnten Treppenanstieg ist wahrscheinlich das Stück von Pasaia San Pedro direkt am Meer Richtung Leuchtturm gemeint. Das läßt sich jedoch auf einer Alternativroute umgehen.

  3. Pingback: Die Universität des Lebens – oder: Güemes, die kultigste Herberge des Küstenwegs | Jakobsweg-Küstenweg

  4. Lieber Christoph, auch ich bin auf der Suche nach einem Pilgerweg von Saint-Jean-Pied-de Port nach Irun. Im Juni möchte ich meine Pilgerreise starten und den Küstenweg beschreiten.
    Herzliche Grüße,
    Kati

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  7. Hallo Christoph,
    meine Freundin und ich planen unseren ersten Camino und möchte gerne von Oviedo bis Santiago laufen. Wie lange schätzt du diese Route und betshet die Möglichkeit, am Strand bzw. an geeigneten Plätzen zu Zelten?

    LG Basti

    • Hi Basti, die Route solltet ihr in ca. 3 Wochen gut schaffen, Campingplätze gibt es immer wieder unterwegs, du kannst auch in Herbergen fragen, ob du im Garten dein Zelt aufschlagen kannst! Lg Christoph

      • Hallo Christoph,
        Danke für den Tipp, was nehmen die Herbergen dafür, dass man im Garten zelten kann oder ist es frei, und ist es eher durchgehend bei allen gängig oder die Ausnahme?
        Kannst du evt. eine App empfehlen für den camino del Norte, wo Distanzberechnungen pro Tag und Zeltberücksichtigung seitens Herbergen mit aufgeführt werden?
        Beste Grüße aus Berlin

    • Nicht vergessen. Der Camino Primitivo ist zum laufen doch etwas anspruchsvoller als der Küstenweg oder der Camino Norte. Von Oviedo aus kommt man nicht mehr am Strand vorbei.

  8. Hi Christoph, deine Seite ist ja echt ein Glücktreffer 🙂 Da werde ich doch direkt auch mal zwei Fragen los: Ich hab gestern beschlossen den Küstenweg zu laufen ab Mitte Juli…hast du einen Tipp, wie man am besten/günstigsten nach Irún anreist? Ich hab durch diverse googel-Einträge auch ein biiiiisschen Angst vor dem ersten Stück bekommen, würde es aber trotzdem gerne versuchen…hast du ne Ahnung, ob es da im Notfall auch die Möglichkeit gibt, für ne Teilstrecke auf Bus/Bahn auszuweichen? LG Maike

    • Hi Maike, am besten ist es natürlich, wenn du einen günstigen Flug erwischen kannst 😉 ich fliege immer über Bilbao und dann mit dem Bus nach San Sebastian und dem Zug nach Irun.
      Und ja, das Bus/Bahnnetz da ist gut ausgebaut, da gibt es viele Möglichkeiten!
      Buen Camino, Christoph

  9. Hallo Christoph, ich starte am 9.Juli und möchte ab Oviedo den Primitivo gehen. Wie denkst du ist die Auslastung der Unterkünfte? Lohnt es sich ein Zelt (2 Kg ) mitzunehmen? Ist der Primitivo wesentlich anders als das Norte Stück ab Gijon?

    • Hi Christoph,

      ich werde am 3 Mai 2016 aufbrechen zu Fuß von St. Sebastian nach Santiago. Muss ich ein Zelt mitnehmen oder ist das Herbergsnetz/Hostels gut ausgebaut? Ich plane ungefähr 2 Monate unterwegs zu sein mit Etappen von 20-30 km max.

      Viele Grüße!
      Polina

      • Hi Polina,
        wenn du ein Zelt mitnehmen möchtest, mach das.
        Anderenfalls kannst du, falls es eng wird, auch auf Pensionen oder Hotels ausweichen. Das sollte machbar sein auf dem Weg.
        Lg, Christoph

    • Hi Franz Josef, sorry für die späte Antwort. Ja, der Primitivo ist deutlich anspruchsvoller als der Norte. Zur Auslastung auf dem Primitivo kann ich nicht viel sagen. Beim Zelt würde ich drauf achten, dass es nicht mehr als 1,5 Kg wiegt! Buen Camino, Christoph

  10. Hi Christoph,
    ich möchte gerne den Küstenweg ab Irun laufen und zwar vom 15. September an — ich habe Zeit bis zum 29. Oktober. Meine Fragen : Ist das mit der Jahreszeit OK (Wetter – klar kann immer … aber so im Mittel und Pensionen, Herbergen — Auslastung bzw. überhaupt geöffnet usw. ) und ist die Zeitplanung großzügig genug um bis nach Fisterra zu kommen?

    • Hi, 6 Wochen sind gut, das sollte klappen! Die meisten Herbergen und Pensionen haben im Herbst noch geöffnet, ab (Ende) Oktober wird das aber weniger. Im Pilgerführer von Raimund Joos findest du aber immer die Zeiten, wann welche Herberge geöffnet/geschlossen ist, sodass es in der Regel keine bösen Überraschungen gibt. Lg Christoph

  11. Hi Christoph,
    Ich bin in den letzten Jahren innerhalb von je 1 Woche 2 große Teilstücke des Camino del Norte gegangen. Immer ohne große Vorbereitung, so ganz ohne Buch und immer an Leuten und Schildern orientierend. Nun, mit etwas mehr Jahren und mit Freund dabei, habe ich plötzlich das Gefühl für die Strecke Aviles westwärts ein Buch oder besondere Vorbereitung zu brauchen. Ist der Weg in Asturien und Galizien genauso gut beschrieben? Und findet man auf dieser Strecke ausreichend Herbergen oder sollten wir sicherheitshalber ein Zelt mitnehmen?

    Danke und lg. Manuela

    • Hi Manuela,
      so große Unterschiede gibt es da nicht zwischen Anfang und Ende. Kann sein, dass die Etappen einen Ticken länger sind, wenn überhaupt. Die Muschel wird in Galizien andersherum interpretiert. Wenn du vorher ohne Buch zurechtgekommen bist, wirst du es auch in Asturien und Galizien 🙂

    • Man kann auch San Sebastian mit Vueling anfliegen (Hondarribia). Man kommt zwischen Hondarribia und Irun nach etwa 1,5 km direkt auf den Jakobsweg man kann aber auch in Irun in der Pilgerherberge übernachten.

  12. Hi Christoph,
    könnte man auch nach Santiago fliegen und mit Bus/Bahn dann zurück bis nach Bilbao oder Irun?
    Wo würdest Du starten, wenn Du ca. 3 Wochen Zeit hast? Ich bin noch am überlegen, ob ich sicher in Irun starten soll und ggf. dann nächstes Jahr dort weiter laufen, wo ich „stehen geblieben“ bin. Was meinst Du?
    Vielen Dank und viele Grüsse
    Rolf

  13. Pingback: Gedanken zum Kino-Film Camino de Santiago | Jakobsweg-Küstenweg

  14. Hy Christoph,

    ich möchte gerne im November den Küstenweg gehen. Leider kann ich nur im November und habe 3 Woche Zeit. Das heißt ich muss ohnehin abkürzen aber mir stellt sich jetzt die Frage mit welchem Wetter bzw. Temperaturen ich rechen muss. Damit ich auch richtig ausgerüstet bin. Sind dann alle Herbergen geschlossen?
    Vielen Lieben Dank,

    Nadine

    • Hi Nadine, sorry für die späte Antwort. Im November sind viele Herbergen geschlossen, wer ein bisschen improvisieren kann, kann aber trotzdem dann pilgern. Das Wetter an der Küste ist ja nie ganz vorhersehbar. Ich hatte Mitte Nov 2014 noch 20 Grad, aber es kann genauso kalt und regnerisch sein. Richtig kalt wird es durch das gemilderte Küstenklima glücklicherweise aber nie. Also winddicht und warm genug anziehen, am besten im Zwiebelprinzip, dann ist man bzw. Frau für jedes Wetter gerüstet. Hoffe das hilft! Christoph

  15. Hallo Christoph,

    Ganz großartige Seite !!! Danke für Tipps n Tricks n Vorfreude !

    Frage : ich laufe 18.09-10.10 den Camino Del Norte. Flug bis u ab Bilbao. Ziel : Viel Küste. Schön. Ab wo würdes Du laufen ? Mit dem Bus nach San Sebastian oder Santander oder direkt von Bilbao oder ..?

    Danke vorab , E

    • Hi Esther, sorry für die späte Antwort. Ich würde direkt am Anfang in Irun starten, denn der Anfang und die ersten Etappen sind sehr sehr schön! Also mit dem Bus nach San Sebastian und dem Zug nach Irun am besten. Lg Christoph

  16. Hallo Christoph,

    ich werde am 22. Januar einen Camino bestreiten. Ursprünglich wollte ich den Frances gehen. Irgendwie reizt mich jetzt aber der Camino del Norte immer mehr. Zeit habe ich bis zum 27.02..

    Hierzu jetzt 2 Fragen:

    Wie schätzt du die Situation mit den herbergen ein!? Gibts da große Probleme, oder würdest du zu der Jahreszeit eher ein Zelt empfehlen!?

    Denkst du gute 5 Wochen inkl. an/abreise reichen!? Ich bin durchaus sportlich (geh viel laufen, klettern und habe schon kleinere Trekking touren gemacht mit alle zip und zap)

    Grüße und Vielen Dank 😀

    • Hi Fabian,
      viele Herbergen sind bis Ostern geschlossen. Am besten also vorab mit dem Reiseführer von Raimund Joos ein bisschen planen, ggf. auf Pensionen/Hotels/Airbnb ausweisen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder Etappen verlängern, wenn du fit genug bist, auch längere Strecken zu laufen.
      5 Wochen sollten klappen, wo du bereits Vorerfahrung hast und fit bist.
      Mit dem Zelt um diese Jahreszeit bei Tagestemperaturen um 12 Grad aktuell (habe eben bei wetter.com geschaut) ist mutig. Da solltest du definitiv Erfahrung haben und die richtige Wärmekleidung, wenn du das vorhast, da es nachts ja noch viel kühler wird.
      Lg Christoph

    • Hallo Fabian,
      eine gute Entscheidung den Camino gehen zu wollen. Wenn du tatsächlich am 22.Januar beginnen möchtest, ist der Camino Frances jedenfalls trotzdem eine Überlegung wert, weil: fast pilgerfrei – Er kann jedoch bei einigen Etappen durch die Montes winterlich anspruchsvoll sein. Was für den Frances spricht? Die Kulturelle Vielfalt und das einmalige historische Erbe ist wirklich beeindruckend und lohnenswert. Alternative Übernachtungsmöglichkeiten wirst du dort einfacher finden können, als auf dem Küstenweg. Aber: im Winter sind grundsätzlich auf allen Wegen viele Herbergen geschlossen.

      Damit möchte ich dich natürlich nicht von deinem Weg abbringen wollen… 🙂

      geh deinen Weg
      LG Peter

  17. Hallo Christoph,möchte gerne den küstenweg gehen habe nur 14 tage zeit, ich kann mir das alles noch einteilen, sprich was meinst du wenn man im Mai Juni… die reise antritt? Oder wie wäre es besser im September? Sollte man unbedingt eine schlafmatte auch mitnehmen? Habe nicht vor im Zelt zu schlafen. Wie macht man das mit dem Geld??? Wieviel muß man rechnen für die Herberge und pro Nacht? Ist alles in Bar zu bezahlen oder werden auch Kreditkarten genommen? Welchen Flughafen sollte man anpeilen? Sag schon mal jetzt danke und dies ist wirklich eine tolle seite. lg evelyn

    • Hi Evelyn, das mit dem Zeitpunkt ist Geschmackssache. Schlafsack solltest du mithaben und die Herbergen kosten zwischen 5-12 Euro und werden bar gezahlt in der Regel. Ausführliche Infos, z.B. auch zu Anreisemöglichkeiten und wie man am besten zum jeweiligen Startpunkt kommt, und zu der Frage, welcher Abschnitt für wen wann ideal ist, findest du auch in meinem Online-Kurs auf http://www.kuestenweg.com Lg, Christoph

  18. Pingback: Jakobsweg 2016 – 3 Prognosen | Jakobsweg-Küstenweg

  19. Also 30 Km am Tag sind echt nicht viel. Habe den klassischen Camino gemacht und immer mindestens 35 Km am Tag und da hatte ich / hatten wir immer noch viel Zeit am Tag übrig bzw. mussten uns nicht beeilen. 30 Km sind also echt kein Problem -> falls man mal keine Herberge findet. Ich bin so ein normal fitter Mensch. Wanderschuhe und Rucksack hatten wir – meine Freundin und ich – 3 Tage vor der Reise gekauft. Wir hatten nie Blasen und keine Probleme. Vaseline auf die Füße jeden Morgen und die Blasen kommen nicht – trotz neuer Wanderschuhe:-)

  20. Hallo Christoph,
    ich möchte das erste Mal pilgern und zwar im Juni 2016 auf dem Camino del norte. Ich habe leider nur 3 Wochen Zeit. Daher werde ich nicht den ganzen Weg schaffen. Ich möchte aber ab Irun beginnen und schauen wie weit ich komme. Ich fliege bis Bilbao und dann weiter mit dem Bus/Zug nach Irun.
    Frage: Was dann? Wo muss ich mich melden? Bekommt man auch an dem Anreisetag schon einen Platz in einer Herberge? Da ich ja erst nachmittags ankomme, möchte ich mit dem Pilgern halt erst am folgenden Tag beginnen. Herzlichen Dank im Voraus.
    LG Brita

    • Hi Brita. In Irun gibt es nahe dem Bhf eine Albergue mit ca. 40 Plätzen. Im Hochsommer ist es oft voll. Zur Not gibt es noch Pensionen in Irun oder die Alberge Capitan Ximista, 45 min entfernt.

  21. Hallo Christoph,
    ich bin 73 Jahre und bin 2013 von Le Puy-en-Velay nach Saint-Jean-Pie-de Port gegangen. 2014 den Camino France und 2015 den Camino Portugues mit meiner gleichaltriegen Frau und alles ohne Probleme. In diesem Jahr möchte ich den Küstenweg gehen. Ist dieser Weg wesentlich schwerer?
    Gruß
    Gunnar .

  22. Mich würde der Primitivo der Landschaft wegen reizen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich in dem bergigen Gelände es nicht immer bis zur nächsten Pilgerherberge schaffen würde. Ist es möglich eine Zwischennacht mit Tarp und Schlafsack in der Wildnis zu übernachten? Machen das manche? Ist es gefährlich von wegen Überfällen oder wilden Tieren wie Wölfen und Bären?
    Gruß Hella – aus Köln

  23. Pingback: Camino Portugues - Der portugiesische Jakobsweg

  24. Ich plane am 19.09.2016 meine 3. Etappe auf dem Camino del Norte zu starten.
    Bisher war mein Flughafen Bilbao (bin dann immer mit Bus zum jeweiligen Ausgangspunkt gefahren – bzw. mit dem Bus wieder retour nach Bilbao) – starte nun in Gijon und möchte gerne bis Vilaba oder Baamonde gehen welcher Flughafen wäre hier der „beste“? Bzw. gibt es eine Zug- oder Busverbindung von Vilalba bzw. Baamonde nach Bilbao?
    Vielen Dank im Voraus 🙂

  25. Hallo Christoph,
    ich möchte Ende Mai den Küstenweg für 2 Wochen gehen und da ich hier schon fleißig gelesen habe, weiß ich, dass das erste Stück zwar das anstrengendste aber auch das schönste sein soll!
    Also habe ich beschlossen von Irun loszulaufen und wenn ich das schaffe bis Santander zu laufen!!!
    Leider finde ich irgendwie keine Anreisemöglichkeiten aus Deutschland!!
    Alle Flüge sind mit Zwischenstopps, wodurch die Anreise 2 Tage dauert!!
    Hättest du da vielleicht einen netten Tipp für mich?
    Viele liebe Grüße
    Beate

  26. Hallo Christoph
    welche Etappe würdet du für 5-6 Tage empfehlen? Die auch gut von Dtld aus erreichbar ist? Wir suchen ein bisschen Küste und auch Hinterland. Wanderung ist Anfang Oktober geplant. Würde mich über Tipps freuen. VG Sandra

  27. An alle Pilger und Wanderer die den Jakobsweg Camino del Norte ab Irun machen wollen!

    Sind am 29.April 2015 von München um 15:40 Uhr nach Bilbao geflogen. 17:55 Ankunft in Bilbao.
    18:30 Uhr mit dem Bus „Pesa“ nach San Sebastian – 19:45 Uhr Ankunft.
    Mit der Schmalspurbahn „Euskotren“ Bahnhof Amora um 20:15 Uhr weiter nach Irun.
    Ca. 21:00 Uhr waren wir in Irun. Von dort sind es ca. 5-10 Minuten zu Fuß bis zur Herberge.
    Am 30. April machten wir eine kleine Stadtbesichtigung in Irun, liefen nach Hondarribia (wunderschöner Ort – sehr empfehlenswert) mit kleinem Rundgang und wanderten weiter bis zur Herberge Molino Goikoerrota.
    Hier übernachteten wir in einer alten ausgebauten Mühle (wunderschöne Situation.
    Am 1.5 Wanderung bis Pasai Donibane – Übernachtung in Pasajes de San Juan.
    Alles Weitere ergibt sich je nach Wetter gute Füße, Zeit, Lust und Laune
    Hoffe Euch geholfen zu haben.
    Ultreja
    E. Johanna

  28. Hallo,

    Auch ich habe eibe Frage zum Küstenweg, die mir, wie ich hoffe, beantwortet wird 😉

    Ich würde gern im September für 3 Wochen einen Abschnitt des Küstenweges gehen. Im idealfall mit dem grand final 😉

    Welche Strecke wäre hierbei realistisch? Von wo könnte ich starten? Wie viele Kilometer kann man in drei (Gehzeit etwa 2,5 Wochen) Wochen realistisch bewältigen? Mit welchen Gegebenheiten muss ich im Herbst rechnen?

    Ich freue mich auf deine Antwort

    Lg Tamara

    • Hallo Tamara,
      bin den Norte im September 2012 gegangen. Da sind alle Herbergen offen – die Temperaturen können zwischen 30 und 15 Grad schwanken, Regen immer möglich.
      Im Schnitt bin ich 25 km/Tag gegangen, es waren auch mal 35 km dabei, aber das geht nicht auf jeder Etappe.
      In 2,5 Wochen kann man mit etwa 400 km rechnen.
      Wenn Du z.B. in Aviles startest (der Flughafen Asturias ist ganz in der Nähe) hast Du etwa 300 km bis Santiago und könntest anschließend noch nach Finisterre oder Muxia weitergehen.

      LG Karl-Heinz

    • Hi Tamara,
      Gijon oder wenn du fit bist Ribadesella wären mögliche Startpunkte für 3 Wochen-Trips. Habe da schon An-/Abeise und ca. 2 Offdays eingerechnet.
      Lg, Christoph

  29. Hallo,
    ich möchte nächstes Jahr den Küstenweg gehen und habe auch genügend Zeit für den gesamten Weg. Drei Fragen stellen sich mir im Moment:
    1. Wann ist die beste Zeit, ich habe zwei Zeitfenster zur Auswahl: April + Mai oder Juni +Juli
    2. Wieviel Prozent des Weges gehen auf befestigten Straßen, wegen der Auswahl der richtigen Schuhe, da muss ich noch was anschaffen.
    3. Gerne würde ich mit Zelt gehen um flexbler bei den Übernachtungen zu sein
    LG Bea

    • Hi Beate,
      das Frühjahr ist vermutlich leerer, der Asphalt-Anteil ist geschätzt etwas höher als auf anderen Jakobswegen und mit Zelt pilgern ist natürlich möglich.
      Lg, Christoph

  30. Moin, moin.
    Ich laufe im August den Küstenweg und bin jetzt nur noch ein paar Mausklicks davon entfernt meinen Flug zu buchen. Wie lang brauche ich als Anfänger von Irún bis zum Kap Finisterre?
    Ich habe gehört für den Weg bis nach Santiago dauert es ca. 5Wochen + 4Tage Fußmarsch bis zum Kap Finisterre
    Ich hoffe auf eine klärende Antwort 🙂
    Lg. Mary

    • Hi Mary, ja so ist es. Ich würd sogar 40 Tage (+4 zum Kap) empfehlen inkl. An- und Abreise, da sind dann auch 2-3 Off-Days drin für Regen, Krankheit oder sonstiges.
      Lg, Christoph

  31. Hallo zusammen,
    jetzt beginnt die heiße Phase. Am 22.05.16 geht mein Flieger nach Bilbao. Nervosität gepaart mit Neugier und etwas Bammel machen sich langsam breit. Ich möchte mich von Bilbao auf dem von Christoph beschriebenen Weg nach Irun begeben. Seine Tipps haben mir bei der Vorbereitung echt geholfen.
    Bin sehr gespannt, was ich in den guten 2 Wochen erleben und ob ich meinen Rückflug in Santander erreiche. Allen Mitpilgern und natürlich allen Anderen und vor allem auch Christoph wünsche ich buen Camino 🙂

  32. Hallo,
    Auch ich möchte es zum ersten mal wagen, den Küstenweg zu beschreiten. Mir ist es wichtig in Santiago mein Ziel zu erreichen. Ich habe Zeit vom 23. Juni bis zum 27 August und frage mich nun ob diese Zeit für den gesamten Weg ausreichen wird? Da eben der Anfangsteil so schön sein soll, würde ich nämlich gerne in Irun starten.
    Ich freue mich auf eine Antwort 🙂
    Melissa

  33. Lieber Christoph, danke für deine Seite und deine wunderschönen Impressionen, deine Geschichte. Mich berührt es tief. Ich hab vor Erlösung und Sehnsucht geweint, als ich die Bilder gesehen hab. Das was du schreibst ist genau das, was ich suche auf dem Jakobsweg. Ich danke dir sehr, dass du es mir zeigst 🙂 Ultreia. Bis bald auf dem Camino del Norte. Liebe Grüße, Maria

  34. Hi Christoph ! Zu erst, danke für deine tolle Website.
    Wir werden in mitte August einer den Jakobswege machen. Wir möchten aber den mit den Fahrräder machen und wir fragen uns ob den Kustenweg Fahrradgängig ist ?
    Eine Kurze andere Frage haben wir auch : wir wohnen in Basel und werden 2 Woche (vor dem Jakobsweg) in La Rochelle in Frankreich verbringen. Das heisst, dass wir einige unnötige Gepäcke für den Jakobsweg mit uns haben werden. Weisst du vielleicht ob es eine möglichkeit gibt, am anfang des Weges, irgendwo unsere Gepäcke für ca. 10 Tage lang lassen zu können ? Damit wir leichter unterwegs sein können 🙂
    Wir danken dir ! Danke für deine hilfreiche Packliste 😉
    Amandine & Matteo

  35. Hallo Christoph,

    vielen Dank für diesen tollen Blog und die vielen Hinweise und Tipps. Ich möchte in diesem Juli spontan auf den Jakobsweg machen und habe etwa 10-14 Tage Zeit. Da ich das „Massenpilgern“ trotz Haupsaison bestmöglich vermeiden will überlege ich auf den Küstenweg auszuweichen…

    Dazu habe ich zwei Fragen:
    -> Welche Strecke würdest du für diesen Zeitraum empfehlen?
    Ich bin nicht unsportlich aber auch nicht wirklich ein geübter Wanderer. Ich muss nicht zwingend in Santiago ankommen, hätte aber gerne ein möglichst einfache An- und Abreise.

    -> Mir kam der Gedanke, den Küstenweg mit dem Fahrrad und Zelt zu fahren. So wären die Strecke von 800 Kilometern wohl auch in zwei Wochen zu schaffen. Ist der Weg fahrradtauglich und sind hier unterwegs auch ausreichend Campingplätze?

    Wie stehst du denn grundsätzlich zum Pilgern mit Rad?

    Vielen Dank schonmal im vorraus,
    bin gespannt auf das was da kommen mag!

    Simon

  36. Lieber Christoph,

    Ein ganz tolles Forum das Du da hast. Ich bin mit meinem Partner auf Weltreise. Anfangs September 2016 möchten wir gerne den camino del norte von Bilbao aus machen. Wir haben 5 Wochen Zeit…, meinst Du das ist machbar? Kann man direkt in Bilbao starten? Weisst wie lange man mit dem Zug von Santiago bis Bilbao hat? Ich habe bereits etwas Erfahrung, da ich schon zwei Mal den camino ingles gemacht habe. Wir möchten umbedingt bis nach santiago kommen und nicht vorher aufhören. Ich danke Dir für Dein Feedback.

  37. Ultreia lieber Christoph,
    gerade habe ich Deine Website gefunden, weil ich den Camino del Norte gesucht habe! Am liebsten würde ich sofort losziehen! Du hast ihn schön beschrieben, danke dafür. Es ist auch großartig, dass du Dich aufgemacht hast und wie Du Dein Erlebtes beschreibst und, dass Du erlaubst, dass – ES – Dein Leben verändert! Ich fühle mit DIR und freue mich sehr für DICH!
    Letztes Jahr, auf den Weg von Toulouse an den Atlantik, konnte ich selbst das Wunder des Camino erfahren! Wir bezwingen nicht den Weg, wir bezwingen uns selbst – danach ist es Tanzen, nicht wahr.
    Leben – ES – IST – ein Geschenk!
    Alles Glück dieser Welt liegt in unseren Herzen und das wünsche ich Dir!
    Buen Camino Christoph

  38. Hallo zusammen,
    ich starte am 31.08.2016 von Stuttgart mit dem TGV nach Irun und habe 15 Wandertage auf dem Küstenweg vor mir, ehe es von Bilbao aus mit dem Flieger zurückgeht. Es ist meine erste Pilgerreise und wie alle bin ich gespannt und auch angespannt, aber die Freude ist ebenfalls riesig.
    Nun frage ich mich ganz doof, ist 1 Etappe = 1 Wandertag? Wird also bspw. empfohlen, ab Irun den 2. Tag „nur“ 11km bis San Sebastian zu laufen? Ich bin Anfang 30 und körperlich recht fit, mein linkes Knie kann nur immer mal bissel stressen.
    Ich würde gerne in den knapp 2 Wochen bis Santander kommen, hat damit schon jemand Erfahrung?

    Muchas gracias für Euer Feedback und beste Grüße,

    Simon

    • Hallo Simon,
      die 1. Etappe von Irun nach San Sebastian sind ca 25 km und durch das Höhenprofil anstrengend (Irun 0 m, Jaizkibel 545 m, Pasaia 0 m , Monte Ulia 190 m, San Sebastian 0 m) . Das reicht für den 1. Tag.
      Santander ist in zwei Wochen gut zu schaffen; da kann man sogar zur Halbzeit einen Ruhetag in Bilbao einlegen.

      • Hallo Karl-Heinz,
        vielen Dank für deine Antwort. Ich lese mich gerade noch etwas ein und war ein wenig irritiert durch die Etappen-Aufteilung im Reiseführer von Herrn Dr. Joos. In dem ist für mich nicht klar zu erkennen, dass 1 Etappe = 1 Tag ist, vielmehr sind die Teilstrecken kleiner, so dass man sich die Tage gefühlt zusammenstückeln muss. Evtl. habe ich auch etwas übersehen? Auf fernwege.de finde ich nun aber die Tagesetappen und da scheint die erste ja gleich die mächtigste zu sein, wenn man über die Altstadt von Hondarribia läuft. Evtl. schaffe ich es bei pünktlicher Ankunft um 18.30h in Irun gleich bis Hondarribia zu laufen und dort zu übernachten. So hätte ich am nächsten Tag ein paar Kilometer weniger. Den ersten Stempel muss ich mir allerdings in Irun holen oder?
        Du merkst, bin noch bissel Amateur 🙂
        Danke für deine Unterstützung!

        VG
        Simon

  39. Hallo Simon,
    Hondarribia ist eine gute Idee – ein sehenswerter Ort.
    Wo Du den ersten Stempel holst, ist egal. Im Pilgerpass hast Du als Startort wahrscheinlich Irun eintragen lassen „Comienza la peregrinacion en“ . Wenn Du dann in einem oder zwei Jahren in Santiago ankommst, wird Irun als Start registriert.
    Buen Camino !

  40. Hallo Karl-Heinz,
    danke für den Hinweis, jetzt checke ich es. Habe mir heute den Pass beantragt mit Irun als Startort. Ich werde dann einfach nach meiner Ankunft am Bahnhof in Irun direkt nach Hondarribia laufen dort übernachten. Am nächsten Tag geht es dann die 25+x km nach San Sebastian.
    Ich melde mich gerne, falls weitere Fragen aufkommen:-)

    Hasta pronto, Simon

  41. Hallo zusammen, ich stelle mir gerade die Frage, ob ich für meinen Rucksack ein Pacsafe (Schloss) brauche bzw. was ich mit meinen Sachen mache, wenn ich nach dem Duschen nochmal raus in die Stadt/das Dorf möchte. Haben die Herbergen dafür Vorrichtungen? Wie habt ihr das gemacht und wo lauern die größten Diebe?
    Danke für Eure Tipps!

    VG
    Simon

    • Hallo Simon,
      dass Rucksäcke oder Klamotten geklaut werden, habe ich noch nicht erlebt. Versentliche Vertauschungen auf der Wäscheleine oder bei den Wanderschuhen können evtl. vorkommen. Ich habe deshalb immer meine Schuhbänder verknotet.
      Geld, Ausweis, EC-Karten sollte man immer bei sich haben, auch beim Duschen.
      Auf dieser Seite wird das Thema behandelt:
      http://www.sabbatical-handbuch.de/geld-sicherheit-und-kriminalitat-auf-dem-jakobsweg-ein-paar-sinnvolle-tipps/
      Buen Camino !

      • Hallo Karl-Heinz,
        spät aber dennoch danke für deine Tipps. Ich denke, ich habe nun das Meiste zusammen und muss Vieles eben einfach auch ausprobieren. Bin gespannt, was der Rucksack wiegt, wenn ich alles drin habe und ob ich dann noch bissel aussortieren muss:-) Spannung und Vorfreude steigen grad.
        Buen camino del norte 🙂

  42. Hallo Christoph,

    kannst du eine Passage für den Küstenweg empfehlen welche ich innerhalb von 2 Wochen begehn kann?

    Vielen Dank

    Kai

    • Hallo Kai,
      ich bin Anfang September in Irun gestartet und hatte etwa als 2.5 Wochen. Ich bin dann bis San Vicente de la Barquera gelaufen. Ich denke, Santander könnte ein Ziel für dich sein, welches in 2 Wochen gut zu erreichen ist. Starten würde ich in Irun, von dort bis Bilbao ist es mit das schönste Stück des Weges aber auch recht anstrengend. Ab Bilbao läuft man erstmal viel auf Straßen und Beton, da tun die Hufen ganz schön weh am Abend.
      Ich bin von Stuttgart mit dem TGV bis Irun gefahren und von Bilbao mim Flieger zurück. Von Santander kannst du einen Bus bis Bilbao nehmen, alles easy.

      Grüße Simon

  43. Hallo Christoph,
    kannst Du eine An- und Abreise-Möglichkeit (Auto, Flug, Bahn, Bus …) für den Küstenweg empfehlen, welche ich innerhalb von 21/2 Wochen mit dem Fahrrad fahren kann? Ich möchte Mitte Oktober starten.
    Vielen Dank
    Guido

  44. Hey Christoph,

    erstmal vielen Dank für deine Seite und die ganze Hilfe.
    Ich würde gerne, bzw. ich werde den Camino del Norte ab 14. November gehen, das ist zumindest der Plan. Eingeplant habe ich insgesamt 47 Tage. Vom 14.11-30.12.
    2 Tage für hin und zurück, sprich
    14.11 hin und 30.12 zurück.
    Bleiben insgesamt 45 Tage über.
    Glaubst du das der Küstenweg mit einem Tagessatz von 20 km im Winter möglich ist? Würde dann circa 42- 43 Tage brauchen.
    Im optimalfall würde ich gerne ab Santiago de Compostela die restlichen 2-3 Tage mit einer Verbindung, wenn es diese gibt, noch nach Finisterre hin und zurück fahren um dann pünktlich nach den 45 Tagen ab Santiago zurück zu fliegen. Leider ist dies zu Fuß zeitlich nicht mehr möglich daher mit Verbindung. Ansonsten würde ich 45 Tage für den Weg bis nach Santiago einplanen aufgrund der Jahreszeit und sonstiges und würde wenn es nicht passt Finisterre auslassen, so das die Planung funktioniert. Dazu kommt das ich hauptsächlich Wildcampen werde, auch da wie ich schon hier gelesen habe viele Herbergen geschlossen sind. Zu mir, ich bin an sich sportlich nur Erfahrungen eher weniger. Habe dieses Jahr erst das reisen für mich entdeckt bzw. starte jetzt erst durch. Erste Reise ging 450km zum besten Freund zu Fuß von Krefeld nach Heide zur Kaserne. ( Wildcampen oder mal beim Bauern) und zweite Reise zu Fuß 100km nach Monschau, Grenze Belgien ebenso Wildcampen und mal beim Bauern. Dritte und letzte von Tagesreise Krefeld nach Bergen, Niederlande, 54km. Das war es auch schon.
    Was glaubst du mit deiner Erfahrung? Ist dieser Plan möglich? Option A, oder doch lieber Option B? Hast du irgendwelche Anmerkungen oder sonstiges dann lass es mich wissen.

    Freue mich auf deine Antwort.

    Liebe Grüße an Alle! 🌎

  45. Leider kein Geheimtipp mehr!

    Liebe Pilger,
    ich bin diesen September den Küstenweg 2,5 Wochen ab Irun gelaufen. Da ich leider nicht mehr Zeit hatte, muss ich den Weg zur gegebenen Zeit fortsetzen, denn er ist wunderschön!
    Nun wird beim Küstenweg häufig von einem Geheimtipp gesprochen, den weniger als 10% der Pilger beschreiten. Das ist leider leider nicht mehr so. Laut den Einheimischen und Hospilateros sind diesen Sommer 7x mehr Menschen den Weg gelaufen als noch im Jahr zuvor (sie müssen ja Statistik führen). Das hat dazu geführt, dass morgens teilweise ein förmlicher Run auf die nächsten Herbergen begonnen. Manche Pilger sind so früh raus und so schnell gelaufen, dass sie bereits vor 14h an den nächsten Herbergen waren, um sicher einen Platz zu bekommen. Das war Stress pur, denn wollte man einen Platz insbesondere in einer der schöneren Herbergen bekommen, musste man es ähnlich machen. Zwar wurde sich von den netten Menschen immer gekümmert, dass jeder irgendwo unterkommt, aber nicht jeder Mensch geht tagsüber gerne mit dieser Ungewissheit um, wo er abends schlafen kann. Das Herbergsnetz ist gerade am Anfang leider noch nicht auf die aktuellen Pilgermengen ausgelegt. Einige Neueröffnungen konnte ich allerdings feststellen, so dass sich in den nächsten Jahren die Lage sicher etwas entspannen wird.
    Wer Fragen hat, kann sich gerne bei mir melden.

    VG und buen camino,
    Simon

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